Digital-Strategie: Jung DMS & Cie. kauft Geld.de

Sebastian Grabmaier

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstand von Jung, DMS & Cie.

Die JDC Group AG, das Mutterunternehmen des Maklerpools Jung DMS & Cie., kauft im Zuge der Digitalisierungsstrategie des Konzerns das Finanzportal Geld.de von der Unister-Gruppe.

Sebastian Grabmaier, Vorstand der JDC Group AG, setzt bereits seit Jahren auf Digitalisierung um den neuen Anforderungen der Finanz- und Versicherungsbranche gerecht zu werden. Allen angeschlossenen Maklern sowie Versicherungsnehmern bietet Jung DMS & Cie. mit der App „Allesmeins“ eine Art digitalen Versicherungsorder zur Verwaltung von Versicherungen und Kapitalanlagen.

Durch den Kauf von Geld.de erhält die JDC Group AG Zugang zu hunderttausenden Kunden des Onlineportals. Diesen wird in Zukunft auch der digitale Versicherungsordner „Allesmeins“ angeboten werden.

JDC-Chef Dr. Sebastian Grabmaier setzt auf „hybride Beratung“

Erklärungsarme Produkte werden in Zukunft vermehrt online abgeschlossen werden, aber komplexere Produkte, insbesondere Altersvorsorge und Krankenversicherungen, werden auch in Zukunft eine persönliche Beratung benötigen, so die These von Dr. Sebastian Grabmaier. Daher setzt Jung, DMS & Cie. auch auf eine Hybridberatung.

Dieses Modell könne die Berater entlasten, meint Grabmaier, da sich diese dann auf die erklärungsbedürftigen Produkte konzentrieren und dem Kunden damit eine noch bessere Beratung anbieten können.

Der große Vorteil der Maklerpools sei es, dass sie sowohl online, als auch offline ihren Kunden Hilfestellung bieten können.

„Durch unsere hybride Strategie, die persönliche Beratung mit modernster Finanztechnologie kombiniert, können wir Endkunden ein hochattraktives Angebot in allen Finanzfragen machen und unseren Maklern damit neue Kunden und zusätzliche Geschäfts- und Vergütungsmodelle erschließen”, kommentiert Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender von Jung, DMS & Cie., die Transaktion gegenüber dem Branchenmagazin Versicherungswirtschaft.de.

„In der Kombination aus „allesmeins“ und Geld.de, gemeinsam mit unseren ca. 16.000 Vertriebspartnern sind wir das marktführende Advisortech-Unternehmen in Europa und wollen die Zukunft des freien Finanzvertriebs neu definieren.”

Die JDC Group AG sieht Grabmaier optimal gerüstet. Der Konzern sei das beste Beispiel, dass durch Fusionen und Digitalstrategie Wachstumsimpulse ausgelöst werden können.

Fintechs in der Versicherungsbranche: Google gibt auf!

Sergey Brin

Google-Gründer Sergey Brin

Vor einem Jahr war Google angetreten die Versicherungsbranche das Fürchten zu lehren. Kunden sollten ihre Versicherungen nicht mehr wie gewohnt bei ihrem Versicherungsmakler unterschreiben, sondern nach einem Vergleich bei dem Vergleichsdienst Google Compare online abschließen. Jetzt wird der Dienst sang- und klanglos abgeschaltet.

Die Branche zitterte vor der Marktmacht des Silicon Valley Riesen Google. Mit nahezu unbegrenzten Mitteln wäre es dem derzeit wertvollsten Konzern der Welt ein leichtes die Spielregeln der Branche neu zu definieren und den etablierten Marktteilnehmern das Geschäft zu zerstören.

Doch anders als erwartet zeigten die Versicherungskunden wenig Interesse am Google-Angebot und blieben bevorzugt bei ihren Versicherungsfachleuten, welche vor allem mit persönlichem Kontakt beim Kunden punkten konnten. Nun zieht Google die Konsequenz und stampft den Vergleichsdienst zum 23. März 2016 ein. In einem Schreiben teilt der Konzern mit:

„Obwohl die Menschen sich auf der Suche nach Finanzdienstleistungen an Google wenden, hat der Dienst Google Compare nie den erhofften Erfolg gehabt. Wir wissen Ihre Partnerschaft zu schätzen und uns ist auch klar, dass diese Entscheidung einige enttäuschen wird.“

Google Compare dürfte nicht das letzte Fintech sein, das mit großen Erwartungen in den Markt für Finanz- und Versicherungsleistungen einsteigt – und anschließend mit zusammengekniffenen Schwanz vom Hof gejagt wird. Denn die Kosten für einen Markteintritt sind teils enorm.

