Fidentum GmbH – Lars Wüstemann: Wie funktioniert ein Pfandhaus

Wie ein Pfandhaus funktioniert, erklärt Lars Wüstemann, Geschäftsführer der Fidentum GmbH in Hamburg, im Gespräch mit Scoredex. Fidentum lässt Anleger über eine Fonds-Beteiligung an den Gewinnen des Pfandhauses Lombardium teilhaben. Wegen der hinterlegten Faustpfänder gilt dies als ein sicheres Investment.

Lars Wüstemann

Lars Wüstemann, Geschäftsführer der Fidentum GmbH

Das Pfandhaus Lombardium wendet sich vor allem an vermögende Leute, die kurzfristig Liquidität brauchen. Diese können zum Beispiel ihren Oldtimer als Faustpfand hinterlegen. Dadurch ist der Kredit eine sichere Sache – auch für die Investoren, die dem Pfandhaus über einen Fonds der Fidentum GmbH das nötige Bargeld bereitstellen. Scoredex sprach mit Geschäftsführer Lars Wüstemann.

Scoredex: Herr Wüstemann, was ist ein Pfandkredit?

Lars Wüstemann: Ein Pfandkredit ist ein festgelegter Kredit, der sich aus der Pfandleiher-Verordnung ergibt. So kann ein Unternehmen mit entsprechender Zulassung – wie beispielsweise Lombardium – für das Pfandgewerbe jemandem Geld gewähren gegen Faustpfand. Das heißt, jemand kommt mit seinem Wertgegenstand zu Lombardium, und Lombardium guckt sich das an, prüft die Echtheit, prüft, wie hoch der Wert ist, und lässt sich darüber ein Gutachten anfertigen.

Dann lässt man bei Lombardium noch einmal interne Kontrollen drüber laufen, um zu ermitteln, wie sich dieser Wertgegenstand bisher am Markt entwickelt hat. Daraus wird dann ein Angebot an den Pfandgeber beziehungsweise Kunden gemacht. Und dieser Kunde kann dann zum Beispiel in Höhe von 30 Prozent des ermittelten Wertes einen Pfandkredit nehmen.

Scoredex: Können Sie das anhand eines Beispiels verdeutlichen?

Lars Wüstemann: Ein klassisches Beispiel: Sie haben einen Oldtimer, der aktuell 150.000 Euro wert ist. Nachdem der interne Prüfungsprozess abgeschlossen ist, wird das Angebot über 50.000 Euro verbindlich. Sollten Sie zustimmen, wird das Fahrzeug als Faustpfand bei Lombardium eingelagert. Es befindet sich dann zwar noch im Eigentum des Einlieferers, aber nicht mehr in seinem Zugriff, weil es verwahrt wird. Und solange der Pfandkredit nicht wieder zurückbezahlt wird, wird dieses Fahrzeug nicht wieder herausgegeben. Darüber hinaus müssen natürlich noch Zinsen und Gebühren bezahlt werden.

Scoredex: Was passiert, wenn der Pfandkredit nicht fristgerecht getilgt wird?

Lars Wüstemann: Wenn nur Zinsen und Gebühren gezahlt werden, nicht aber der Kredit zurückgezahlt wird, dann wird das Auto versteigert. Es kann auch sein, dass die Zinsen und Gebühren nicht gezahlt werden, dann wird das Auto auch versteigert. Man könnte auch andere Wege finden, zum Beispiel im Rahmen eines freien Verkaufs, bei dem man das Auto inseriert.

Bei Kunstgegenständen kämen auch Auktionen wie bei Sotheby´s oder Christie´s in Frage, die nicht einer Zwangsversteigerung entsprechen, wie sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Eine Verwertung wird also in Absprache mit dem Kunden getroffen. Und der Kunde ist natürlich daran interessiert, dass der Preis möglichst hoch ist. Warum? Weil er natürlich möchte, dass deutlich mehr erzielt wird, als das, was er schuldet. Alles darüber hinaus gehört ihm natürlich auch.

Scoredex: Worauf genau hat sich Lombardium spezialisiert?

