Die Zukunft der Finanzbranche: Fintechs und Robo-Advisor

Der Digitalisierung gehört die Zukunft. Duzende Start-Ups sind angetreten, die Finanz- und Versicherungswirtschaft umzukrempeln. Das verwaltete Vermögen der jungen Marktteilnehmer steigt rasant. Doch die etablierten Marktteilnehmer kontern mit eigenen Lösungen.

Robo-Adivsor

Fintechs gehört die Zukunft. (Foto: Shutterstock)

In Deutschland verwalten 40 junge Start-Up-Unternehmen rund 100 Millionen Euro mit Hilfe sogenannter Robo-Advisor. Was überschaubar klingt, ist aber die Zukunft. Bis 2020 könnte das verwaltete Vermögen bereits auf 30 Milliarden Euro steigen, schätzt die Strategieberatung Oliver Wyman. Weltweit läge das Potential sogar bei 440 Milliarden Euro.

Die Ansätze der Fintech-Unternehmen sind dabei so verschieden, wie die Präferenzen ihrer Kunden. Scalable beispielsweise verfügt über eine Genehmigung der BaFin, nimmt Gelder der Kunden an und investiert ohne vor jeder Transaktion eine Zustimmung des Kunden einzuholen. Klassische Vermögensverwaltung quasi, transparent einsehbar über die Onlineplattform des Unternehmens.

Die meisten Konkurrenten in der noch jungen Fintech-Branche verfolgen aber einen anderen Ansatz. Mittels Algorithmen werden für jeden Kunden Empfehlungen für Finanzprodukte erstellt, der Vermittler ersetzt. Der Vertragsabschluss kommt allerdings nicht mit dem Unternehmen selbst, sondern einer Partnerbank zustande. Auf diese Weise wird eine eigene BaFin-Lizenz umgangen.

Banken und Vermögensverwalter geben sich nicht kampflos geschlagen.

Diverse Großbanken experimentieren mit eigenen Robo-Advisor-Konzepten. Seit Dezember 2015 bietet beispielsweise die Deutsche Bank ihren Kunden die Möglichkeit sich mittels eines Robo Advisors eine Anlagestrategie mit verschiedenen ETFs und Fonds zusammenzustellen.

Die Deutsche Bank ist nicht die erste größere Bank, die eine solche automatisierte Beratung in ihr Angebot mit aufnimmt. Bis dato waren es vor allem die Direktbanken ING Diba und Comdirect, die mit Robo-Advisoren ihre Kunden durch ihre Online-Portale führten. Auch die Targobank und die Quirinbank bieten schon Robo-Advisor an.

Versicherungsbranche ist ebenfalls im Visier von Fintechs.

Seit einigen Jahren lehren aggressive Fintechs die Maklerbranche das Fürchten. Während sich die Ertragssituation vieler selbstständiger Makler kontinuierlich verschlechtert hat, glänzen die neuen Marktteilnehmer mit hohen Wachstumsraten. Experten rechnen bereits mit einer Konsolidierungswelle.

Die Platzhirsche können mit hohen Download-Zahlen glänzen und verweisen auf den engen Kontakt zum Kunden. Die App von Platzhirsch Knip wurde seit Gründung des Unternehmens 2013 rund 230.000 Mal heruntergeladen. Und auch die engsten Konkurrenten GetSafe (76.000 Downloads), FinanceFox (33.000) und Clark (20.000) weisen schon nach kurzer Zeit am Markt beachtliche Erfolge nach.

Die starken Akteure im Versicherungsvertrieb allen voran die Maklerpools nehmen die Konkurrenz der Fintechs sehr ernst und kontern mit eigenen Digitallösungen. Jung, DMS & Cie. veröffentlichte Anfang des Jahres die App allesmeins.de, die mittlerweile von 400 Maklern aktiv beim Kunden eingesetzt wird. Neben der IOS-Version hat Jung, DMS & Cie. die App nun auch für Android veröffentlicht, was der Verbreitung weiteren Vorschub geben wird.

Im Gegensatz zu den jungen Fintechs setzt JDC-Chef Dr. Sebastian Grabmaier auf die Verknüpfung von digitaler Welt und persönlicher Beratung. Grabmaier nennt seinen Ansatz hybride Beratung. “Erstmalig kann sich ein Vermittlerkunde einfach und bequem über sein Smartphone online über Anlage- oder Absicherungsprodukte informieren und diese auch sofort abschließen, ohne dass er dabei seine gewohnte Vertrauensperson verliert”, erklärt der JDC-Chef im Inteview mit cash.online.

Auch Norbert Porazik, Chef des Maklerpools Fonds Finanz Maklerservice, setzt seit kurzem auf eine eigene App. Mit der neuen App, die von der Softwarefirma Softfair entwickelt wurde, plant Fonds-Finanz-Chef Norbert Porazik seinen Maklern alle Features, die zur Verwaltung von Maklerkunden notwendig sind anzubieten. Man befinde sich mit dem neuen Konzept auf Augenhöhe mit der wachsenden Fintech-Konkurrenz.

“Mit unserer neuen App muss kein Makler mehr die Konkurrenz von großen Vergleichsportalen oder Fintechs fürchten”, kommentierte Norbert Porazik, geschäftsführender Gesellschafter der Fonds Finanz, gegenüber dem Branchenmagazin cash online. “Wir geben ihnen ein vollwertiges virtuelles Maklerbüro an die Hand, das auch Endkunden begeistern wird.”

JDC-Chef Dr. Sebastian Grabmaier kritisiert Deutschland-Rente-Konzept

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstand Jung, DMS & Cie.

Drei hessische Minister wollen mit dem Konzept „Deutschland-Rente“ einen neuen Rentenfonds gründen, um eine zusätzliche private Altersvorsorge attraktiver zu machen. Die Versicherungslobby läuft Sturm gegen den Plan von Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Sozialminister Stefan Grüttner und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.

„Wir schlagen eine einfache, sichere und günstige zusätzliche Altersvorsorge vor: die Deutschland-Rente, ein Standardprodukt für jedermann. Sie wird zum Selbstkostenpreis von einem zentralen Rentenfonds verwaltet, damit das Geld, das Bürger für ihre zusätzliche Altersvorsorge beiseitelegen, sicher vor überteuerten Angeboten ist“, schreiben die Minister in einem Positionspapier.

Die Deutschland-Rente soll ein Rentenfonds sein, der nach dem Vorbild des norwegischen Staatsfonds strukturiert, frei von politischem Einfluss und ohne Gewinnabsicht arbeiten soll. Der sogenannte Deutschlandfonds soll seine Anlagen breit streuen und eine vergleichsweise hohe Aktienquote haben.

