JDC-Chef Dr. Sebastian Grabmaier kritisiert Deutschland-Rente-Konzept

Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstand Jung, DMS & Cie.

Drei hessische Minister wollen mit dem Konzept „Deutschland-Rente“ einen neuen Rentenfonds gründen, um eine zusätzliche private Altersvorsorge attraktiver zu machen. Die Versicherungslobby läuft Sturm gegen den Plan von Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Sozialminister Stefan Grüttner und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer.

„Wir schlagen eine einfache, sichere und günstige zusätzliche Altersvorsorge vor: die Deutschland-Rente, ein Standardprodukt für jedermann. Sie wird zum Selbstkostenpreis von einem zentralen Rentenfonds verwaltet, damit das Geld, das Bürger für ihre zusätzliche Altersvorsorge beiseitelegen, sicher vor überteuerten Angeboten ist“, schreiben die Minister in einem Positionspapier.

Die Deutschland-Rente soll ein Rentenfonds sein, der nach dem Vorbild des norwegischen Staatsfonds strukturiert, frei von politischem Einfluss und ohne Gewinnabsicht arbeiten soll. Der sogenannte Deutschlandfonds soll seine Anlagen breit streuen und eine vergleichsweise hohe Aktienquote haben.

Die Einzahlung in den Fonds soll nach den Plänen der hessischen Minister, wie bei der Rentenversicherung, direkt durch den Arbeitgeber erfolgen. „Die Einzahlung erfolgt daher unbürokratisch auf bereits etabliertem Weg. Die Anlage der eingezahlten Beiträge obliegt dann dem Deutschlandfonds, einem eigenständigen zentralen Rentenfonds, der ohne eigenes Gewinninteresse auf Selbstkostenbasis arbeitet und geschützt vor politischem Zugriff ist“, heißt es in dem Positionspapier.

Die Pläne für eine Deutschland-Rente stossen auf massiven Widerstand der Versicherungsbranche.

“Den Staat selbst quasi als Überkonkurrent in den Markt einzuführen, ist nicht nur wettbewerbsrechtlich sondern auch ordnungspolitisch verfehlt”, wettert Peter Schwark in der “FAZ”. Es sei zudem keineswegs erwiesen, dass ein staatlich verwalteter Fonds kostengünstiger sei als eine marktwirtschaftliche Lösung, warnt das Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Auch Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstand des Maklerpools Jung, DMS & Cie. sieht das Konzept der Deutschland-Rente ausserordentlich kritisch. Das Konzept habe drei große Fehler, „die es zu einem Albtraum machen“, erklärt Grabmaier im Interview mit Das Investment.

Als erste große Schwäche nennt Dr. Sebastian Grabmaier die Zuständigkeit des Staats für die Anlagestrategie. Es gebe aber in der „Geschichte kein einziges Beispiel dafür, dass der Staat den Markt langfristig schlagen kann“, so Grabmaier. Es bestehe das Risiko, dass ein Staats-Fonds sozialpolitische und planwirtschaftliche Zwecke verfolgen würde und dabei das gewünschte Ziel einer nachhaltigen Altersvorsorge aus den Augen verliert.

Die zweite große Schwäche eines Zentralfonds ist laut Grabmaier das Einheitskonzept des Fonds, welches die persönliche Situation des Einzahlers in keiner Weise berücksichtigt. Gerade jungen Arbeitnehmern würde hierdurch die Möglichkeit genommen, durch eine hohe Aktienquote langfristig höhere Erträge zu erzielen. Lebenszyklusmodelle seien jedoch ein „Wesensmerkmal aller modernen Alterssicherungssysteme. Einheitsmodelle dagegen vergeben Renditechancen“, erklärt der JDC-Chef Grabmaier.

Das dritte Problem eines großen Staatsfonds sieht Dr. Sebastian Grabmaier in der Verzerrung der Wirtschaft. Schon aufgrund der schieren Größe eines Deutschland-Fonds würde der Fonds innerhalb kurzer Zeit enormen Einfluss auf die Unternehmensfinanzierung und damit automatisch auch auf die Unternehmenssteuerung auf Hauptversammlungen und im Aufsichtsrat von Aktiengesellschaften haben.

Das Argument vermeintlicher Kostenvorteile sieht Grabmaier hingegen skeptisch. Kostenvorteile durch Entfall von Vertriebskosten würden schnell durch höhere Verwaltungskosten und Ineffizienzen der Kapitalanlagen aufgefressen.

Interview mit Werner Biberacher

Werner Biberacher

Werner Biberacher

Werner Biberacher ist seit 1987 Finanz- und Versicherungsmakler und gehört zu den erfolgreichsten Playern der Branche. Seit 1997 ist er Gesellschafter-Geschäftsführer der PROMA Versicherungsmakler GmbH & Co. KG und seit 2008 Gesellschafter-Geschäftsführer der FINANZINVEST Consulting GmbH.

Die PROMA Versicherungsmakler GmbH & Co. KG ist zuständig für das Versicherungsgeschäft. Sie hat die Zulassung nach §34c und §34d GewO. Die FINANZINVEST Consulting GmbH übernimmt die Vermögensverwaltung. Aus rechtlicher Sicht ist sie ein dem BaFin unterstelltes Finanzdienstleistungsinstitut nach §32 KWG, damit die Kunden auf Augenhöhe mit den Banken beraten werden können.

Dies zusammen ermöglicht eine qualitativ hochwertige und ganzheitliche Beratung, sodass einer langfristigen Partnerschaft mit dem Kunden nichts im Wege steht. Im Interview erklärt uns Werner Biberacher, was seinen langfristigen Erfolg über drei Jahrzehnte ermöglicht hat.

Scoredex: Herr Biberacher, warum sind Sie so erfolgreich in der Versicherungsbranche?