Lars Wüstemann: Lombardium hat sich im Unterschied zu kleineren Pfandhäusern auf werthaltige Vermögensgegenstände spezialisiert. Kleinere Pfandhäuser handeln mit zum Beispiel Elektronikgeräten oder auch mal mit einer Uhr. Das durchschnittliche Pfand beträgt 300 Euro, während dieser Wert bei etwa bei 100.000 Euro liegt.

Lombardium wendet sich allerdings nicht an Personen, die einen Pfandkredit benötigen, um den täglichen Bedarf zu decken, sondern Lombardium wendet sich an Leute, die zwar im Moment liquiditätsarm, aber dennoch vermögend sind. Es gibt ja durchaus auch reiche Leute, die mal Liquiditätsengpässe haben. Und wenn ich Vermögen habe, möchte ich nicht immer gleich alles veräußern, zumal das auch einen gewissen Zeitraum in Anspruch nimmt, so einen Gegenstand zu veräußern. Und ich möchte natürlich so schnell wie möglich auf das Geld zugreifen.

Und mit dieser Klientel arbeitet Lombardium zusammen. So kommen die Kunden relativ schnell – manchmal schon innerhalb einer Woche – an ihr Geld. Und gleichzeitig bleibt der Gegenstand im Eigentum, solange man den Pfandkredit später bezahlt.

Scoredex: Wie können Anleger von Pfandkrediten profitieren?

Lars Wüstemann: Wir bieten dazu mit dem Lombard Classic ein einzigartiges Produkt an. Der Kunde erhält eine Gewinnbeteiligung von 7 Prozent und hat gleichzeitig eine kurze Laufzeit von drei Jahren und eine hohe Sachwertsicherung in Form von Faustpfändern bei Lombardium. Die 7-Prozent-Rendite wird dadurch gewährleistet, dass durch 1 Prozent Monatszins und 2 bis 2,5 Prozent Gebühr eine ganze Menge Ertrag generiert werden kann.

Durch die Faustpfänder hat die Treuhänderin die Sicherheit dafür, dass diese Darlehen auch zurückgeführt werden. Für alle Darlehen, die Lombardium zur Verfügung gestellt werden, gibt es eine zweckentsprechende Verwendung. Daraus ergibt sich, dass jeder Pfandkredit auch Forderungen – Pfandkredit, Zinsen und Gebühren – generiert. Diese Forderungen, die notfalls aus einer Versteigerung abgedeckt werden, lässt sich die Treuhänderin natürlich zur Sicherheit für die Beteiligungsgesellschaft und die Anleger abtreten.

Scoredex: In den letzten Jahren sind die Preise am Kunstmarkt regelrecht explodiert. Wie wirkt sich das auf Lombardium und Anleger des Lombard Classic aus?

Lars Wüstemann: Uns ist das im Endeffekt nur recht, wenn die Preise am Kunstmarkt steigen, denn wir haben davon am Ende nur Vorteile. Vor einigen Wochen ist beispielsweise ein Kunstgegenstand ins Pfand gekommen und eingewertet worden. Und dadurch, dass die Preise gestiegen sind, steigt natürlich auch die Sicherheit. Aber man wird bei Lombardium keine höheren Erträge erzielen, die über die Zinsen und Gebühren hinausgehen. Der Differenzbetrag geht ja an den Pfandgeber.

Dennoch darf man natürlich nicht annehmen, dass die Preise immer weiter steigen. Man muss beim Einwerten darauf achten, wie die Verläufe einzelner Pfandgegenstände sind und einen realistischen Blick für die Preisentwicklung haben. Eventuell muss man sich auch fragen, ob jede Preisentwicklung einfach mitgeht oder Abschläge macht. Da bedarf es schon etwas Fingerspitzengefühl. Aber generell finden wir das natürlich toll, dass der Kunstmarkt nicht in die andere Richtung geht.

Scoredex: Mit den Lombard-Fonds geht FIDENTUM nun bereits ins vierte Jahr. Wie ist die aktuelle Nachfrage und wie erklären Sie sich den Erfolg?