Die Einzahlung in den Fonds soll nach den Plänen der hessischen Minister, wie bei der Rentenversicherung, direkt durch den Arbeitgeber erfolgen. „Die Einzahlung erfolgt daher unbürokratisch auf bereits etabliertem Weg. Die Anlage der eingezahlten Beiträge obliegt dann dem Deutschlandfonds, einem eigenständigen zentralen Rentenfonds, der ohne eigenes Gewinninteresse auf Selbstkostenbasis arbeitet und geschützt vor politischem Zugriff ist“, heißt es in dem Positionspapier.

Die Pläne für eine Deutschland-Rente stossen auf massiven Widerstand der Versicherungsbranche.

“Den Staat selbst quasi als Überkonkurrent in den Markt einzuführen, ist nicht nur wettbewerbsrechtlich sondern auch ordnungspolitisch verfehlt”, wettert Peter Schwark in der “FAZ”. Es sei zudem keineswegs erwiesen, dass ein staatlich verwalteter Fonds kostengünstiger sei als eine marktwirtschaftliche Lösung, warnt das Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Auch Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstand des Maklerpools Jung, DMS & Cie. sieht das Konzept der Deutschland-Rente ausserordentlich kritisch. Das Konzept habe drei große Fehler, „die es zu einem Albtraum machen“, erklärt Grabmaier im Interview mit Das Investment.

Als erste große Schwäche nennt Dr. Sebastian Grabmaier die Zuständigkeit des Staats für die Anlagestrategie. Es gebe aber in der „Geschichte kein einziges Beispiel dafür, dass der Staat den Markt langfristig schlagen kann“, so Grabmaier. Es bestehe das Risiko, dass ein Staats-Fonds sozialpolitische und planwirtschaftliche Zwecke verfolgen würde und dabei das gewünschte Ziel einer nachhaltigen Altersvorsorge aus den Augen verliert.

Die zweite große Schwäche eines Zentralfonds ist laut Grabmaier das Einheitskonzept des Fonds, welches die persönliche Situation des Einzahlers in keiner Weise berücksichtigt. Gerade jungen Arbeitnehmern würde hierdurch die Möglichkeit genommen, durch eine hohe Aktienquote langfristig höhere Erträge zu erzielen. Lebenszyklusmodelle seien jedoch ein „Wesensmerkmal aller modernen Alterssicherungssysteme. Einheitsmodelle dagegen vergeben Renditechancen“, erklärt der JDC-Chef Grabmaier.

Das dritte Problem eines großen Staatsfonds sieht Dr. Sebastian Grabmaier in der Verzerrung der Wirtschaft. Schon aufgrund der schieren Größe eines Deutschland-Fonds würde der Fonds innerhalb kurzer Zeit enormen Einfluss auf die Unternehmensfinanzierung und damit automatisch auch auf die Unternehmenssteuerung auf Hauptversammlungen und im Aufsichtsrat von Aktiengesellschaften haben.

Das Argument vermeintlicher Kostenvorteile sieht Grabmaier hingegen skeptisch. Kostenvorteile durch Entfall von Vertriebskosten würden schnell durch höhere Verwaltungskosten und Ineffizienzen der Kapitalanlagen aufgefressen.

Fintechs: Wie Banken und Maklerpools dem digitalen Wandel begegnen

Das derzeitige Top-Thema der Finanzbranche ist der Mega-Trend Digitalisierung. Diverse Fintechs machen den etblierten Anbietern Konkurrenz. Doch die Branche will sich nicht kampflos geschlagen geben und sucht nach eigenen Antoworten auf den digitalen Wandel.

Robo Advisor Henker oder digitales Helferlein für Makler und Berater?

Robo Advisor: Henker oder digitales Helferlein für Makler und Berater?


Die jungen Wilden aus der Fintech-Szene haben begonnen die Finanzbranche aufzumischen. Sie wollen die Banken und Vermittler vor sich hertreiben, wie es ihre Vorbilder Uber mit Taxiunternehmen oder Airbnb mit Hoteliers vorgemacht haben. Und dabei die Spielregeln der Branche neu definieren.

Einer von ihnen, Taavet Hinrikus, Chef des Londoner Start-ups Transferwise, ist überzeugt davon, dass die Banken- und Finanzbranche eine breite Angriffsfläche bieten und sich schnellstens ändern müssten, um nicht überrannt zu werden: “Nirgendwo bieten Banken einen so schlechten Service wie in westeuropäischen Ländern. Deutschland ist eines davon.”

Der Weckruf der Fintechs ist mittlerweile in der deutschen Finanzszene erhört worden. Einige Banken setzen vermehrt auf automatisierte Beratungsprozesse, die unter dem Namen “Robo-Advisor” geführt werden.

Seit Dezember diesen Jahres bietet beispielsweise die Deutsche Bank ihren Kunden die Möglichkeit sich mittels eines Robo Advisors eine Anlagestrategie mit verschiedenen ETFs und Fonds zusammenzustellen.

Die Deutsche Bank ist nicht die erste größere Bank, die eine solche automatisierte Beratung in ihr Angebot mit aufnimmt. Bis dato waren es vor allem die Direktbanken ING Diba und Comdirect, die mit Robo-Advisoren ihre Kunden durch ihre Online-Portale führten. Auch die Targobank und die Quirinbank bieten schon Robo-Advisor an.

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender des Münchener Maklerpools Jung, DMS & Cie., hat das Thema Digitalisierung frühzeitig für sich entdeckt und setzt auf hauseigene Lösungen, um seine angeschlossenen Makler für die Herausforderungen des digitalen Wandels zu wappnen.

Mit der App “allesmeins” bietet Jung, DMS & Cie. Endkunden per Smartphone einen transparenten Überblick über sämtliche Versicherungsverträge und Investments. Zudem können einfache Transaktionen direkt per Handy abgeschlossen werden.

Anders als viele Fintech-Gründer ist Sebastian Grabmaier davon überzeugt, dass nicht nur Kunden von den innovativen Produkten profitieren können, sondern auch diejenigen Berater, die den digitalen Wandel aktiv begleiten und so auch die Digital Natives erreichen. Grabmaiers Ansatz ist nämlich die hybride Beratung. “Erstmalig kann sich ein Vermittlerkunde einfach und bequem über sein Smartphone online über Anlage- oder Absicherungsprodukte informieren und diese auch sofort abschließen, ohne dass er dabei seine gewohnte Vertrauensperson verliert”, erklärt der JDC-Chef im Inteview mit cash.online.

