Essenz aus Analyse und Stammdaten
Die AutoBank AG war eine österreichische Spezialbank für Kraftfahrzeugfinanzierungen mit Sitz in Wien. Das Unternehmen konzentrierte sich auf die Finanzierung von Neu-, Gebraucht- und Vorführwagen für den Autohandel sowie auf Endkundenfinanzierungen und agierte dabei unabhängig von Autoherstellern. Mit einer Zweigniederlassung in Oberhaching bei München seit 2008 war die Bank auch auf dem deutschen Markt tätig. Das Portfolio umfasste neben Leasing und Krediten auch Fahrzeughandel, Factoring und Fuhrparkmanagement.
Das Unternehmen wurde 1990 als Auto-Handels- und Leasing Bank AG gegründet und 1995 zur AutoBank AG umbenannt. Mit rund 18 Mitarbeitern fokussierte sich die Bank auf maßgeschneiderte Finanzierungslösungen im fragmentierten Autofinanzierungsmarkt.
Das Händlernetz wuchs von 70 auf über 180 Partnerunternehmen, was die Stärke des fokussierten Geschäftsmodells in der Lagerfinanzierung und Partnerunterstützung unterstreicht. Die Bank refinanzierte ihr Kreditgeschäft zu großen Teilen über Einlagenkonten und Termineinlagen von Privatkunden.
Die Bank geriet ab 2019 in erhebliche Schwierigkeiten aufgrund angespannter Eigenkapitalquoten, die unter regulatorischen Anforderungen sanken. Dies führte 2020 zur Unterstellung unter Aufsicht der Finanzmarktaufsicht und zur Einstellung des Neugeschäfts im Jahr 2021.
Am 30. Juli 2021 verbot die Finanzmarktaufsicht die Fortführung des Geschäftsbetriebs mit sofortiger Wirkung. Im August 2021 eröffnete das Handelsgericht Wien das Konkursverfahren.
Die Einlagensicherung Austria übernahm die Auszahlung der Kundeneinlagen im Rahmen ihrer Eintrittspflicht bis zur versicherten Höhe von 100.000 Euro pro Anleger. Das Unternehmen wurde später zur AB Portfolio AG umbenannt und konzentrierte sich auf die Abwicklung bestehender Leasing- und Kreditverträge.
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Adresse
Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße 5, A-1100 Wien
Website
https://www.autobank.atHandelsregisternummer
FN 45280 p (HG Wien)
Kontaktdaten
Unbekannt
Mitarbeiter
**18**[1]
Gründungsjahr
1990
Unternehmensbewertung und strategische Analyse
Das Unternehmen verzeichnete in der Vergangenheit positives Umsatzwachstum, wobei die Betriebserträge von 5,47 Mio. € auf 9,27 Mio. € im Zeitraum 2009–2012 stiegen, was einem jährlichen Wachstum von 16–27 % entspricht. Jedoch kam es ab 2019 zu einem Rückgang auf 6,47 Mio. €, verbunden mit einem Jahresverlust von 12,31 Mio. €.
Die EBIT-Marge lag 2019 bei -51,8 %, was die Rentabilitätsprobleme des Unternehmens unterstreicht. Das KGV ist aufgrund der Verluste nicht berechenbar, und es liegen nicht genügend Informationen über eine Dividendenrendite vor, um eine Analyse zu ermöglichen.
Ein Blick auf die Kapitalstruktur zeigt, dass die Kernkapitalquote im Jahr 2019 bei 9,58 % lag, was unter dem geforderten Wert von 11,20 % liegt. Auch die Gesamtkapitalquote war mit 13,23 % niedriger als der Benchmark von 14,10 %.
Die Bilanzsumme belief sich 2019 auf 352,8 Mio. € bei einem Eigenkapital von 22,9 Mio. €, was auf eine schwächelnde finanzielle Stabilität hindeutet. Das Neugeschäftsvolumen im Jahr 2017 betrug 76,9 Mio. €.
Die aktuelle Bewertung der AB Portfolio AG liegt nahe null, bedingt durch das Insolvenzverfahren 2021 und die Umbenennung 2023. Ursprünglich wurde das Unternehmen 2010 mit 22,87 Millionen Euro beim Börsengang bewertet, das entsprach 3,03 € pro Aktie bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis zwischen 7 und 12 sowie einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,0 bis 1,3. Vergleichbare Multiplikatoren zur Branche sind nicht verfügbar, was die Notwendigkeit hoher Risikoprämien im Discounted-Cashflow-Modell unterstreicht. Der Score, basierend auf Vermögenswerten, liegt bei 50 von 1000 Punkten.
Das Unternehmen erlebte ein bemerkenswertes Wachstum seines Händlernetzes, das sich von 70 auf 180 Partner erweiterte. Bereits im Jahr 2017 verzeichnete es einen Gewinn von 312.000 € und zeigte damit ein positives neues Geschäft. Es hat sich eine Nische im Bereich der Autofinanzierung in Österreich und Deutschland geschaffen, die durch Zinsvorteile besticht. Trotz einer niedrigen Mitarbeiterzahl von nur 18 Personen, erzielt das Unternehmen solide Erträge, selbst angesichts von Branchentrends.
Das Unternehmen litt unter einer schwachen Kapitalstruktur mit einem signifikanten Eigenkapitalrückgang, woraufhin es 2020 unter die Aufsicht der FMA gestellt wurde. Im Jahr 2021 folgten ein Neugeschäftsstopp und letztendlich der Konkurs. Zu den Hauptproblemen gehörten hohe Verschuldung und Liquiditätsmangel, verstärkt durch regulatorische Belastungen wie die FMA-Resilienzanforderungen und ab 2026 geltende KI-Vorgaben.
