Sankt Martin Tower Frankfurt wechselt Besitzer: Von publity AG zu Barings LLC & Coreo AG

Der Sankt Martin Tower (2016 fertiggestellt, 16.835 Quadratmeter Mietfläche im 18 Stockwerke hohen Turm und 7.350 Quadratmeter Mietfläche im 7 Stockwerke hohen Flügel) wurde nun von der Eigentümerin publity Sankt Martin Tower GmbH, einer Tochter der PREOS Real Estate AG aus Leipzig, die wiederum zur publtiy AG aus Frankfurt gehört, mit großem Gewinn an Barings verkauft © Pressefotos publity AG

 

Wer es mit seinem Firmensitz in den Sankt Martin Tower (Franklinstraße 61-63) der hessischen Bankenmetropole Frankfurt geschafft hat, muss es wahrlich zu etwas gebracht haben.

Nicht nur, weil der 2016 erbaute Büroturm mit einer eigenen Postleitzahl eine prägnante Firmenadresse bietet: 60490 Frankfurt am Main.

Sondern auch, weil hier die Wirtschafts-Schwäne unter sich sind. Denn die Miethürden in den Büroturm sind hoch.

Die bisherige Eigentümerin publity St. Martin Tower Verwaltungs GmbH, eine Tochter der PREOS Real Estate AG aus Leipzig, die wiederum zur Frankfurter publity AG von CEO und Mehrheitseigner (75 Prozent) Thomas Olek gehört, verlangte:

Zitat:

Es ist beabsicht, ausschließlich an Unternehmen zu vermieten, die umsatzsteuerpflichtige Umsätze erbringen.

Thomas Olek (51),Vorstandsvorsitzender und Mehrheitseigentümer (75 Prozent) der publity AG aus dem Frankfurter OpernTurm (Bockenheimer Landstraße 2-4) © Image-Film publity.org / publity Halbjahresbericht 2019

 

Weil der Immobilienhändler publity AG diesen hohen Rendite-Anspruch nicht nur an seine Gewerbemieter, sondern auch an sich selbst stellt, konnte publity schwerlich nein sagen, als ein US-Investor am vergangenen Wochenende 16 Millionen Euro mehr auf den Tisch legte, als publity noch vor einem halben Jahr für die sogenannte Core Immobilie (Core heißt das Beste vom Besten) selbst bezahlt hatte.

Thomas Olek teilte dazu in einer Whatsapp-Nachricht am Samstag, 5. Oktober 2019, mit:

Zitat:

Der Sankt Martin Tower wurde für 147 Millionen Euro an Barings aus North Carolina verkauft (Einkauf 130 Millionen brutto).

Nach dem Verkauf des Großmarktes Leipzig an Cerberus aus New York ist das der zweite Deal der neuen PREOS.

Dadurch wird natürlich zum einen das Jahresergebnis gut beeinflusst und zum anderen die Story der Wandelanleihe, die PREOS plant, unterstützt.

Das Closing der Transaktion wird noch im Jahr 2019 erwartet.

Die publity AG hat, wie sie am 8. Oktober 2019 offiziell bekannt gab, einen Vertrag für den Verkauf des im eigenen Bestand befindlichen St. Martin Towers in Frankfurt am Main im Wege eines Share Deals notariell beurkundet.

Käufer ist ein Joint Venture aus Barings für eine pan-europäische Core-Investitionsstrategie und der börsengelisteten Coreo AG aus Frankfurt am Main (Grüneburgweg 18) mit 10,1 %.

Barings Real Estate hat die Transaktion für ihren Investor durchgeführt und ist die deutsche lmmobilien-Plattform von Barings LLC, einem der weltweit größten Immobilien-Investment-Manager.

publity hatte den St. Martin Tower mit einer vermietbaren Fläche von rund 26.000 Quadratmetern über ihre Tochtergesellschaft publity Investor GmbH im April 2019 für den eigenen lmmobilienbestand erworben und in die PREOS Real Estate AG eingebracht.

Der Bürokomplex ist mit bonitätsstarken Mietern nahezu vollständig vermietet.

Mieter sind unter anderem der Maschinenbauzulieferer Misumi Europa, der IT-Konzern Concom Deutschland und das Softwareunternehmen Sage.

Der Sankt Martin Tower befindet sich in sehr guter Lage in der Frankfurter City West.

Skyline-Avenue

Der Sankt Martin Tower liegt auf halber Strecke zwischen Autobahn und Innenstadt. Tram und Busstop sind vor der Tür. Die von den Hochhäusern besäumte Theodor-Heuss-Allee führt direkt auf die imposante Silhouette der Banktürme in der City zu. Hier im prosperierenden Westen der Stadt entstehen zur Zeit attraktive Wohnquartiere.

Gute Nachbarschaft

Nördlich an den Santk Martin Tower grenzt das über viele Jahrzehnte gewachsene Stadtviertel Bockenheim. Südlich liegen die Frankfurter Messe und das Europaviertel. Westlich schließt sich das Wohnviertel Rebstockpark an.

Die lmmobilie besteht aus zwei miteinander verbundenen Gebäudeteilen, dem “Tower” mit 18 Stockwerken und dem “Wing” mit sieben Etagen. Zum Objekt gehören auch 397 PKW-Stellplätze.

Thomas Olek, CEO von publity, kommentiert:

Zitat:

Der Verkauf des St. Martin Towers untermauert unser funktionierendes und starkes Netzwerk und zeigt, dass wir in der Lage sind, Objekte günstig zu erwerben und mit einem flexiblen Transaktionsansatz zügig am Markt zu lukrativen Konditionen zu veräußern.

Dass wir die lmmobilie an so einen renommierten Investor wie Barings verkaufen, spricht auch für die Qualität des Objekts und unser Know-how in der Standortwahl.

Die Transaktion ist ein weiterer Meilenstein unserer erfolgreichen Geschäftsentwicklung, die Mittel aus dem Verkauf werden wir für neue lmmobilien-Ankäufe nutzen.

Käufer des Sankt Martin Tower: Christoph Wittkop, Leiter Immobilien Deutschland von Barings in Frankfurt am Main © Barings LLC

 

Christoph Wittkop, Geschäftsführer und Country Head Germany von Barings in Frankfurt am Main, ergänzt:

Zitat:

Wir freuen uns sehr, dass wir dieses erstklassige Objekt in der City West durch eine Off-Market-Transaktion von publity erwerben konnten. Es ergänzt das vorhandene europäische Portfolio dieses Investors ideal.

Wir sehen in dem 2016 fertiggestellten Objekt sowie in der Lage zudem weiteres Potenzial über die nächsten Jahre, welches wir heben möchten.

Co-Käufer des Sankt Martin Tower: Marin Marinov, CE der Coreo AG aus Frankfurt am Main © Coreo AG

 

Marin Marinov, CEO der Coreo AG:

Zitat:

Wir freuen uns, als Junior-Partner mit einem so bedeutenden Immobilieninvestor diese prominente Immobilie in der Frankfurter City West erwerben und gemeinsam weiterentwickeln zu können.

publity wurde bei der Veräußerung der lmmobilie durch Simmons & Simmons LLP beraten. Barings wurde rechtlich von Ashurst und Linklaters beraten. Vermittelnd tätig war bei der Transaktion nai apollo aus Frankfurt.

Die Coreo AG wurde rechtlich von KUCERA beraten.

Thomas Olek prophezeite gegenüber EURO AM SONNTAG am 6. Oktober 2019: “Es wird noch viele Rekorde geben.”

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