Einfache Produkte können Kunden direkt online abschliessen, für koplexere Fragen stehe dann der Berater zur Verfügung. Der Robo Advisor soll als digitales Helferlein und Türöffner für Makler und Berater dienen und der Berater am Ende sogar mehr verdienen. Dafür stehen bei “allesmeins” eine Vielzahl Kundenkommunikationskanäle zur Verfügung: Chat-, SMS-, eMail-Funktionieren – später soll eine Video-Chatfunktionen über das Handy folgen. Denn auf diesem Wege könne “jeder Berater seine Kundenbindung und die Anzahl der für einen Kunden betreuten Verträge deutlich erhöhen und von steigenden Bestandsvergütungen profitieren”, erklärt Grabmaier.

Interview mit Werner Biberacher

Werner Biberacher

Werner Biberacher

Werner Biberacher ist seit 1987 Finanz- und Versicherungsmakler und gehört zu den erfolgreichsten Playern der Branche. Seit 1997 ist er Gesellschafter-Geschäftsführer der PROMA Versicherungsmakler GmbH & Co. KG und seit 2008 Gesellschafter-Geschäftsführer der FINANZINVEST Consulting GmbH.

Die PROMA Versicherungsmakler GmbH & Co. KG ist zuständig für das Versicherungsgeschäft. Sie hat die Zulassung nach §34c und §34d GewO. Die FINANZINVEST Consulting GmbH übernimmt die Vermögensverwaltung. Aus rechtlicher Sicht ist sie ein dem BaFin unterstelltes Finanzdienstleistungsinstitut nach §32 KWG, damit die Kunden auf Augenhöhe mit den Banken beraten werden können.

Dies zusammen ermöglicht eine qualitativ hochwertige und ganzheitliche Beratung, sodass einer langfristigen Partnerschaft mit dem Kunden nichts im Wege steht. Im Interview erklärt uns Werner Biberacher, was seinen langfristigen Erfolg über drei Jahrzehnte ermöglicht hat.

Scoredex: Herr Biberacher, warum sind Sie so erfolgreich in der Versicherungsbranche?

Werner Biberacher: Fundiertes Fachwissen sowie ein erstklassiger Marktüberblick spielen eine große Rolle. Des Weiteren braucht der Kunde einen Berater, der seine Wünsche und Ziele versteht. Wir treffen auf folgende Problematik: Die Versicherer müssen auf Gewinn achten und ihre Versicherungsprodukte verkaufen, die zumindest für die Versicherungsgesellschaften positiv sind, jedoch nicht so sehr für den Kunden und den Vermittler.

Die meisten Vermittler tun sich schwer, den ganzen Dschungel von Angeboten und Produkten im Markt auseinander zu tüfteln, und überblicken nicht, was dann letztendlich auf die Ziele und Wünsche der Kunden passt. Viele Vermittler werden mit Produktschulungen einseitig geschult und haben dadurch auch nur einen begrenzten Marktüberblick. Wir haben einen großen Dschungel im Finanzbereich, den der Kunde nicht durchleuchtet und sich selbst die meisten Vermittler schwer tun.

Scoredex: Wie sehen Sie in diesem Dschungel Ihre Rolle?

Werner Biberacher: Ich helfe den Kollegen über Verbände und auf Schulungen mit fundierten Hilfstabellen und breiter Marktkenntnis. Als Hochschuldozent helfe ich den Studierenden zum Bachelorabschluss. Wir machen Aufklärungsarbeit mit Workshops, um die Maklerkollegen aufzurütteln. Die müssen aufpassen, dass sie immer den Kunden im Mittelpunkt haben.

Das ist relativ schwierig. Da viele Vermittler überfordert sind, können die auch nicht einfach den Schalter umlegen. Was man 20 oder 30 Jahre so gemacht hat, das kann man schwer von heute auf morgen ändern.

Und da hilft auch nicht die sogenannte Honorarberatung. Denn es ist ein Irrglaube, dass die Beratung dann besser ist, als auf Courtage-Basis. Ein guter Versicherungsmakler kann auf Courtage-Basis seinen Kunden mindestens genauso gut beraten wie ein Honorarberater.

Ich fühle mich in diesem Bereich zuhause, weil ich mich da seit 30 Jahren richtig reingefuchst habe. Ich habe hier auch einige Verbände mitgegründet und bin dort entweder im Vorstand oder sonst irgendwie aktiv. Jeden Tag arbeite ich daran, um die Dinge noch weiter zu verbessern.

Scoredex: Welche Rolle spielt dabei die PROMA Versicherungsmakler GmbH & Co. KG?

Werner Biberacher: Die PROMA Versicherungsmakler GmbH & Co. KG ist ein Zusammenschluss von damals zehn Versicherungsmaklern. Heute sind wir fast 60 Versicherungsmakler, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die untereinander Synergien nutzen. Aufgrund der Größe und Fachkompetenz haben wir neben Kostenersparnisse auch eine gewisse Marktmacht. Dadurch können wir dem Kunden einen besseren Service bieten, weil wir auch gegenüber dem Versicherer besser Paroli bieten.

Wir verstehen uns im Auftrag und als Konzeptersteller unserer Kunden. Den Versicherer lassen wir selbstverständlich leben – den brauchen wir ja –wir achten jedoch sehr stark auf das Preis/Leistungsverhältnis der Produkte. Unser Kunde soll nur die Beiträge zahlen, die für die wirklich wichtigen Risiken auch notwendig sind.

Wir vermitteln nicht jedes Produkt, nur weil die Versicherer dieses als genial anpreisen. Wir prüfen die Produkte und fordern auch Verbesserungen ein, bevor wir Produkte vermitteln. Wir sind da schon sehr eigensinnig und machen nicht das, was die Versicherungswirtschaft erzählt.

Scoredex: Welcher Versicherungsbereich ist der wichtigste?

Werner Biberacher: Wir sind zu 60 Prozent im Sachbereich tätig: Selbständige, kleiner Mittelstand und Privatkunden. Außerdem machen wir betriebliche und private Altersversorgung mit erstklassigen Konzepten, auch mit gut ausgeklügelten Investmentprodukten. Dies praktizieren wir dann über die FINANZINVEST Consulting GmbH. Dabei achten wir auf Transparenz und günstige Kostenstrukturen.

Scoredex: Sie sind ja schon sehr lange im Geschäft. Was können Sie über die Jahrzehnte an wichtigen Veränderungen beobachten?