Werner Biberacher: Fundiertes Fachwissen sowie ein erstklassiger Marktüberblick spielen eine große Rolle. Des Weiteren braucht der Kunde einen Berater, der seine Wünsche und Ziele versteht. Wir treffen auf folgende Problematik: Die Versicherer müssen auf Gewinn achten und ihre Versicherungsprodukte verkaufen, die zumindest für die Versicherungsgesellschaften positiv sind, jedoch nicht so sehr für den Kunden und den Vermittler.

Die meisten Vermittler tun sich schwer, den ganzen Dschungel von Angeboten und Produkten im Markt auseinander zu tüfteln, und überblicken nicht, was dann letztendlich auf die Ziele und Wünsche der Kunden passt. Viele Vermittler werden mit Produktschulungen einseitig geschult und haben dadurch auch nur einen begrenzten Marktüberblick. Wir haben einen großen Dschungel im Finanzbereich, den der Kunde nicht durchleuchtet und sich selbst die meisten Vermittler schwer tun.

Scoredex: Wie sehen Sie in diesem Dschungel Ihre Rolle?

Werner Biberacher: Ich helfe den Kollegen über Verbände und auf Schulungen mit fundierten Hilfstabellen und breiter Marktkenntnis. Als Hochschuldozent helfe ich den Studierenden zum Bachelorabschluss. Wir machen Aufklärungsarbeit mit Workshops, um die Maklerkollegen aufzurütteln. Die müssen aufpassen, dass sie immer den Kunden im Mittelpunkt haben.

Das ist relativ schwierig. Da viele Vermittler überfordert sind, können die auch nicht einfach den Schalter umlegen. Was man 20 oder 30 Jahre so gemacht hat, das kann man schwer von heute auf morgen ändern.

Und da hilft auch nicht die sogenannte Honorarberatung. Denn es ist ein Irrglaube, dass die Beratung dann besser ist, als auf Courtage-Basis. Ein guter Versicherungsmakler kann auf Courtage-Basis seinen Kunden mindestens genauso gut beraten wie ein Honorarberater.

Ich fühle mich in diesem Bereich zuhause, weil ich mich da seit 30 Jahren richtig reingefuchst habe. Ich habe hier auch einige Verbände mitgegründet und bin dort entweder im Vorstand oder sonst irgendwie aktiv. Jeden Tag arbeite ich daran, um die Dinge noch weiter zu verbessern.

Scoredex: Welche Rolle spielt dabei die PROMA Versicherungsmakler GmbH & Co. KG?

Werner Biberacher: Die PROMA Versicherungsmakler GmbH & Co. KG ist ein Zusammenschluss von damals zehn Versicherungsmaklern. Heute sind wir fast 60 Versicherungsmakler, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die untereinander Synergien nutzen. Aufgrund der Größe und Fachkompetenz haben wir neben Kostenersparnisse auch eine gewisse Marktmacht. Dadurch können wir dem Kunden einen besseren Service bieten, weil wir auch gegenüber dem Versicherer besser Paroli bieten.

Wir verstehen uns im Auftrag und als Konzeptersteller unserer Kunden. Den Versicherer lassen wir selbstverständlich leben – den brauchen wir ja –wir achten jedoch sehr stark auf das Preis/Leistungsverhältnis der Produkte. Unser Kunde soll nur die Beiträge zahlen, die für die wirklich wichtigen Risiken auch notwendig sind.

Wir vermitteln nicht jedes Produkt, nur weil die Versicherer dieses als genial anpreisen. Wir prüfen die Produkte und fordern auch Verbesserungen ein, bevor wir Produkte vermitteln. Wir sind da schon sehr eigensinnig und machen nicht das, was die Versicherungswirtschaft erzählt.

Scoredex: Welcher Versicherungsbereich ist der wichtigste?

Werner Biberacher: Wir sind zu 60 Prozent im Sachbereich tätig: Selbständige, kleiner Mittelstand und Privatkunden. Außerdem machen wir betriebliche und private Altersversorgung mit erstklassigen Konzepten, auch mit gut ausgeklügelten Investmentprodukten. Dies praktizieren wir dann über die FINANZINVEST Consulting GmbH. Dabei achten wir auf Transparenz und günstige Kostenstrukturen.

Scoredex: Sie sind ja schon sehr lange im Geschäft. Was können Sie über die Jahrzehnte an wichtigen Veränderungen beobachten?

Werner Biberacher: Die wichtigste Veränderung für den Kunden ist, dass er mehr Möglichkeiten hat, sich selbst zu informieren: z.B. über das Internet. Er muss nicht mehr alles glauben, wenn ein Berater zu ihm nach Hause kommt. Meist kommt es jedoch vor, dass der Kunde Halbwahrheiten kennt und dann doch wieder Fehler macht.

Im Vermittlerbereich haben sich in den letzten 20 Jahren die Regularien geändert. Der Vermittler muss mehr dokumentieren und sich immer mehr mit EDV und schlankeren Prozessen beschäftigen. Bei der Beratung wird mehr auf Qualität geachtet. Das Schwierige dabei ist, dass der einzelne Vermittler den gesamten Markt nicht mehr überblicken kann und mit vielen Bereichen überfordert ist. Die Versicherer versuchen immer stärker ihre Produkte unvergleichbar zu machen und eigene Vorteile in den Vordergrund zu stellen.

Bei den Versicherungsprodukten etwa sollte man nicht nur die Prämie vergleichen. Die Versicherungsprodukte werden mehr und mehr so gemacht, dass man nichts richtig vergleichen kann. Sonst würde vermutlich der eine oder andere Versicherer gar nichts mehr verkaufen. Die meisten Versicherer stellen nur ihre Highlights heraus und vergessen die Nachteile darzustellen. Vor allem die Kosten in den Produkten werden meist nur sehr schwammig dargestellt.

Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Unterschiede auszuloten und Konzepte zu stricken, damit alle etwas davon haben. Im Gegensatz zum Kunden mit dem „normalen Vermittler“. Der bleibt meist leider ein wenig auf der Strecke.