Das viel gelobte Versicherungs-Fintech Clark bietet beispielsweise bis zu 150 Euro Bestandskundenprämie, wenn ein Kunde das Portfolio verschiebt. Ob die so geworbenen Kunden sich für das Unternehmen jemals rechnen darf dabei bezweifelt werden – profitloses Wachstum sei das, lästern Kritiker.

Viele Fintechs haben im Vorhinein wohl nicht mit der massiven Gegenwehr der Branche gerechnet.

Die großen Maklerpools wie Fonds Finanz und Jung, DMS & Cie., die Zugriff auf einen großen Teil der Vertriebskapazitäten haben sowie riesige Bestände verwalten, kontern die Angriffe der Fintechs mit eigenen Software- und App-Lösungen.

Maxpool, ein Hamburger Maklerpool, kündigte bereits an, dass man in keinem Fall mit Fintechs kooperieren würde. Geschäftsführer Oliver Drewes nennt die Fintechs „Bestandsräuber“, die nur zu gerne auf eine qualitative Beratung verzichten. „Kooperationen mit FinTechs, die nur Bestände einsammeln, halten wir für nicht partnerschaftlich gegenüber Maklern, die verantwortungsvoll für eine individuelle Kundenberatung einstehen“, kommentiert Drewes gegenüber dem Versicherungsboten.

Und eines haben viele Fintechs wohl wie Google unterschätzt: die konservative Versicherungsbranche ist flexibler als angenommen – insbesondere auf der Vermittlerseite. Selbst einstige Konkurrenten arbeiten neuerdings gemeinsam an Abwehrstrategien und generieren Größen- und Skaleneffekte. Und wenn Kooperationen nicht mehr helfen, konsolidiert sich die Branche.

Bereits seit Jahren fusionieren Maklerpools zu immer größeren Einheiten.

Und zwar erfolgreich, wie Dr. Sebastian Grabmaier, Chef des Maklerpools Jung, DMS & Cie, erklärt. JDC sei das beste Beispiel, dass Fusionen unter Pools Wachstumsimpulse auslösen und erfolgreich sein können. Eine gewisse Größe der Einkaufsgemeinschaften würde es neuen Akteuren schwer machen, zu den etablierten Anbietern aufzuschließen, erklärt Grabmaier.

Allerdings sei es noch wichtiger möglichst gut auf die sich schnell verändernden Marktgegebenheiten zu reagieren. „Dies gilt insbesondere in den immer wichtiger werdenden Bereichen Beratungs- und Abwicklungstechnologie, für den auch immer höher werdende Anteile des Deckungsbeitrages verwendet werden“, so Grabmaier.

Maklerpools: Dr. Sebastian Grabmaier erwartet Konsolidierung

Deutschlands Maklerpools stehen seit einigen Jahren unter Druck. Nachwuchsmangel, die Herausforderungen der Digitalisierung sowie neue, aggressive Konkurrenten machen den etablierten Playern das Leben schwer. Dr. Sebastian Grabmaier, Chef von Jung, DMS & Cie., setzt auf zwei Wege um auch in Zukunft die Marktrelevanz seines Maklerpools zu sichern: Digitalisierung und Konsolidierung.

Sebastian Grabmaier

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstand von Jung, DMS & Cie.

Der Maklerpool Jung, DMS & Cie. AG (JDC) wurde 2003 im Zuge eine Fusion der Dr. Jung & Partner GmbH mit der DMS Deutsche Maklerservice AG und der Finanzplan Fonds-Marketing GmbH gegründet. Durch die kontinuierliche, erfolgreiche Arbeit sowie kleinere Fusionen, beispielsweise mit Advisortech und Gamax, konnte der Vorstandsvorsitzende Dr. Sebastian Grabmaier die JDC AG zu einem der führenden Maklerpools in Deutschland entwickeln.

Seit einigen Jahren sieht sich die Poolbranche allerdings neuen Herausforderungen ausgesetzt, auf die es zeitnah zu reagieren gilt. Hierzu gehören neben der zunehmenden Digitalisierung, die auch die Vermittlerszene mittlerweile voll erfasst hat, ernsthafte Nachwuchssorgen sowie eine erstarkende Konkurrenz von jungen Fintech-Unternehmen, die sich vorgenommen haben, den etablierten Versicherungsvermittlern das Geschäft streitig zu machen.

Die Antwort der Branche lautete vor allem Konsolidierung.