Werner Biberacher: Die wichtigste Veränderung für den Kunden ist, dass er mehr Möglichkeiten hat, sich selbst zu informieren: z.B. über das Internet. Er muss nicht mehr alles glauben, wenn ein Berater zu ihm nach Hause kommt. Meist kommt es jedoch vor, dass der Kunde Halbwahrheiten kennt und dann doch wieder Fehler macht.

Im Vermittlerbereich haben sich in den letzten 20 Jahren die Regularien geändert. Der Vermittler muss mehr dokumentieren und sich immer mehr mit EDV und schlankeren Prozessen beschäftigen. Bei der Beratung wird mehr auf Qualität geachtet. Das Schwierige dabei ist, dass der einzelne Vermittler den gesamten Markt nicht mehr überblicken kann und mit vielen Bereichen überfordert ist. Die Versicherer versuchen immer stärker ihre Produkte unvergleichbar zu machen und eigene Vorteile in den Vordergrund zu stellen.

Bei den Versicherungsprodukten etwa sollte man nicht nur die Prämie vergleichen. Die Versicherungsprodukte werden mehr und mehr so gemacht, dass man nichts richtig vergleichen kann. Sonst würde vermutlich der eine oder andere Versicherer gar nichts mehr verkaufen. Die meisten Versicherer stellen nur ihre Highlights heraus und vergessen die Nachteile darzustellen. Vor allem die Kosten in den Produkten werden meist nur sehr schwammig dargestellt.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Unterschiede auszuloten und Konzepte zu stricken, damit alle etwas davon haben. Im Gegensatz zum Kunden mit dem „normalen Vermittler“. Der bleibt meist leider ein wenig auf der Strecke.

Die Versicherungsunternehmen haben auch einen Wandel hinter und bestimmt noch vor sich. Die haben sehr viele Probleme. Zum einen haben sie den Fokus in der Vergangenheit zu sehr auf den Vertrieb und zu wenig auf die Verwaltung gelegt. Sie haben sehr viel Geld investiert, um viel Umsatz zu generieren. Aber die EDV, die das ganze verwalten soll, ist meist nicht mitgewachsen. Große EDV-Probleme kamen auch durch verschiedene Versicherungsfusionen zustande.

Außerdem haben die Versicherer sehr große Probleme mit dem derzeitigen niedrigen Zinsniveau, immer strenger verordnete Eigenkapitalquoten und schwer verwertbare Anlagen wie zum Beispiel Asset Backed Securities oder nicht korrekt eingeschätzte Immobilienbestände.

Ein weiteres Problem für die Versicherer besteht darin, dass die Versicherten immer älter werden und auch hierfür schön längst andere Kalkulationen notwendig wären.

Derzeit werden die Produkte für den Kunden nicht besser, sondern eher schlechter und undurchsichtiger. Und die Rendite in den Altersversorgungsprodukten ist sehr weit unten. Die Versicherer haben über viele Jahre einige Risiken falsch eingeschätzt oder wurden vom Gesetzgeber in diese Handlungen getrieben. Kunde und Vermittler müssen dies jetzt ausbaden, damit der eine oder andere Versicherer wieder einigermaßen auf die Füße kommt.

Scoredex: Welcher Trends erwarten Sie für die Versicherungsbranche in den kommenden Jahren?

Werner Biberacher: Für den Sachbereich wünsche ich mir, dass es etwas einfacher geht, dass nicht mehr so viele undurchsichtige Sachen angebracht werden, dass einfache Richtlinien da sind. Die Dokumentation könnte standardisiert werden. Der Altersvorsorgebereich könnte kostengünstiger und transparenter werden. Vielleicht sollte besser getrennt werden zwischen dem wirklichen Versicherungsgedanken, also der Risikoabsicherung sowie dem Langlebigkeitsrisiko und dem Kapitalaufbau. So dass der Kunde die Transparenz zwischen der Anlage und der Absicherung hat.

Scoredex: Sie sind in der Branche sehr erfolgreich gewesen über die letzten Jahrzehnte. Welche Ihrer persönlichen Eigenschaften haben entscheidend zu Ihrem geschäftlichen Erfolg beigetragen?

Werner Biberacher: Ich denke, das sind mehrere Faktoren. Ich bin sehr hilfsbereit gegenüber meinen Kunden und Kollegen. Ich schaue auch über den Tellerrand, was USA und andere europäische Nachbarstaaten machen. Nicht der Produktverkauf, sondern ein Konzept und die ganzheitliche Beratung sollten beim Kunden im Mittelpunkt stehen.

Man sollte sich in den Kunden hineinversetzen können, sowie die Begabung haben, komplizierte Dinge einfach und verständlich erklären zu können. Besonders hilfreich ist es, wenn man Kolleginnen und Kollegen um sich hat, die genauso ticken und mit an einem Strang ziehen.

Scoredex: Sie sind ein zertifizierter Generationenberater. Was ist das genau?

Werner Biberacher: Das gehört zur ganzheitlichen Beratung. Wir beraten den Kunden in allen Finanzbereichen die er hat, aber auch bei den Themen wie Erbschaft, Schenkung, Unternehmensnachfolge und Vollmachten. Da werden viele Fehler gemacht, weil sich nur wenige auskennen. Wir sind hier im Team zwischen Rechtsanwalt, Notar, Steuerberater, die eher auf der rechtlichen Seite aktiv sind. Wir als Generationenberater sind für die Vermögensstruktur und Vermögensverschiebung zuständig.

Bei uns hat fast jeder Vermittler die Ausbildung als Generationenberater oder auch zum zertifizierten Berater für betriebliche Altersversorgung. Wir sind sehr stark auf Qualitätsberatung und nachhaltig guten Service ausgelegt.

Scoredex: Sie sind Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Was bringen Sie den jungen Leuten bei?

Werner Biberacher: Ich bin dort seit zehn Jahren Dozent. Die Intention war, dass ich die jungen Leute unterstütze, sich im finanziellen Bereich weiterzubilden, zu informieren und auch den Berufsstand in ein positiveres Licht zu bekommen.

Die jungen Leute kommen aus der Schule, kennen den Pythagoras, Hypotenuse und alles, was mit der Mathematik zusammenhängt. Sie können jedoch kein Darlehen, keinen Investmentfonds und keine Haftpflichtversicherung erklären. Sie wissen in dem Bereich eigentlich gar nichts.