Die Versicherungsunternehmen haben auch einen Wandel hinter und bestimmt noch vor sich. Die haben sehr viele Probleme. Zum einen haben sie den Fokus in der Vergangenheit zu sehr auf den Vertrieb und zu wenig auf die Verwaltung gelegt. Sie haben sehr viel Geld investiert, um viel Umsatz zu generieren. Aber die EDV, die das ganze verwalten soll, ist meist nicht mitgewachsen. Große EDV-Probleme kamen auch durch verschiedene Versicherungsfusionen zustande.

Außerdem haben die Versicherer sehr große Probleme mit dem derzeitigen niedrigen Zinsniveau, immer strenger verordnete Eigenkapitalquoten und schwer verwertbare Anlagen wie zum Beispiel Asset Backed Securities oder nicht korrekt eingeschätzte Immobilienbestände.

Ein weiteres Problem für die Versicherer besteht darin, dass die Versicherten immer älter werden und auch hierfür schön längst andere Kalkulationen notwendig wären.

Derzeit werden die Produkte für den Kunden nicht besser, sondern eher schlechter und undurchsichtiger. Und die Rendite in den Altersversorgungsprodukten ist sehr weit unten. Die Versicherer haben über viele Jahre einige Risiken falsch eingeschätzt oder wurden vom Gesetzgeber in diese Handlungen getrieben. Kunde und Vermittler müssen dies jetzt ausbaden, damit der eine oder andere Versicherer wieder einigermaßen auf die Füße kommt.

Scoredex: Welcher Trends erwarten Sie für die Versicherungsbranche in den kommenden Jahren?

Werner Biberacher: Für den Sachbereich wünsche ich mir, dass es etwas einfacher geht, dass nicht mehr so viele undurchsichtige Sachen angebracht werden, dass einfache Richtlinien da sind. Die Dokumentation könnte standardisiert werden. Der Altersvorsorgebereich könnte kostengünstiger und transparenter werden. Vielleicht sollte besser getrennt werden zwischen dem wirklichen Versicherungsgedanken, also der Risikoabsicherung sowie dem Langlebigkeitsrisiko und dem Kapitalaufbau. So dass der Kunde die Transparenz zwischen der Anlage und der Absicherung hat.

Scoredex: Sie sind in der Branche sehr erfolgreich gewesen über die letzten Jahrzehnte. Welche Ihrer persönlichen Eigenschaften haben entscheidend zu Ihrem geschäftlichen Erfolg beigetragen?

Werner Biberacher: Ich denke, das sind mehrere Faktoren. Ich bin sehr hilfsbereit gegenüber meinen Kunden und Kollegen. Ich schaue auch über den Tellerrand, was USA und andere europäische Nachbarstaaten machen. Nicht der Produktverkauf, sondern ein Konzept und die ganzheitliche Beratung sollten beim Kunden im Mittelpunkt stehen.

Man sollte sich in den Kunden hineinversetzen können, sowie die Begabung haben, komplizierte Dinge einfach und verständlich erklären zu können. Besonders hilfreich ist es, wenn man Kolleginnen und Kollegen um sich hat, die genauso ticken und mit an einem Strang ziehen.

Scoredex: Sie sind ein zertifizierter Generationenberater. Was ist das genau?

Werner Biberacher: Das gehört zur ganzheitlichen Beratung. Wir beraten den Kunden in allen Finanzbereichen die er hat, aber auch bei den Themen wie Erbschaft, Schenkung, Unternehmensnachfolge und Vollmachten. Da werden viele Fehler gemacht, weil sich nur wenige auskennen. Wir sind hier im Team zwischen Rechtsanwalt, Notar, Steuerberater, die eher auf der rechtlichen Seite aktiv sind. Wir als Generationenberater sind für die Vermögensstruktur und Vermögensverschiebung zuständig.

Bei uns hat fast jeder Vermittler die Ausbildung als Generationenberater oder auch zum zertifizierten Berater für betriebliche Altersversorgung. Wir sind sehr stark auf Qualitätsberatung und nachhaltig guten Service ausgelegt.

Scoredex: Sie sind Lehrbeauftragter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Was bringen Sie den jungen Leuten bei?

Werner Biberacher: Ich bin dort seit zehn Jahren Dozent. Die Intention war, dass ich die jungen Leute unterstütze, sich im finanziellen Bereich weiterzubilden, zu informieren und auch den Berufsstand in ein positiveres Licht zu bekommen.

Die jungen Leute kommen aus der Schule, kennen den Pythagoras, Hypotenuse und alles, was mit der Mathematik zusammenhängt. Sie können jedoch kein Darlehen, keinen Investmentfonds und keine Haftpflichtversicherung erklären. Sie wissen in dem Bereich eigentlich gar nichts.

Dann lassen sie sich ein unwichtiges oder teures Produkt verkaufen und nach einigen Jahren kommt das große Erwachen. Das möchten wir aufarbeiten. Wir wollen den jungen Menschen helfen, dass sie sich da bereits in den jungen Jahren zurechtfinden und eine gute Ausgangssituation für den späteren Finanzbereich haben.

Scoredex: Herr Biberacher, vielen Dank für das Gespräch.

Die Investment-Formel von Berater Gernot Ramrath

Im Interview mit Scoredex verrät Gernot Ramrath, Vermögensberater bei Ramrath & Partners, seine Faustformel für das richtige Verhältnis von Sicherheit, Rendite und Liquidität. Laut Gernot Ramrath hängt dieses richtige Verhältnis aber immer auch von den individuellen Zielvorstellungen jedes einzelnen Investors ab.

Ramrath & Partner

Gernot Ramrath

Scoredex: Sie sind seit 20 Jahren erfolgreich als Vermögensberater am Markt. Wie funktioniert Vermögensberatung in Zeiten des Niedrigzinses?