Eine Entwicklung, die sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen wird, meint Dr. Sebastian Grabmaier. Im Interview mit Cash online erklärt der JDC-Chef: „Nicht jeder Pool muss zwanghaft alle Produktgruppen oder Services abdecken, und da könnten sich komplementär aufgestellte Pools gut ergänzen oder gleich aufgestellte Pools durch gemeinsame Prozesse Synergien heben.“

JDC sei das beste Beispiel, dass Fusionen unter Pools Wachstumsimpulse auslösen und erfolgreich sein können. Eine gewisse Größe der Einkaufsgemeinschaften würde es neuen Akteuren schwer machen, zu den etablierten Anbietern aufzuschließen, erklärt Grabmaier.

Allerdings sei es noch wichtiger möglichst gut auf die sich schnell verändernden Marktgegebenheiten zu reagieren. „Dies gilt insbesondere in den immer wichtiger werdenden Bereichen Beratungs- und Abwicklungstechnologie, für den auch immer höher werdende Anteile des Deckungsbeitrages verwendet werden“, so Grabmaier.

Dr. Sebastian Grabmaier sieht vor allem die Digitalisierung der Branche als zentrale Herausforderung an.

Daher habe Jung, DMS & Cie. früh begonnen in die Entwicklung eigener Technologien zu investieren und mache beispielsweise mit der App „allesmeins.de“ den erstarkenden Fintech-Unternehmen Konkurrenz.

Bei der fachlichen Kompetenz und beim Kundenzugang könnten die Neulinge bisher eh nicht mithalten. Der große Vorteil der Maklerpools sei es, dass sie sowohl online, als auch offline ihren Kunden Hilfestellung bieten können. „In dieser Form der hybriden Beratung – online und persönlich – sehen wir große Chancen für moderne Berater und Vermittler: Digitalisierung bedeutet höhere Marktanteile für diejenigen, die verstanden haben, wie sie sich effizient und effektiv aufstellen können und sich auf das Wesentliche konzentrieren“, erklärt Dr. Sebastian Grabmaier im Cash-Interview.

Das Gute für JDC-Kunden sei laut Grabmaier, dass sie sowohl vom Komfort moderner Technologien profitieren gleichzeitig aber ihren gewohnten Ansprechpartner behalten können – ein Luxus den Fintechs nicht liefern.

Auch der Marktführer Fonds Finanz, dessen Chef Norbert Porazik die Fintech-Konkurrenz lange unterschätzt hat, setzt mittlerweile auf Digitalisierung.

Ab dem 1. Februar 2016 steht angeschlossenen Vermittlern des Maklerpools Fonds Finanz Maklerservice GmbH eine neu entwickelte App zur Verfügung. Das Tool soll Maklern im Alltag ihr Geschäft erleichtern und vollständig individualisierbar sein.

“Mit unserer neuen App muss kein Makler mehr die Konkurrenz von großen Vergleichsportalen oder Fintechs fürchten”, kommentierte Norbert Porazik, geschäftsführender Gesellschafter der Fonds Finanz, gegenüber dem Branchenmagazin cash online. “Wir geben ihnen ein vollwertiges virtuelles Maklerbüro an die Hand, das auch Endkunden begeistern wird.”

Aragon AG wird zur JDC Group AG

Der Wiesbadener Finanzdienstleister Aragon AG firmiert in Zukunft als JDC Group AG. Mit der Namensänderung unterstreicht das Unternehmen die Neuausrichtung und Fokussierung auf die Vertriebstöchter Jung DMC & Cie. und Finum. Der Schwerpunkt der JDC Group AG soll neben dem Segment Advisory auf dem neusten Unternehmensegment Beratertechnologie (Advisorytech) liegen.

Logo der JDC Group AG

Am 31.7.2015 stimmte die Hauptversammlung der JDC Group AG den Plänen der Vorstände Dr. Sebastian Grabmaier (CEO) und Raplph Konrad (CFO) zum Umbau der ehemaligen Aragon AG und Umfirmierung mit 100% der Stimmanteile zu. Unter dem neuen Claim der JDC Group “Best Advice. Better Technology” wird die JDC Group AG sich in Zukunft auf das Kernsegment Beratung sowie den neu gegründeten Bereich Beratungstechnologie fokussieren.

Vor allem von der Technologiesparte verspricht sich die JDC Group AG starke Wachstumsimpulse. Geplant ist die Entwicklung moderner, technologiebasierter Tools zur Vertriebsunterstützung im Fintech- und Advisorybereich. Hiervon sollen sowohl Vertriebsmitarbeiter als auch Kunden der JDC Group AG und der Tochterunternehmen profitieren.