Dann lassen sie sich ein unwichtiges oder teures Produkt verkaufen und nach einigen Jahren kommt das große Erwachen. Das möchten wir aufarbeiten. Wir wollen den jungen Menschen helfen, dass sie sich da bereits in den jungen Jahren zurechtfinden und eine gute Ausgangssituation für den späteren Finanzbereich haben.

Scoredex: Herr Biberacher, vielen Dank für das Gespräch.

Hochwertige Sachwertinvestments der Multi-Invest Sachwerte GmbH

Sachwerte sind derzeit in aller Munde. Investoren sind stets auf der Suche nach werterhaltenden und inflationsschützenden Produkten, die gleichzeitig höhere Renditen als klassische Produkte bieten. Einer der führenden, seriösen Anbieter für derartige Produkte ist die Multi-Invest GmbH und ihre Tochter, die Multi-Invest Sachwerte GmbH aus Frankfurt am Main.

Foto: Multi-Invest Sachwerte GmbH

Eine hohe Eigenkapitalausstattung von 7 Millionen Euro und eine nachhaltige hohe Profitabilität gewährleisten Kunden ein Maximum an Sicherheit bei gleichzeitig hohen Chancen, wirbt die Multi-Invest GmbH. Seit dem Jahr 2010 bietet das renommierte Finanzberatungsunternehmen über seine Tochtergesellschaft, die Multi-Invest Sachwerte GmbH die Möglichkeit Sach- und Realwertinvestments zu tätigen.

Die Multi-Invest Sachwerte GmbH konzipiert exklusive Produkte, die dem Kunden die physische Anlage in Edelmetalle, Technologiemetalle und Seltenen Erden ermöglichen. Die Finanzprodukte können individuell auf die Anforderungen des jeweiligen Vertriebspartners zugeschnitten werden

Ihren Kunden bietet die Multi-Invest Sachwerte GmbH gemeinsam mit der Multi-Invest GmbH ein breites Portfolio attraktiver Produkte. Hierzu gehören:

1. Vermögenswirksame Leistungen: Bis zu 80 Euro im Jahr (20% der Einzahlung) staatliche Förderung erhalten Anleger in dieser Produktkategorie, die von der Multi-Invest Sachwerte GmbH vermittelt wird. Mehr als in jeder anderen Produktkategorie.

2. Investmentsparen: Anlegern bietet die Multi-Invest Sachwerte GmbH die Möglichkeit sich in Form von Einmalzahlungen oder Ratensparplänen an verschiedenen Investmentsfonds der renommierten Sutor-Privatbank zu beteiligen.

3. Riester-Renten: Das Sutor-Riester-Depot bietet Anlegern die Möglichkeit sich eine staatlich geförderte, 100% abgesicherte Zusatzrente aufzubauen. Neben den Renditen aus Investmentfonds profitieren die Anleger der Multi-Invest Sachwerte GmbH von staatlicher Förderung und steuerlichen Vorteilen.

4. Gold und Edelmetalle: Neben der bekanntesten Inflationswährung Gold können Anleger, die sich von der Multi-Invest Sachwerte GmbH beraten lassen, auch in Silber, die leichten Platinmetalle Ruthenium, Rhodium, Palladium und die schweren Platinmetalle Osmium, Iridium, Platin investieren. Diese Anlagemetalle haben einen “inneren Wert”, sind nicht abhängig von Währungen oder anderen Derivaten. Sie sind transportabel, weltweit bekannt und gegen Geld oder andere Güter tauschbar.

5. Diamant Sparplan: Die Multi-Invest Sachwerte GmbH bietet ihren Kunden die Möglichkeit in konfliktfreie Diamanten mit internationalem Wertzertifikat zu investieren. Kunden, der Multi-Invest Sachwerte GmbH haben die Wahl zwischen einer ratierlichen Besparung (ab 50 Euro) und einer Einmalanlage (ab 2.000 Euro). Der Kauf erfolgt zirka 30% bis 40 % unter Juwelierpreis. Durch die Lagerung im Zollfreilager in der Schweiz entfällt die Umsatzsteuer beim Kauf.

6. Technologie-Metalle und Seltene Erden: Metalle, wie Indium, Neodym und Gallium gelten als besonders rar und daher wertsteigend. Gleiches gilt für die Metalle der Seltenen Erden, die zu 97 % aus China kommen. Kunden der Multi-Invest Sachwerte GmbH können zu Vorzugskonditionen in diese Assetklasse investieren.

7. Optimierung Hypothekenkredite: Die Multi-Invest Sachwerte GmbH unterstützt Kunden, die laufende, aber zu teure Hypothekenfinanzierungen laufen haben dabei, aus ihren Kreditverpflichtungen auszusteigen, und zu besseren Konditionen ihre Immobilien zu finanzieren. Viele Kunden können über die Laufzeit auf diese Weise Tausende von Euros sparen.

Eine Übersicht über alle Produkte der Multi-Invest Sachwerte GmbH finden Sie hier.

Zum Scoredex-Profil der Multi-Invest Sachwerte GmbH.

Mehr News über die Multi-Invest Sachwerte GmbH.

Die Investment-Formel von Berater Gernot Ramrath

Im Interview mit Scoredex verrät Gernot Ramrath, Vermögensberater bei Ramrath & Partners, seine Faustformel für das richtige Verhältnis von Sicherheit, Rendite und Liquidität. Laut Gernot Ramrath hängt dieses richtige Verhältnis aber immer auch von den individuellen Zielvorstellungen jedes einzelnen Investors ab.

Ramrath & Partner

Gernot Ramrath

Scoredex: Sie sind seit 20 Jahren erfolgreich als Vermögensberater am Markt. Wie funktioniert Vermögensberatung in Zeiten des Niedrigzinses?

Gernot Ramrath: Ich kann das nur aus unserer Sicht erläutern, wie wir das machen. Wenn wir mit einem Kunden zusammenarbeiten, dann unterhalten wir uns als allererstes über seine Ziele. Wir stellen die Frage, wohin die Reise eigentlich gehen soll, um herauszufinden, was unser Kunde eigentlich haben will. Und zwar nicht hinsichtlich eines Produktes, sondern seine grundlegende Intention, was ihm vorschwebt. Dann hat man schon einmal die grobe Zielrichtung.

Als nächstes beschäftigen wir uns mit der Frage, dies gilt insbesondere im Investmentbereich – hier sind wir auch schwerpunktmäßig tätig – was der Kunde sich nach seiner eigenen Risikoeinschätzung vorstellt. Wie ist die Risikoneigung? Schätzt er sich eher als offensiv oder eher als konservativ ein?

