Dolphin Trust: Asiatische Investmentbanker planen Millioneninvestment in Jüteborg

Die koreanische Investmentbank Shinhan Investment plant ein millionenschweres Immobilieninvestment in der brandenburgischen Stadt Jüteborg. Insgesamt plant der Projektentwickler Dolphin Trust 90 Millionen Euro in die Revitalisierung der lange leerstehenden Militärgebäude einer Kasernenanlage zu investieren.

Charles Smethurst im Interview über Dolphin Trust

Charles Smethurst, Vorstand der Dolphin Trust

In dem neuen Stadtviertel, welches im boomenden Stadtteil Jüteborg II gelegen ist, sollen 400 Wohnungen, eine Schule, ein Supermarkt sowie viele Freizeitangebote entstehen. „Wir wollen ein lebenswertes Quartier entwickeln“, erklärt Dolphin-Chef Charles Smethurst. Etwas mehr als 311.000 m² Grund mit 32 ehemaligen Kasernengebäuden, die etwa 60.000 m² Nutzfläche bieten, hat Dolphin Trust dafür von der Brandenburgischen Boden erworben und ist sogar interessiert das Projekt zu vergrößern. Rund 800.000 Quadratmeter des alten Kasernengeländes stehen derzeit noch zum Verkauf. „Wenn ich nur ein Haus hätte, würde sich kein Mensch für Jüterbog interessieren. Aber wenn ein ganzer Stadtteil entwickelt wird, sieht das anders aus”, kommentiert Charles Smethurst in der Immobilien Zeitung das Projekt.

Dolphin Trust scheint mit dem Projekt in Jüteborg einen guten Riecher zu haben. Sämtliche Baugrundstücke der Stadt für Einfamilienhäuser sind bereits ausverkauft. Demnächst wolle die Stadt eine 7 ha große Fläche in der Nähe der Bahn erwerben, um Grundstücke für ein weiteres Wohngebiet vorhalten zu können. “In den alten Eigenheimgebieten sind alle Flächen weg”, sagt Bürgermeister Raue stolz. Vor allem die Möglichkeit günstig zu bauen, habe in den letzten Jahren zu einem deutlichen Zuzug geführt, erklärt der Bürgermeister der Stadt. Entsprechend hätten sich auch die Preise auf niedrigem Niveau verdoppelt, liegen aber mit 90 bis 95 Euro pro Quadratmeter noch weit weg von den Mondpreisen in Berlin.

Günstig gelegen und attraktiv für Pendler war die 12.000 Seelen Gemeinde Jüteborg schon immer. Mit dem Auto benötigt man gerade einmal 50 Minuten bis in die Hauptstadt und auch Leipzig und Halle sind gut erreichbar. Nach Halle gibt es sogar einen S-Bahnanschluss. Und die Stadt möchte seinen Neubürgern auch einiges bieten und sich verjüngen, erklärt der Bürgermeister: „In den letzten fünf Jahren sind drei neue Kitas gebaut worden, zwei weitere sind in Planung. Auch drei Grundschulen gibt es“, zählt Raue auf: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und unsere Kinder müssen nicht in Containern unterrichtet werden.“

Das Großinvestment aus Asien kommt bei der Zukunftsplanung der Stadt wie gerufen. In den nächsten Jahren wird das fast 30 Jahre leerstehende Kasernengelände durch die Dolphin Trust zu neuem Leben erweckt werden. Die Geldgeber hinter dem Entwickler Dolphin Trust könnten schließlich das schaffen, was in den bald 30 Jahren nach der Wiedervereinigung noch nicht gelungen ist, nämlich den in weiten Teilen ausgestorbenen Militärstandort in Jüterbog II, wieder in ein lebenswertes Quartier zu verwandeln.

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