JDC-CEO Dr. Sebastian Grabmaier erläutert die Neuausrichtung: “Mit eindrucksvollen Zahlen wollen wir uns mit unserem Segment “Advisortech” schnell unter den führenden Fintech-Unternehmen in Europa positionieren. Während viele Fintech-Start-Ups bei Null beginnen und vor allem Geld für Kundenakquisition ausgeben müssen, setzt unsere Technologiesparte auf mehr als 16.000 angeschlossenen Vertriebspartnern, mehr als 900.000 Endkunden, einem betreuten Bestand von mehr als 4 Milliarden Euro und mehr als 1 Milliarde Neugeschäft pro Jahr auf.”

CFO Ralph Konrad ergänzt: “Die Konzentration auf die Bereiche Advisory und Advisortech wird sich positiv auf die Entwicklung unserer Tochterunternehmen, deren Berater und die betreuten Endkunden und damit letztendlich auch auf die Ertragszahlen der JDC Group auswirken. Während 2015 noch ein Jahr der Transformation und der Investitionen in den Technologiebereich sein wird, in dem wir nur eine leichte Profitabilität erwarten, sollte der Gewinn der JDC Group ab 2016 deutlich steigen. Für 2016 erwarten wir einen Umsatz zwischen 90 und 100 Mio. Euro und ein EBITDA von mindestens 5 Mio. Euro.”

Auch im klassischen Bereich Advisory erwarten die JDC-Vorstände Wachstumsimpulse. Vorallem die fortschreitende Konsolidierung der Branche sowie die kontinuierlichen Zunahme der Regulierung und stetig steigende Qualitätsanforderungen der Endkunden ist für die JDC Group AG als führenden deutschen Maklerpool ein Wachstumsmotor. Denn viele Einzelkämpfer, aber auch andere kleinere Pools und Vertriebe sehen sich aufgrund der erhöhten Komplexität veranlasst, sich Jung, DMS & Cie. anzuschließen.

Unter anderem soll ein wichtiger Wachstumstreiber im Segment “Advisory” die “DMR Deutsche Makler Rente” (www.deutsche-makler-rente.de) sein: Jung, DMS & Cie. erwirbt Maklerbestände von Vertriebspartnern, die ihr Geschäft aus Alters- oder Gesundheitsgründen aufgeben und betreut deren Endkunden dann direkt oder sucht geeignete Nachfolger für den Maklerbestand. Zur Finanzierung der Bestandsakquisitionen hat die Jung, DMS & Cie. vor einigen Wochen erfolgreich einen Bond mit einem Volumen von 15 Mio. Euro emittiert.

Maklerpools: Haftung für Mitglieder

Für das unlautere Verhalten seiner Makler haftet der Pool

Das zumindest hat das OLG in einem Urteil vor etwa 2 Monaten entschieden. Bis dahin galten Makler aufgrund Ihrer Unabhängigkeit nicht unbedingt wie Handelsvertreter als Beauftragte. § 8 Abs. 2 UWG regelt nämlich diese Haftung des Unternehmers gegenüber seinen Mitarbeitern sowie Beauftragten.

Die besten Maklerpools/Finanzvertriebe in DeutschlandGemäß des Beschlusses können sich Maklerpools auch nicht auf die Unkenntnis oder zu geringe Möglichkeit der Einflussname auf die Makler berufen. Zumindest dann nicht, wenn der Maklerpool mit seinen Maklern so verbunden sei, dass z. B. die Vermittlung eines neuen Vermittlers dem Pool selbst wie auch dem Vermittelnden im wirtschaftlichen Sinne zu Gute komme.

Denn trotz formaler Trennung bildeten Pools und angeschlossene Makler eine Einheit im Sinne des Zurechnungstatbestandes, wenn ein Kooperationsvertrag zwischen beiden Parteien abgeschlossen wurde, Leistungen des Pools durch den Makler in Anspruch genommen werden und der Makler Courtagen von dem Pool erhält.

Ausgelöst wurde diese Entscheidung durch einen Streitfall, bei welchem Makler eines Pools mittels unlauterer Taktiken versuchten, Handelsvertreter abzuwerben und zum Beschäftigungsverhältnis in Form des Maklers zu überreden. Dabei wurde mit irreführenden und herabsetzenden Aussagen über die vertretene Vertriebsgesellschaft hantiert.