Ganz oft stellt sich an dieser Stelle heraus, dass die meisten Leute anfangs sagen, dass sie eher risikobewusst sind. Wenn dann aber aufgezeigt wird, was risikobewusst eigentlich heißt, beispielsweise dass es auch zu einem Totalausfall kommen kann, dann rudern sehr viele wieder zurück. Dann heißt es: „So risikobewusst bin ich dann doch nicht.“

Leider wird bei vielen unserer Mitbewerber dieser Punkt häufig übergangen, und es werden Risikoklassen ausgewählt, die auch Totalverlustrisiken beinhalten. Ich halte es für ein ganz entscheidendes Thema, dass man nicht versucht, den Kunden in ein Produkt zu pressen, den Kunden also passend zum Produkt zu gestalten, sondern den umgekehrten Weg geht und den entsprechenden Lösungsansatz sucht, der zum Kunden passt.

Scoredex: Wir bewegen uns also immer zwischen den Polen Rendite und Risiko?

Gernot Ramrath: Ja, generell. Sie haben ja dieses magische Dreieck: Sicherheit, Rendite und Liquidität. Häufig werden Produkte ja als eierlegende Wollmilchsau bezeichnet. Unter dem Motto: „Bei uns bekommen Sie 100 Prozent sichere Geldanlagen mit hoher Rendite. Sie können permanent über das Geld verfügen, wenn mal was ist, dann kommen Sie immer an das Geld ran. Risiken gibt es dafür keine.“ Wer Ihnen so etwas sagt, der lügt schlicht und einfach.

Uns fällt es relativ leicht, unseren Kunden aufzuzeigen, wie die Realität aussieht, wie sie aufgestellt sind. Wenn wir die Präferenzen dann erarbeitet haben, dann geht es an die Produktauswahl. Da fangen wir ja auch selten bei null an, die meisten haben ja schon irgendwas gemacht. Daher ist die Bestandsaufnahme auch so wichtig.

Wir gehen den Trend zur siebten Lebensversicherung jedenfalls nicht mit. Der ist nämlich dermaßen desaströs und ein Schuss ins Knie, dass ich fast immer abraten kann, indem man die typischen Sparprozesse von den sogenannten Risikobereichen trennt, weil es zu kostenintensiv ist, diese Hybridprodukte zu wählen. Wenn man den Kunden die Kosten mal aufzeigt, sind sie darüber häufig irritiert.

Scoredex: Sie empfehlen also eher eine Risikolebensversicherung und eine Fondsbeteiligung, anstelle einer klassischen kapitalbildenden Lebensversicherung?

Gernot Ramrath: Ganz genau, wenn denn der Todesfall abgesichert werden muss, beispielsweise bei einer Hausfinanzierung. Gleiches gilt aber auch bei der Berufsunfähigkeitsabsicherung, welche ja ein existenzielles Risiko darstellt und eigentlich genauso wichtig ist wie eine Haftpflicht oder Krankenversicherung. Diese wichtigen Punkte müssen als erstes geklärt werden.

Erst danach können wir uns fragen, wie die finanzielle Situation des Kunden eigentlich aussieht. Als erstes fragen wir dann, ob das Girokonto überzogen ist. Wenn das der Fall sein sollte, bringt es nämlich nichts, einen Sparvertrag zu zeichnen, sondern das Konto muss auf Vordermann gebracht werden.
Es gibt nämlich nichts Teureres, als wenn ein Kunde Geld für sein Geld bezahlt. Es ist viel besser, wenn er Geld für sein Geld bekommt. Daher achten wir darauf, dass erst einmal der finanzielle Haushalt beim Kunden in trockenen Tüchern ist. Hier stellt sich dann häufig heraus, dass wir selbst erst einmal pro bono tätig sind – das heißt ohne Bezahlung für die Arbeit, die wir als Unternehmen leisten.

Erst im zweiten Schritt, wenn die finanzielle Situation des Kunden geklärt ist und auf vernünftigen, soliden Beinen steht, dann kann man sich über das Thema Kapitalaufbau unterhalten. Dann geht es um die Ziele: eine eigene Immobilie, dann braucht man ein wenig Eigenkapital, sonst wird die Finanzierung zu teuer.

Oder die Immobilie existiert schon beim Kunden, was bei uns als Vermögensverwalter häufig vorkommt, dann muss man sich Gedanken darüber machen, welche Sparprozesse von Nöten sind, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Manchmal müssen wir den Kunden auch stoppen und erklären, dass der Weg, den er plant, auch Risiken beinhaltet, zum Beispiel dass es dann keine freie Liquidität mehr gibt.

Scoredex: Gibt es eine Faustformel, die Sie empfehlen?

Gernot Ramrath: Ja, da spielt zwar das individuelle Bedürfnis eines jeden Kunden eine Rolle, aber generell kann man sagen: Girokonto mindestens auf null, es sollte auch ein Gehalt auf diesem Konto vorhanden sein.

Zusätzlich sollte man sechs Gehälter auf dem Tagesgeldkonto haben, falls mal die Spülmaschine kaputt geht oder die Waschmaschine oder alles zusammen – und auch noch eine Autoreparatur dazukommt. Damit Sie dann nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, sondern auch kurzfristig die Möglichkeit haben, auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren.

Erst dann unterhalten wir uns über Investments in der nächsten Risikostufe. Beispielsweise kann man dann über Festgeld nachdenken. Das ist eine sichere und rentable Geldanlage, aber das Thema Liquidität bleibt auf der Strecke, weil ich erst nach ein oder zwei Jahren, je nachdem wie die Laufzeit gewählt wird, wieder die Möglichkeit habe, über mein Geld zu verfügen.

Das ist nicht einfach, man muss eine vollständige Haushaltsplanung machen. Bei uns geschieht dies über ein System namens Moneycheck – das ist nichts anderes als ein Financial Planning, das alle Einnahmen und Ausgaben im kurz-, mittel- und langfristigen Rahmen erfasst. Und auch die Sparprozesse im kurz-, mittel- und langfristigen Bereich erfasst.

Ganz wichtig ist zudem, dass man mit dem Kunden kontinuierlich zusammenarbeitet. Wir haben eine sehr hohe Vertragsdichte bei unseren Kunden, weil wir kontinuierlich Kontakt halten. Wenn es einen Nachtrag gibt, sei es von einer Versicherung oder einem Investment, dann nehmen wir automatisch Kontakt mit dem Kunden auf.