Gernot Ramrath: Ich kann das nur aus unserer Sicht erläutern, wie wir das machen. Wenn wir mit einem Kunden zusammenarbeiten, dann unterhalten wir uns als allererstes über seine Ziele. Wir stellen die Frage, wohin die Reise eigentlich gehen soll, um herauszufinden, was unser Kunde eigentlich haben will. Und zwar nicht hinsichtlich eines Produktes, sondern seine grundlegende Intention, was ihm vorschwebt. Dann hat man schon einmal die grobe Zielrichtung.

Als nächstes beschäftigen wir uns mit der Frage, dies gilt insbesondere im Investmentbereich – hier sind wir auch schwerpunktmäßig tätig – was der Kunde sich nach seiner eigenen Risikoeinschätzung vorstellt. Wie ist die Risikoneigung? Schätzt er sich eher als offensiv oder eher als konservativ ein?

Ganz oft stellt sich an dieser Stelle heraus, dass die meisten Leute anfangs sagen, dass sie eher risikobewusst sind. Wenn dann aber aufgezeigt wird, was risikobewusst eigentlich heißt, beispielsweise dass es auch zu einem Totalausfall kommen kann, dann rudern sehr viele wieder zurück. Dann heißt es: „So risikobewusst bin ich dann doch nicht.“

Leider wird bei vielen unserer Mitbewerber dieser Punkt häufig übergangen, und es werden Risikoklassen ausgewählt, die auch Totalverlustrisiken beinhalten. Ich halte es für ein ganz entscheidendes Thema, dass man nicht versucht, den Kunden in ein Produkt zu pressen, den Kunden also passend zum Produkt zu gestalten, sondern den umgekehrten Weg geht und den entsprechenden Lösungsansatz sucht, der zum Kunden passt.

Scoredex: Wir bewegen uns also immer zwischen den Polen Rendite und Risiko?

Gernot Ramrath: Ja, generell. Sie haben ja dieses magische Dreieck: Sicherheit, Rendite und Liquidität. Häufig werden Produkte ja als eierlegende Wollmilchsau bezeichnet. Unter dem Motto: „Bei uns bekommen Sie 100 Prozent sichere Geldanlagen mit hoher Rendite. Sie können permanent über das Geld verfügen, wenn mal was ist, dann kommen Sie immer an das Geld ran. Risiken gibt es dafür keine.“ Wer Ihnen so etwas sagt, der lügt schlicht und einfach.

Uns fällt es relativ leicht, unseren Kunden aufzuzeigen, wie die Realität aussieht, wie sie aufgestellt sind. Wenn wir die Präferenzen dann erarbeitet haben, dann geht es an die Produktauswahl. Da fangen wir ja auch selten bei null an, die meisten haben ja schon irgendwas gemacht. Daher ist die Bestandsaufnahme auch so wichtig.

Wir gehen den Trend zur siebten Lebensversicherung jedenfalls nicht mit. Der ist nämlich dermaßen desaströs und ein Schuss ins Knie, dass ich fast immer abraten kann, indem man die typischen Sparprozesse von den sogenannten Risikobereichen trennt, weil es zu kostenintensiv ist, diese Hybridprodukte zu wählen. Wenn man den Kunden die Kosten mal aufzeigt, sind sie darüber häufig irritiert.

Scoredex: Sie empfehlen also eher eine Risikolebensversicherung und eine Fondsbeteiligung, anstelle einer klassischen kapitalbildenden Lebensversicherung?

Gernot Ramrath: Ganz genau, wenn denn der Todesfall abgesichert werden muss, beispielsweise bei einer Hausfinanzierung. Gleiches gilt aber auch bei der Berufsunfähigkeitsabsicherung, welche ja ein existenzielles Risiko darstellt und eigentlich genauso wichtig ist wie eine Haftpflicht oder Krankenversicherung. Diese wichtigen Punkte müssen als erstes geklärt werden.

Erst danach können wir uns fragen, wie die finanzielle Situation des Kunden eigentlich aussieht. Als erstes fragen wir dann, ob das Girokonto überzogen ist. Wenn das der Fall sein sollte, bringt es nämlich nichts, einen Sparvertrag zu zeichnen, sondern das Konto muss auf Vordermann gebracht werden.
Es gibt nämlich nichts Teureres, als wenn ein Kunde Geld für sein Geld bezahlt. Es ist viel besser, wenn er Geld für sein Geld bekommt. Daher achten wir darauf, dass erst einmal der finanzielle Haushalt beim Kunden in trockenen Tüchern ist. Hier stellt sich dann häufig heraus, dass wir selbst erst einmal pro bono tätig sind – das heißt ohne Bezahlung für die Arbeit, die wir als Unternehmen leisten.

Erst im zweiten Schritt, wenn die finanzielle Situation des Kunden geklärt ist und auf vernünftigen, soliden Beinen steht, dann kann man sich über das Thema Kapitalaufbau unterhalten. Dann geht es um die Ziele: eine eigene Immobilie, dann braucht man ein wenig Eigenkapital, sonst wird die Finanzierung zu teuer.

Oder die Immobilie existiert schon beim Kunden, was bei uns als Vermögensverwalter häufig vorkommt, dann muss man sich Gedanken darüber machen, welche Sparprozesse von Nöten sind, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Manchmal müssen wir den Kunden auch stoppen und erklären, dass der Weg, den er plant, auch Risiken beinhaltet, zum Beispiel dass es dann keine freie Liquidität mehr gibt.

Scoredex: Gibt es eine Faustformel, die Sie empfehlen?

Gernot Ramrath: Ja, da spielt zwar das individuelle Bedürfnis eines jeden Kunden eine Rolle, aber generell kann man sagen: Girokonto mindestens auf null, es sollte auch ein Gehalt auf diesem Konto vorhanden sein.

Zusätzlich sollte man sechs Gehälter auf dem Tagesgeldkonto haben, falls mal die Spülmaschine kaputt geht oder die Waschmaschine oder alles zusammen – und auch noch eine Autoreparatur dazukommt. Damit Sie dann nicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, sondern auch kurzfristig die Möglichkeit haben, auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren.