Der Pool hatte seinen Maklern unter dem Vorbehalt einer gesondert zu schließenden Vereinbarung eine Zuführungscourtage in Aussicht gestellt, wenn diese Partner für die Kooperation gewinnen. Der Pool ging bezüglich des Urteils gar in die in Folge gescheiterte Berufung, mit der Begründung, dass bezüglich der Anwerbung neuer Mitglieder mit den Maklern keine vertragliche Vereinbarung existiert habe.

Die Abweisung der Berufung wurde mit der grundsätzlichen Bereitschaft des Pools zur Erfolgsbeteiligung und der Kenntnis der Makler darüber begründet. In der Folge sehen sich Maklerpools nun gezwungenermaßen dazu veranlasst, rechtliche Einflussmöglichkeiten auf die Werbeaktivitäten von Maklern zu schaffen.

Von dem Urteil betroffen sind unter anderem die großen Maklerpools. Dazu zählen vor allem diese 5:

Aragon
Fonds Finanz
Jung DMS & Cie.
pantera
Primea Invest
STATUS Beratung
WIFO


Quelle der Information: Cash Online, Autor: Rechtsanwalt Jürgen Evers von der Kanzlei Blanke Meier Evers Rechtsanwälte

SCOREDEX stellt vor: Aragon Aktiengesellschaft

SCOREDEX bewertet Aragon AG

Aragon-SCOREDEXDer Wiesbadener Finanzdienstleister Aragon wurde 2004 gegründet und befindet sich unter der Leitung von Herrn Dr. Sebastian Grabmaier (CEO) und Herrn Ralph Konrad (CFO). Der Geschäftszweck des Unternehmens ist die Beratung und Vermittlung von Finanzprodukten über ihre Tochtergesellschaften, welche vorrangig im deutschsprachigen Raum und in Osteuropa tätig sind. Diese betreuen über 25.000 Finanzvermittler und Handelsvertreter. Die Umsatzerlöse des Unternehmens setzen sich aus Provisionserlösen und zunehmend aus Honorarvereinbarungen zusammen. Aragon zählt über 1 Mio. Kunden.

Die besten Maklerpools / FinanzvertriebeZu den über 12.000 Produkten von etwa 1.000 Produktgesellschaften, die Aragon an Finanzintermediäre und Endkunden vermittelt bzw. vermarktet, gehören vor allem Investment- und Geschlossene Fonds, Strukturierte Produkte, Versicherungen und (Bau-) Finanzierungen. Ende 2012 erzielte Aragon einen Absatz von ca. 2 Mrd. Euro und verwaltete Assets im Wert von rund 4 Mrd. Euro.

Bis 2012 verfolgte Aragon einen Buy-and-Build-Ansatz, von dem sich das Unternehmen aus strategischen Gründen allerdings verabschiedet hat. Seither konzentriert man sich auf die Kernbereiche Vermittlung von Finanzprodukten über freie Makler (MaklerpoolJung, DMS & Cie. und BIT) sowie die Vermittlung von Finanzprodukten über Handelsvertreter (Finanzvertrieb – FiNUM.Private Finance und compexx Finanz).

Die Zielgruppen und Dienstleistungen segmentiert Aragon in die beiden operativen Geschäftsbereiche „Broker Pools“ und „Financial Consulting“. Die im Vertriebsgeschäft tätigen Subunternehmen agieren bezüglich der Vermarktung und der Distribution unabhängig und selbstständig von der Muttergesellschaft.

Als Holding vereint die Aragon AG zusammen mit einigen weiteren zugehörigen Verwaltungsgesellschaften zentrale Managementaufgaben wie Einkauf, Finanzen, Kommunikation, Technologie und Verwaltung unter einem Dach. Innerhalb der Holding ist Herr Dr. Sebastian Grabmaier für die Ressorts Unternehmensstrategie, Unternehmenskommunikation und Marketing, Recht und Richtlinien (Compliance), sowie Produktpartnerschaften/Einkauf und Vertrieb zuständig, Herr Ralph Konrad für Finanzen, Personal, Mergers & Acquisitions und Investitionsmanagement.

Zu den Gesellschaftern der Aragon AG zählen: Aragon Holding GmbH 23%, Grace Beteiligungs GmbH (23%), AXA Lebensversicherung AG (18%), Superior Finanzbeteiligungen GmbH (9%), Citigroup Financial Products Inc. (7%) und Credit Suisse International ULC (5%). 15% der Gesellschaftsanteile befinden sich in Streubesitz.

Beim SCOREDEX-Seriositätscheck erreicht Aragon insgesamt ein sehr gutes Ergebnis (siehe Link unten):

>>Aragon-SCOREDEX

SCOREDEX - Der Seriositätscheck