Lars Wüstemann: Wir legen mittlerweile sogar schon den fünften Fonds auf – Lombard, Lombard Plus, Lombard Classic 1, 2 und 3. Bald werden alle Fonds bis auf Lombard Classic 2 und 3 vollständig zurückbezahlt sein. Der Erfolg des Produktes ergibt sich aus den drei Kriterien kurze Laufzeit, gute Rendite und der dahinterstehende Sachwert.

Dazu ist das Geschäftsmodell von Lombardium sehr leicht zu verstehen. Es werden Gelder gegen einen werthaltigen Vermögensgegenstand vergeben. Das ist ein tolles Geschäftsmodell, bei man sehr gut verdienen kann, und das haben viele auch verstanden, weshalb diese Produkte so gut laufen.
Das einzige geringfügige Problem bei dem Geschäftskonzept ist, dass man diese Vermögensgegenstände nicht an jeder Straßenecke verwerten kann. Das heißt, sie brauchen immer einen Käufer, der in dem Moment auch den entsprechenden Preis bezahlen kann. Dann kann das Problem auftauchen, dass man nicht punktgenau Gelder verfügbar hat, wie man das im Allgemeinen aus dem Bankgeschäft kennt.

Da ist die große Abgrenzung: Lombardium macht kein Bankgeschäft. Lombardium macht ein dynamisches Geschäft, dass mit Kunst- und Vermögenswerten zu tun hat. Lombardium hat auch ein Portfolio mit vielen Faustpfändern. Aber diese Faustpfänder müssen auch wieder vom Markt aufgenommen werden. Solange wir keinen Käufermarkt haben, sodass einem die Sachen aus der Hand gerissen werden, solange können wir die Zahlungen auch schwerer tagaktuell einplanen.

Scoredex: Wie schafft man in Ihrem Geschäft den Spagat zwischen Transparenz und Diskretion?

Lars Wüstemann: Die Diskretion muss natürlich gewahrt werden. Bei Lombardium gibt es ja in dem Sinne keine Laufkundschaft. Deshalb gibt Lombardium auch keine Informationen bezüglich einzelner Kunstwerke oder Namen von Pfandeinlieferern heraus. Es werden nur bestimmte Kennzahlen bereitgestellt.

Lombardium hält sich auch aus Datenschutzgründen mit diesen Informationen etwas bedeckt, und das kann ich auch nachvollziehen. Natürlich stellt die Beteiligungsgesellschaft Jahresabschlüsse zur Verfügung und gibt Informationen zu Lombardium an die Anleger heraus. Wir haben auch gezielt die Kommunikation verstärkt. Wir werden auch demnächst Zahlen zum Lombardium präsentieren, allerdings nicht so, wie man sich das aus einem Wirtschaftsprüferbericht vorstellt.

Scoredex: Herr Wüstemann, vielen Dank für das Gespräch.


Zum Scoredex-Profil der Fidentum GmbH

Fidentum: Hohe Renditen mit Pfandkrediten

SCOREDEX stellt vor: Fidentum GmbH

SCOREDEX bewertet Fidentum

 SCOREDEX-Bewertung der Fidentum GmbHDas Hamburger Emissionshaus Fidentum unter der Führung von Herrn Lars Wüstemann wurde im November 2009 gegründet. Der Name selbst soll die Werte des Emissionshauses verkörpern, “fidentia” und “fides” sind lateinisch und bedeuten “Zuversicht” und “Vertrauen”.

Der Fokus der Gesellschaft liegt in der Konzeption und dem Vertrieb von Beteiligungs- und Investitions-Angeboten für Privatanleger und institutionelle Investoren.

Die besten Emittenten

Aktuell platziert Fidentum in Kooperation mit dem Lombardhaus Lombardium sein Beteiligungsangebot Lombard Classic 3 mit einem Emissionsvolumen von 30.000.000 Euro, bei welchem es sich um einen klassischen Pfandkredit handelt.

Im Downloadbereich stellt Fidentum eine Vielzahl an Informationsunterlagen und Dokumenten zu seinen Produkten bereit.

Fidentum-Organigramm:

LC3-Struktur-3

 

 

 

 

 

 

 

 

>>Fidentum-SCOREDEX

SCOREDEX - Der Seriositätscheck