Erst dann unterhalten wir uns über Investments in der nächsten Risikostufe. Beispielsweise kann man dann über Festgeld nachdenken. Das ist eine sichere und rentable Geldanlage, aber das Thema Liquidität bleibt auf der Strecke, weil ich erst nach ein oder zwei Jahren, je nachdem wie die Laufzeit gewählt wird, wieder die Möglichkeit habe, über mein Geld zu verfügen.

Das ist nicht einfach, man muss eine vollständige Haushaltsplanung machen. Bei uns geschieht dies über ein System namens Moneycheck – das ist nichts anderes als ein Financial Planning, das alle Einnahmen und Ausgaben im kurz-, mittel- und langfristigen Rahmen erfasst. Und auch die Sparprozesse im kurz-, mittel- und langfristigen Bereich erfasst.

Ganz wichtig ist zudem, dass man mit dem Kunden kontinuierlich zusammenarbeitet. Wir haben eine sehr hohe Vertragsdichte bei unseren Kunden, weil wir kontinuierlich Kontakt halten. Wenn es einen Nachtrag gibt, sei es von einer Versicherung oder einem Investment, dann nehmen wir automatisch Kontakt mit dem Kunden auf.

Gerade im Versicherungsbereich muss man das Portfolio immer im Blick haben, weil sich so viel ändert. Dann informieren wir unsere Kunden, wenn es Sparpotentiale gibt. Und zwar nicht wegen der Provisionen, denn im Versicherungsbereich ist der Aufwand häufig höher als die Provision. Aber durch den Spareffekt wird Liquidität beim Kunden frei, die im zweiten Schritt anderweitig genutzt werden kann.

Scoredex: Was sind die häufigsten Fehler, die Sparer machen, die sich nicht ganzheitlich beraten lassen?

Gernot Ramrath: Vor allem die Gutgläubigkeit und der Unwille, sich umfassend mit dem Produkt auseinanderzusetzen. Häufig herrscht die Einstellung vor, einfach mal zu vertrauen oder ein Produkt aus dem Bauch heraus zu zeichnen. Das ist der vollkommen falsche Weg. Man muss sich eingehend mit den Themen befassen – und auch wir sind gefordert, uns mit dem Kunden hinzusetzen, um Schritt für Schritt die Punkte durchzugehen und eine geeignete Strategie zu entwickeln.

Wir müssen uns auch immer fragen, welche Vor- und Nachteile die jeweilige Lösung hat, welche Chancen und Risiken die jeweilige Strategie mit sich bringt. Denn eine Medaille hat immer zwei Seiten. Es gibt einige Vorteile, aber es gibt auch immer Nachteile. Und man muss die Nachteile auch ganz klar aufzeigen.

Dadurch, dass wir versuchen, dies so neutral wie möglich zu kommunizieren, haben wir auch eine sehr gute Akzeptanz am Markt. Mittlerweile sind wir im 21. Jahr. Ich denke das spricht für den Weg, den wir gehen. Der Erfolg gibt uns Recht.

Scoredex: Herr Ramrath, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Zum Scoredex-Profil von Ramrath & Partner.

Finmap AG: Freie Wahl für alle Kunden

Viele Kunden tun sich schwer bei der Suche nach einem Versicherungsberater ihres Vertrauens. Das Problem: Häufig sind die Berater nicht unabhängig und suggerieren einen Versicherungsvergleich. Dafür ist die Beratung dann aber auch provisionsgetrieben. Doch nicht bei der Finmap AG.

Das junge, dynamische Unternehmen Finmap AG kann auf die mehr als 50-Jährige Erfahrung der Volz Gruppe AG als serviceorientiertes Finanzvermittlungsunternehmen zurückgreifen. Ausschließlich auf Kundenwunsch führen die Finmap-Berater eine unabhängige Analyse der finanziellen Verhältnisse der Kunden sowie deren Versicherungssituation durch und beraten im Anschluss unabhängig über Möglichkeiten zur Optimierung der Versicherungen und Investitionsverträge.

Selbstverständlich können sich Finmap-Kunden im Vorfeld selbst auf der Unternehmenswebseite informieren, Verträge abschliessen oder einen Beratungstermin vereinbaren. Eine Kontaktaufnahme durch die Finmap-Berater erfolgt ausschließlich auf Kundenwunsch. Denn das Unterenhmen hat sich selbst die Philosophie verordnet, ausschließlich im Kundeninteresse zu arbeiten: “finmap ist Ihre persönliche Unabhängigkeitserklärung bei Versorgungs- und Absicherungsfragen.”

Die Partner der Finmap AG und der Volz Gruppe AG für Die Bereiche Privathaftpflichtversicherung, Rechtsschutzversicherung, Hausratversicherung, Wohngebäudeversicherung, Hundehaftpflichtversicherung, Pferdehaftpflichtversicherung, Krankenzusatzversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Rentenversicherung, Risikolebensversicherung, Unfallversicherung, aber auch Ratenkredite, Bausparen, Mietausfallversicherung und Baufinanzierung sind:

ABN AMRO, ACM Bernstein, Activest (D), Allianz, Alte Leipziger, Alte Oldenburger, Ammerländer, Ampega, ARAG, Aspecta, Axa IM, Axa, Barings, Barmenia, Bayerische, Beamtenkasse, Canada Life, Central, Clerical Medical Investment, Cominvest, Concordia, Continentale, Credit Suisse, D.A.S., DBV-Winterthur, Delta Lloyd, Deutscher Ring, DEVK, Dialog, DVK, DWS, EUROPA, Fidelity, FINGRO, Franklin Templeton, Frankfurt Trust, Friends Provodent, Gartmore, Generali, Gerling, Gothaer, Haftpflichtkasse Darmstadt, Hallesche, Hamburg-Mannheimer, Hannoversche Leben, Hanse Merkur, HDI Privat Versicherung, Heidelberger Leben, Helvetia, HISCOX, HSBC, Ideal, Inter, Interlloyd, InterRisk, Invesco, JP Morgan, Karlsruher LV, Liberty Europe, LV 1871, Neue Leben, Nordea, Nordinvest, Nürnberger, NV-Versicherung, Münchener Verein, Pictet, Pioneer, Rechtsschutz Union, Rechtsschutz- versicherung, Rhion, R+V, SEB, Signal Iduna, Skandia, Standard Life, Stuttgarter, Süddeutsche, Swiss Life, Threadneedle, UBS, Universa, VHV, Victoria, Volksfürsorge, Volkswohl Bund, Vorsoge LV, Warburg, WWK und Zürich Agrippina.