Gerade im Versicherungsbereich muss man das Portfolio immer im Blick haben, weil sich so viel ändert. Dann informieren wir unsere Kunden, wenn es Sparpotentiale gibt. Und zwar nicht wegen der Provisionen, denn im Versicherungsbereich ist der Aufwand häufig höher als die Provision. Aber durch den Spareffekt wird Liquidität beim Kunden frei, die im zweiten Schritt anderweitig genutzt werden kann.

Scoredex: Was sind die häufigsten Fehler, die Sparer machen, die sich nicht ganzheitlich beraten lassen?

Gernot Ramrath: Vor allem die Gutgläubigkeit und der Unwille, sich umfassend mit dem Produkt auseinanderzusetzen. Häufig herrscht die Einstellung vor, einfach mal zu vertrauen oder ein Produkt aus dem Bauch heraus zu zeichnen. Das ist der vollkommen falsche Weg. Man muss sich eingehend mit den Themen befassen – und auch wir sind gefordert, uns mit dem Kunden hinzusetzen, um Schritt für Schritt die Punkte durchzugehen und eine geeignete Strategie zu entwickeln.

Wir müssen uns auch immer fragen, welche Vor- und Nachteile die jeweilige Lösung hat, welche Chancen und Risiken die jeweilige Strategie mit sich bringt. Denn eine Medaille hat immer zwei Seiten. Es gibt einige Vorteile, aber es gibt auch immer Nachteile. Und man muss die Nachteile auch ganz klar aufzeigen.

Dadurch, dass wir versuchen, dies so neutral wie möglich zu kommunizieren, haben wir auch eine sehr gute Akzeptanz am Markt. Mittlerweile sind wir im 21. Jahr. Ich denke das spricht für den Weg, den wir gehen. Der Erfolg gibt uns Recht.

Scoredex: Herr Ramrath, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Zum Scoredex-Profil von Ramrath & Partner.

Co.net-Verbrauchergenossenschaft: 15 Jahre erfolgreicher Genossenschaftsbetrieb

Thomas Lindberg

Co.net-Chef Thomas Lindberg

Nächstes Jahr feiert die Co.net-Verbrauchergenossenschaft e.G. aus Drochtersen ihren 15ten Geburtstag. Seit der Gründung im Jahr 2001 konnte die Co.net Verbrauchergenossenschaft unter Leitung der Gründer Thomas Limberg, Dr. Jörg Wild, Gerhard Köhnhold und vier weiteren Gründungsmitgliedern ihren Mitgliedern durch Kooperationen mit renommierten Handelspartnern tausendfache Vorteile im Alltag bieten.

Neben diversen Einkaufs- und Rabattvorteilen investiert die Co.net-Verbrauchergenossenschaft die Genossenschaftsbeiträge laufend in lukraative Sachwerte, wodurch die Mitglieder von soliden, jährlichen Rückzahlungen profitieren können.

Alle Anteilseigner der Co.net-Verbrauchergenossenschaft erhalten beispielsweise eine gebührenfreie Master Card mit der sie beim Einkauf bei Kooperationspartnern der Co.net-Verbrauchergenossenschaft bis zu 30% Rabatt erhalten.

Des Weiteren können Co.net-Mitglieder auch Urlaub in Ferienimmobilien machen, die der Co.net-Verbrauchergenossenschaft und somit den Mitgliedern gehören. Selbstverständlich erhalten Co.net-Genossen spezielle Sonderkonditionen für ihren Traumurlaub, den sie auf http://conet-holiday.de/ buchen können.

Da sich die Co.net-Verbrauchergenossenschaft ausschließlich den Interessen ihrer Genossen verpflichtet fühlt, hat die Geschäftsführung ein Modell entworfen, dass maximale Sicherheit bietet. Hierzu schreibt das Unternehmen:

“Gemeinsam mit unserem Versicherungspartnern Euler Hermes Deutschland AG und Allianz AG ist ein umfassender Schutz gewährleistet. Darin ist neben der Kapitalversicherung auch eine spezielle Haftpflichtversicherung für unseren Vorstand und Aufsichtsrat enthalten. Durch die Kombination der Policen sind von Veruntreuung bis zur Fehlentscheidung der Vorstände und Aufsichtsräte auch weitere Sonderrisiken versichert, darunter zum Beispiel Vertragsstrafen, Reputationsschaden, Risiken wie Raub, Diebstahl, Fälschung, Hacking einschließlich Phishing, Pharming und Spyware, Fehlhandlungen aller Mitarbeiter inklusive Fremdpersonal, die für CO.NET tätig sind.”

Und auch von Scoredex hat sich die Co.net-Verbrauchergenossenschaft auf Herz und Nieren prüfen lassen. Geprüft wurden die Merkmale Risikoprävention, soziales Umfeld, Bonität Unternehmen, Georating, Medienresonanz, Branchenvergleich, finanzielle Situation des Unternehmens, Kontinuität, Referenzen und Ausbildung. Die Einzelauswertungen sowie Teil- und Gesamtratings für CO.NET können Sie unter folgendem Link einsehen:
Zur Bewertung der CO.NET Verbrauchergenossenschaft e.G.

Interessenten an der Co.net-Verbrauchergenossenschaft können sich hier unverbindlich informieren.

Finmap AG: Freie Wahl für alle Kunden

Viele Kunden tun sich schwer bei der Suche nach einem Versicherungsberater ihres Vertrauens. Das Problem: Häufig sind die Berater nicht unabhängig und suggerieren einen Versicherungsvergleich. Dafür ist die Beratung dann aber auch provisionsgetrieben. Doch nicht bei der Finmap AG.

Das junge, dynamische Unternehmen Finmap AG kann auf die mehr als 50-Jährige Erfahrung der Volz Gruppe AG als serviceorientiertes Finanzvermittlungsunternehmen zurückgreifen. Ausschließlich auf Kundenwunsch führen die Finmap-Berater eine unabhängige Analyse der finanziellen Verhältnisse der Kunden sowie deren Versicherungssituation durch und beraten im Anschluss unabhängig über Möglichkeiten zur Optimierung der Versicherungen und Investitionsverträge.

Selbstverständlich können sich Finmap-Kunden im Vorfeld selbst auf der Unternehmenswebseite informieren, Verträge abschliessen oder einen Beratungstermin vereinbaren. Eine Kontaktaufnahme durch die Finmap-Berater erfolgt ausschließlich auf Kundenwunsch. Denn das Unterenhmen hat sich selbst die Philosophie verordnet, ausschließlich im Kundeninteresse zu arbeiten: “finmap ist Ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung bei Versorgungs- und Absicherungsfragen.”