Neue Hoffnung für “alte Hasen”

Es war eine Ausnahmeregelung um erfahreren Versicherungs- und Finanzberatern, die seit Jahren und Jahrzehnten am Markt aktiv waren, engegenzukommen: “Die alte Hasen Regel” besagte, dass Vermittler, die seit 2006 eine ununterbrochene Berufserfahrung nachweisen konnten, auf den Sachkundenachweis, der von §34 f GeWO gefordert wird, verzichten können. Dafür mussten sie für die fünf Jahre bis 2011 Prüfberichte nach der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) vorlegen.Die besten Versicherungsmakler in Deutschland

Die Übergangsfrist, die der Gesetzgeber einst gewährt hatte, um allzu großen Frust bei erfahrenen Marktteilnehmern zu vermeiden, endete im Dezember 2014. Doch nicht alle “Alten Hasen” sind bereits aus ihrem Beruf ausgeschieden. Schwierigkeiten beim Verkauf der Bestände, allgemeine Nachwuchssorgen, aber auch ein schrumpfender Markt machten es notwendig, dass viele erfahrene Berater weiter aktiv sind und noch nicht über Ruhestand oder eine berufliche Umorientierung nachdenken wollen.

Alle diejenigen, die versäumt haben, die Prüfung rechtszeitig abzulegen und den Sachkundenachweis zu erlangen, aber zu den “Alten Hasen” zählen, haben jetzt ein Problem. Mit Ablauf der Übergangsfrist erlosch ihre Genehmigung, die Grundlage ihrer Berufstätigkeit und Basis des Einkommens. Sie müssen sich jetzt mit einem erheblichen Problem beschäftigen: die Genehmigung nach § 34f GeWO erlöscht von Amts wegen automatisch.

Doch es gibt noch Hoffnung. Die Berliner Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte hat in diesem Zusammenhang ein aufsehnerregendes Urteil erstritten.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass die Fristen auch für “Alte Hasen” gelten, wovon auch die meisten Vermittler und Anwälte ausgehen, sahen die Verwaltungsrichter in Neustadt den Sachverhalt grundlegend anders. Denn nach Ansicht des Gerichts erscheint es widersprüchlich, dass ein Vermittler, der erst 2015 nachweist, dass er nach der Alte-Hasen-Regelung von der Sachkundeprüfung befreit ist, seine Erlaubnis verlieren kann.

Die Einstweilige Anordnung vom 30. April (Aktenzeichen 4 L 310/15.NW) ist zwar noch nicht rechtskräftig, juristisch beraten lassen, sollten sich laut Rechtsanwalt Goerz aber bereits jetzt „alle Vermittler, deren Gewerbeerlaubnis nach Aussage der zuständigen Erlaubnisbehörde mangels rechtzeitiger Vorlage der Prüfberichte zum Jahreswechsel angeblich erloschen sei.“

Denn es ist immer besser proaktiv zu agieren, als gegen die Löschung der Genehmigung klagen zu müssen.

SCOREDEX stellt vor: FMG Versicherungen GmbH & Co. KG

SCOREDEX bewertet FMG Versicherungen

FMG Group-SCOREDEXDas Versicherungsmakler-Unternehmen FMG Versicherungen aus Jettingen-Scheppach (Bayern) wurde im Juli 2013 von Tobias Graf neu gegründet und befindet sich aktuell auch unter seiner Leitung.

Das Wissen und die Erfahrung im Versicherungsmakler-Geschäft resultieren aus der vorherigen Tätigkeit von Tobias Graf als Ausschließlichkeitsvertreter bei der Gothaer Versicherung. Seine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen absolvierte er bei der Generali Versicherung.

Die besten Versicherungsmakler in Deutschland

Die Kernkompetenzen von FMG Versicherungen liegen gemäß eigener Angaben vor allem im Bereich der Sach- und Rentenversicherungen.

Das Angebotsspektrum im Private-Sektor Versicherungen umfasst im Detail die folgenden Versicherungsarten: Rechtsschutz, Wohngebäude, Kfz, Unfall, Hausrat, Kranken und Haftpflicht.

Auf dem gewerblichen Gebiet vermittelt FMG schwerpunktmäßig Versicherungen wie Technische-, Gruppen-Unfall-, Rechtsschutz-, Sachgewerbe und Multirisk-, Kraftfahrt-, Haftpflicht und Transport-Versicherung.

Beim Thema Rente bietet der Versicherungsvermittler eine breite Palette. Dazu zählen vor allem die Basisrente, die Pflegerente, die Riester-Rente, die Arbeitskraftabsicherung, die Risikolebensversicherung, die Private Rentenversicherung, die Betriebliche Altersvorsorge und vermögenswirksame Leistungen.

Weitere Geschäftsbereiche von FMG Versicherungen stellen das Management von Erbschaften und Patientenverfügungen sowie Finanzierungsberatungen dar.

Für ein schnelles und einfaches Management stellt FMG Versicherungen seinen Maklern eine zentrale Online-Verwaltungsschnittstelle, das Gewerbe-Tool, zur Verfügung. Zur Freischaltung eines individuellen Accounts reicht eine kurze telefonische oder schriftliche Anfrage.

Wer sich erst einmal nur informieren möchte, wird im Infobereich auf der Internetpräsenz von FMG Versicherungen fündig. Dort stellt das Unternehmen zielgruppengerechtes Downloadmaterial zu Ihren Schwerpunktthemen zur Verfügung.

>>Zur SCOREDEX-Bewertung der FMG Versicherungen GmbH & Co. KG<<

SCOREDEX - Der Seriositätscheck

SCOREDEX stellt vor: HK Finanz-Vermittlungs GmbH

SCOREDEX bewertet HK Finanz

HK Finanz-SCOREDEXDas unabhängige Kölner Finanz- und Versicherungsmakler-Unternehmen HK Finanz wurde im Juli 1992 gegründet und befindet sich aktuell unter der Leitung von Wolfgang Kläser.

Als unabhängiger Finanz- und Versicherungsmakler bietet HK-Finanz Ihren Kunden Lösungen für Finanzierungen, Versicherungsschutz und Vermögensaufbau an. Die Leistungen umfassen im Einzelnen die Beratung in Finanzierungs-, Versicherungs- und Anlagefragen, die Vermittlung bedarfsgerechter Finanz- und Versicherungsprodukte, die Überwachung laufender Versicherungsverträge und Anlagen und die Vertretung der Kunden gegenüber Versicherungen im Schadensfall.

Im Bereich Finanzierungen und Vermögensaufbau sieht HK Finanz ein hohes Entwicklungspotential bei den Bau- und Kaufvorhaben Ihrer Kunden. Im Bereich Versicherungen konzentriert man sich bei HK Finanz v.a. auf die klassischen Sparten wie Berufsunfähigkeitsversicherung, (Kfz-) Haftpflichtversicherung, Kranken- und Lebensversicherung, bietet darüber hinaus aber auch Orientierung in weiteren privaten und gewerblichen Versicherungen sowie in der betrieblichen Altersvorsorge an. In der Sparte Vermögensaufbau kooperiert HK Finanz mit der ebenfalls in Köln ansässigen B&K Vermögen GmbH.

Als qualifizierter Finanz- und Versicherungsmakler ist HK Finanz im Versicherungsvermittler-Register der IHK eingetragen und Mitglied des Bundesverbandes mittelständischer Versicherungs- und Finanzmakler e.V. (BMVF).

>>HK Finanz-SCOREDEX<<

SCOREDEX - Der Seriositätscheck

Die Wichtigkeit von Gütesiegeln für Kauf- und Investitions-entscheidungen

Der Gütesiegel-Effekt – Studien und Umfragen

Des öfteren werden wir gefragt, ob es zuverlässige Studien und Umfragen zu den Effekten von Gütesiegeln gibt. Da gerade in den letzten Jahren einiges zu dieser Thematik veröffentlicht wurde, haben wir die wichtigsten Quellen einmal kurz zusammengefasst:

Die überwiegende Mehrheit hält Gütesiegel für wichtig bis sehr wichtig

Eine Verbraucherumfrage der GfK unter 1000 Internetnutzern in Deutschland ergab, dass “über 60 Prozent der Verbraucher besonders auf Gütesiegel achten.” (Auswertung s. Chart)

Statistik: Wie wichtig sind Gütesiegel für die Kaufentscheidung? | Statista

Die wichtigsten Anforderungen: Sicherheit, Seriosität und Vertrauen

Die zugrunde liegenden Ursachen für die Bedeutung von Gütesiegeln analysierte Quelle in einer Trendstudie. Gefragt wurde speziell nach den Kriterien für die Wahl von Anbietern im Internet. Das Ergebnis: Nachholbedarf besteht bei vielen Anbietern vor allem in den Bereichen Sicherheit, Seriosität und Vertrauen. Diese Merkmale sind für Verbraucher mit einem Anteil von stolzen 65% am wichtigsten. Entgegen der meisten Annahmen werden Faktoren wie Bekanntheit und Weiterempfehlungen durch Dritte mit jeweils einem Anteil von nur 4,5% als eher unwichtig eingestuft.

Das Hamburger Consulting-Unternehmen Fittkau & Maaß (W3B) untermauert diese beeindruckenden Zahlen mit einer ähnlichen Studie basierend auf einer Befragung unter 102.399 deutschsprachigen Verbrauchern. Das Fazit: “Sicherheit und Seriosität sind die wichtigsten Anforderungen” an Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen im Internet.

Wenn der Anbieter über ein Gütesiegel verfügt, sinkt die Abbruchquote/Absprungrate im Schnitt um ein Drittel

Eine wissenschaftliche Studie der Universität Regensburg fand heraus, dass Gütesiegel die Abschlussquote von Anbietern im Schnitt um ein ganzes Drittel erhöhen.

Gütesiegel sind ein wichtiges Element für erfolgreiche Landingpages (Update vom 8. September 2014)

Eine flächendeckende Untersuchung des Online-Marketing-Spezialisten Velvet Ventures hat analysiert, welche Elemente auf Landingpages von erfolgreichen Marketern eingesetzt werden und entsprechend als wichtige Bestandsteile von aktions-orientierten Angeboten gelten. Diese Elemente und Ihre optimale Positionierung sind beispielhaft in der folgenden Grafik abgebildet.

Trust-Elemente wie Gütesiegel sind ein wichtiger Bestandteil von erfolgreichen Landing-Pages

Bildquelle: www.onlinemarketing.de

Die Ergebnisse der Recherche lassen sich wie folgt zusammenfassen: Neben der herausragenden Bedeutung der Elemente Logo, Headline, Bild/Video, USP’s, Kurzbeschreibung und einem Call-To-Action-Button, spielen auch die weichen Kriterien wie Testimonials, also Kundenstimmen und andere sogenannte Trustelemente wie Gütesiegel/Prüfsiegel bzw. Auszeichnungen in der Wahrnehmung der User eine nicht zu unterschätzende Rolle. Velvet Ventures schreibt singemäß: Sie schaffen zusätzlich Vertrauen, weshalb man diese Elemente auf der Landing-Page plaziert. Gemäß der Aussage eines führenden Anbieters für Gütesiegel kann dieser Effekt bis zu ganze 30 % mehr Umsatz “in die Kassen spülen”.