Die Partner der Finmap AG und der Volz Gruppe AG für Die Bereiche Privathaftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung, Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung, Hundehaftpflichtversicherung, Pferdehaftpflichtversicherung, Krankenzusatzversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Rentenversicherung, Risikolebensversicherung, Unfallversicherung, aber auch Ratenkredite, Bausparen, Mietausfallversicherung und Baufinanzierung sind:

ABN AMRO, ACM Bernstein, Activest (D), Allianz, Alte Leipziger, Alte Oldenburger, Ammerländer, Ampega, ARAG, Aspecta, Axa IM, Axa, Barings, Barmenia, Bayerische, Beamtenkasse, Canada Life, Central, Clerical Medical Investment, Cominvest, Concordia, Continentale, Credit Suisse, D.A.S., DBV-Winterthur, Delta Lloyd, Deutscher Ring, DEVK, Dialog, DVK, DWS, EUROPA, Fidelity, FINGRO, Franklin Templeton, Frankfurt Trust, Friends Provodent, Gartmore, Generali, Gerling, Gothaer, Haftpflichtkasse Darmstadt, Hallesche, Hamburg-Mannheimer, Hannoversche Leben, Hanse Merkur, HDI Privat Versicherung, Heidelberger Leben, Helvetia, HISCOX, HSBC, Ideal, Inter, Interlloyd, InterRisk, Invesco, JP Morgan, Karlsruher LV, Liberty Europe, LV 1871, Neue Leben, Nordea, Nordinvest, Nürnberger, NV-Versicherung, Münchener Verein, Pictet, Pioneer, Rechtsschutz Union, Rechtsschutz- versicherung, Rhion, R+V, SEB, Signal Iduna, Skandia, Standard Life, Stuttgarter, Süddeutsche, Swiss Life, Threadneedle, UBS, Universa, VHV, Victoria, Volksfürsorge, Volkswohl Bund, Vorsoge LV, Warburg, WWK und Zürich Agrippina.

Multi Invest Sachwerte GmbH aus Frankfurt bewertet

multi invest sachwerte gmbhDas Finanzdienstleistungsunternehmen Multi Invest Sachwerte GmbH aus Frankfurt wurde im Juli 2010 gegründet und befindet sich aktuell unter der Leitung von Bernd und Alexander Walleczek.

SCOREDEX geprüfte Finanzberater & VermögensberaterÜber Multi Invest Sachwerte

Als unabhängiger Finanzdienstleister entwickelt Multi Invest Anlage-Konzepte im Bereich Sach- & Realwerte und setzt diese im Vertrieb um. Das Leistungsspektrum des Unternehmens reicht dabei von Vermögenswirksamen Leistungen über Gold- und Edelmetallsparpläne bis hin zur physischen Anlage von Technologie-Metallen und Seltenen Erden.

Das Unternehmen betont seine Substanz unter anderem aufgrund einer hohen Eigenkapitalausstattung von etwa 7 Mio. Euro und erhebt dabei den Anspruch auf seine Führungsrolle innerhalb der Branche. Multi Invest arbeitet gemäß eigener Angaben mit etwa 1.800 Vermittlern zusammen, welche insgesamt eine Reichweite von ca. 250.000 Kunden aufweisen.

Zur Sicherheit von Anlagebeträgen seiner Klienten erklärt Multi Invest auf Ihrer Webseite: “Wir verwahren Kundengelder im Sondervermögen inkl. Wirtschaftsprüfertestat.”.

Im firmeneigenen Videoclip stellt sich Multi Invest Sachwerte in nur 3 Minuten vor, inkl. Statements des CEO’s Bernd Walleczek. Klicken Sie dazu einfach auf das Bild. Sie landen sodann auf der Über Uns-Seite der Finanz- und Vermögensberatung . Der Film befindet sich im untersten Teil der Seite:

bernd walleczek über multi invest gmbh

SCOREDEX-Bewertung der Multi Invest Sachwerte GmbH

Zum Unternehmensdossier! SCOREDEX - Transparenz schafft Vertrauen!Bei der SCOREDEX-Bewertung erreicht Multi Invest Sachwerte insgesamt 4 von 5 Sternen.

Geprüft wurden die Merkmale finanzielle Situation des Unternehmens, Medienresonanz, Referenzen, Ausbildung, Finanzielle Situation des Entscheiders, Bonität Unternehmen, Bonität Entscheider, Juristische Merkmale, Georating und Branchenvergleich.

 >> Zur SCOREDEX-Bewertung der Multi Invest Sachwerte GmbH

PC finance GmbH aus Herne von SCOREDEX bewertet

SCOREDEX Unternehmensbewertung und -gütesiegel der PC Finance GmbH

Die unabhängige Finanzberatung PC finance aus Herne wurde bereits im Jahr 1994 gegründet und befindet sich aktuell unter der Leitung des Inhabers Hans-Peter Clausen.

SCOREDEX geprüfte Finanz- und VermögensberaterSeit nun mehr über 10 Jahren betreut PC finance Privatkunden und Unternehmen in Fragen rund um die Themen Finanzen und Versicherungen und arbeitet dabei eng mit dem eigenen Netzwerk aus Unternehmens- und Steuerberatern zusammen. Dabei verfolgen die Honorarberater gemäß eigener Angaben den Grundsatz “Beratung zuerst” und den Anspruch eines gesamtheitlichen Consultings.

Das Angebot der PC finance GmbH aus Herne umfasst im Detail die im Folgenden aufgelisteten Leistungen:

- Honorarberatung/Finanzplanung
- Ruhestandsplanung/Altersvorsorge
- Risikomanagement (Arbeitskraft, Gesundheit, Vermögensabsicherung)
- Private Krankenversicherung
- Kapitalanlagen (Investmentfonds, Wertpapiere, Beteiligungen)
- Unternehmensberatung (Existenzgründung, Fördermittelberatung)
- Finanzierungen

SCOREDEX-Bewertung

Die Auswertung der vorliegenden Daten hat aktuell einen Gesamt-SCOREDEX von 824 ergeben.

Bei der Bewertung der einzelnen Kriterien erreicht das Unternehmen überwiegend gute bis exzellente Ergebnisse.

Geprüft wurden die Merkmale: Finanzielle Situation des Unternehmens, Ausbildung, Soziales Umfeld, Georating, Medienresonanz, Kontinuität, Risikoprävention, Referenzen, Finanzielle Situation des Entscheiders, Bonität Unternehmen, Bonität Entscheider, Juristische Merkmale und Branchenvergleich.

>>Zur SCOREDEX-Bewertung der PC finance GmbH