Transparenz schafft Vertrauen

Mit speziellem Fokus auf Anbietern in Finanz- und Immobilienmärkten kommt der Autor und SCOREDEX-Projektleiter Johann Sternberg in seinem wissenschaftlichen Konzeptpapier zur Entwicklung einer neuen Systematik zur Bewertung der Seriosität von Unternehmen gar zu folgender Erkenntnis:

“Das Dilemma bleibt … für Anleger … bestehen. Sie sind konfrontiert mit einem starken Informationsdefizit sowie einem hohen Ausfallrisiko … . Als einzige Lösung bleiben die Herstellung von Transparenz im Grauen Markt sowie eine optimale Informationsversorgung der Investoren und Anleger zur Vertrauensbildung.

Die Versorgung mit Informationen stellt Anleger und Investoren auf den Kapitalmärkten im Allgemeinen und auf dem Grauen Kapitalmarkt im Besonderen vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt und die teilweise systemimmanent sind. Anleger in diesem Marktsegment sollten ihre Investitionen genauestens prüfen und bei Zweifeln die Finger von Investitionen im Grauen Kapitalmarkt lassen.”

Fazit: Welche Schlüsse lassen sich aus diesen Erkenntnissen ziehen?

1. Gütesiegel schaffen für Verbraucher, Anleger und Investoren Transparenz, Sicherheit  sowie Verlässlichkeit und Vertrauen. Sie stärken die Glaubwürdigkeit eines Anbieters.

2. Viele Unternehmen und Unternehmer sind begeistert, wenn Sie den Einfluss vertrauensbildender Maßnahmen auf die Absprungquoten betrachten und daraus folgende Umsatzsteigerungen realisieren. Schon eine kleine Verbesserung der Abbruchquote erhöht den Umsatz signifikant.

3. Gerade Anbieter im Graumarkt sollten sich vor dem Hintergrund dieser Studienergebnisse intensiv mit vertrauensbildenden Maßnahmen befassen, um ihr Umsatzpotenzial auch wirklich auszuschöpfen.

SCOREDEX - Der Seriositätscheck


SCOREDEX ist spezialisiert auf die Bewertung der folgenden Branchen und Geschäftsfelder auf Transparenz, Seriosität und geschäftliche Vertrauenswürdigkeit. Auf Anfrage kann eine Bewertung mit dem SCOREDEX-Gütesiegel testiert werden.

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Veröffentlicht am 17. Januar 2014

SCOREDEX stellt vor: INFINANCE Finanzberatung GmbH

SCOREDEX bewertet INFINANCE

INFINANCE Finanzberatung-SCOREDEX Das Starnberger Versicherungsmaklerunternehmen INFINANCE unter der Leitung des Geschäftsführers Norman Winkler ist seit etwa 10 Jahren aktiv im Markt vertreten und berät Privat- wie auch Geschäftskunden im Bereich Versicherungen und Vermögensaufbau.

Als freier Makler besitzt INFINANCE keine feste Bindung an bestimmte Versicherungs- oder Finanzunternehmen. Gemäß dem Motto “Ideen. Sicherheit. Vermögen.” gewährleistet die Unabhängigkeit eine umfassende Beratung und Betreuung im Sinne der Kunden. Der Selbstanspruch der Verantwortlichkeit gegenüber seinen Klienten spiegelt sich bei INFINANCE in der Tatsache wider, dass die gemeinsam erarbeiteten Zielsetzungen und Meilensteine zur vollen Nachvollziehbarkeit, vor allem aber als Optimierungsgrundlage der jeweiligen Strategien stets ausführlich dokumentiert werden.

Zur Gewährleistung einer kontinuierlich hohen Dienstleistungsqualität legt INFINANCE großen Wert auf Weiterbildungen und Produktschulungen für alle Mitarbeiter.

Als praktischen Zusatznutzen bietet INFINANCE seinen Kunden diverse Finanzvergleich-Tools auf Ihrer Webseite.

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Studie: Junge Männer sind schlechter versichert als junge Frauen

Versicherungen junge Männer und Frauen

Junge Frauen haben bei Versicherungen ein höheres Absicherungsbedürfnis als junge Männer

Gemäß einer Studie des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstitutes YouGov besitzen mehr Frauen als Männer unter 35 Jahren eine Versicherungspolice. Zudem hören Frauen mehr auf den Rat von Vertretern als ihre gleichaltrigen Counterparts.

Frauen unter 35 Jahren stehen Versicherungsabschlüssen offener gegenüber als Männer im selben Alter. Zurückzuführen sei dies auf ein höheres Sicherheitsbedürfnis der Frauen. Während 71% der jungen Frauen über eine Haftpflichtversicherung verfügen, beträgt der Anteil bei jungen Männern hingegen nur 68%. Die Haftpflichtversicherung ist in Deutschland mit fast 80% Abdeckungsquote eine der häufigsten Absicherungen. Aufgrund eines geringen Anteils von nur 40% sieht YouGov auch eine Unterdeckung im Bereich Altersvorsorge. Dies trifft allerdings auf beide Geschlechter zu.

Interessant ist auch die Tatsache, dass junge Frauen im Direktkontakt offenbar mehr auf die Empfehlungen eines Vertreters achten als junge Männer. Dies sei ebenfalls darauf zurückzuführen, dass junge Frauen sich unsicherer fühlten als ihre andersgeschlechtlichen Kollegen, besonders im Falle von Produktentscheidungen. Im Internet “trennt sich daher die Spreu vom Weizen”. Junge Männer sind aufgrund einer höheren Akzeptanz viel eher bereit, Versicherungsabschlüsse auch über das Internet zu tätigen.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 80.000 Versicherungsentscheidern in dem Zeitraum 2004 bis 2012.


Quelle: Fondsprofessionell

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