Ein weiterer Druckfaktor war der rückläufige Automarkt, der zudem die Insolvenzrisiken des Unternehmens erhöhte. Trotz dieser Herausforderungen erzielte die Gesellschaft einen finanziellen Score von nur 100 von 1000 Punkten, was die prekäre finanzielle Lage unterstreicht.
Die AutoBank AG stellt derzeit keine überzeugende Investitionsmöglichkeit dar. Faktoren wie die drohende Insolvenz und die Risiken der Abwicklung mindern erheblich das Potenzial zur Wertschöpfung. Investoren wird geraten, von einer Anlage in dieses Unternehmen abzusehen.
Tochtergesellschaften und Geschäftsbeziehungen
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Die AutoBank AG zeigte eine schwache finanzielle Gesundheit, gekennzeichnet durch eine angespannte Kapitalstruktur. Die Eigenkapitalquoten gingen zurück, sodass im Jahr 2019 die Kernkapitalquote 9,58 % und die Gesamtkapitalquote 13,23 % betrugen, was unter den regulatorischen Anforderungen von 11,20 % bzw. 14,10 % lag. Der Kapitalerhaltungspuffer wurde entsprechend temporär ausgeschöpft.
Mit einer Bilanzsumme von 337 Mio. Euro im Jahr 2013 und einem Grundkapital von 17,65 Mio. Euro im Jahr 2019 litt die Bank weiterhin unter Eigenkapitalproblemen. Diese führten dazu, dass die Bank im August 2020 unter die Aufsicht der Finanzmarktaufsicht gestellt wurde. Im Folgejahr 2021 stellte AutoBank das Neugeschäft ein und entschied sich für eine freiwillige Abwicklung, wobei eine weitere Reduzierung der Eigenkapitalbasis erwartet wurde.
Die Abwicklung beeinträchtigte stark die Cashflow-Stabilität und Liquidität der Bank, was zu hohen Risiken in Bezug auf Verschuldung und einem sehr begrenzten finanziellen Spielraum führte. Die operative Flexibilität der Bank war aufgrund der Insolvenz nahezu bei Null.
Die AutoBank AG, gegründet 1990 in Wien, erlebte seit 2020 signifikante strategische Fehlentscheidungen. Diese führten zur Aufsicht durch die Finanzmarktaufsicht im August 2020, der Einstellung des Neugeschäfts 2021, einem Geschäftsverbot am 30. Juli 2021 und schließlich zur Eröffnung eines Konkursverfahrens im August 2021.
Ein mangelhaftes Risikomanagement und unzureichende Anpassungen an Eigenkapitalprobleme beeinträchtigten die finanziellen Kennzahlen wie das Neugeschäftsvolumen, zuletzt bei 76,9 Mio. Euro, und Kundeneinlagen. Die Führung verfehlte eine effektive Nachfolgeplanung und Organisationsstabilität, was langfristiges Wachstum verhinderte und den Unternehmenswert auf null reduzierte.
Analysen zeigen höhere Diskontsätze im DCF-Modell aufgrund gesteigerter Risiken und fehlender Wachstumsprognosen. Stärken sind nicht erkennbar, Schwächen dominieren durch die operative Insolvenz.
Empfehlung: Keine Investition; ein Managementwechsel wäre irrelevant aufgrund der Insolvenz.
Score: 5.
Marktbedingungen und Wachstumspotenzial
Die AutoBank AG ist in einem fragmentierten, wettbewerbsintensiven Markt der Autofinanzierung in Österreich und Deutschland tätig. Angesichts des Ausbaus ihres Händlernetzes und steigender Leasing- und Kreditvolumina bestehen Wachstumspotenziale. Das Händlernetz wuchs in den letzten Jahren von 70 auf über 180 Partner, während die Bank trotz einer niedrigen Mitarbeiterzahl von 18 positive Jahresergebnisse erzielte, unterstützt durch solide Zinserträge entgegen den allgemeinen Marktentwicklungen.
Derzeit profitiert die AutoBank AG von einem stabilen österreichischen Finanzsektor mit einer normalisierten Zinskurve über 3 Prozent und einer soliden Ertragsdynamik. Regulatorische Schwerpunkte, die die Finanzmarktaufsicht setzt, erfordern jedoch ab 2026 Anpassungen in den Bereichen Resilienz, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
In Zukunft bieten Fintech-Trends wie AI-Agenten, eingebettete Finanzen und Open Finance Möglichkeiten für neue Vertriebsmodelle der AutoBank AG. Es bestehen jedoch Risiken durch einen rückläufigen Automarkt und geopolitische Unsicherheiten, was ein moderates Wachstum bei erhöhter regulatorischer Belastung prognostiziert.
Die AutoBank AG, ein Unternehmen in Liquidation, zeigt ein stark negatives Wachstumspotenzial nach der Insolvenz im Jahr 2021. Der geordnete Abbau der Bankgeschäfte begann im Januar 2021, als die Finanzmarktaufsicht eingriff. Am 30. Juli 2021 stoppten die Behörden die Fortführung der Geschäfte, gefolgt von einem Konkursverfahren im August. Problematisch waren Verluste, darunter 6,5 Millionen Euro im Jahr 2020, und strukturelle Herausforderungen mit der Eigenkapitalstruktur.
Trotz strategischer Übernahmen, wie der HLA Fleet Services GmbH im Jahr 2013 und einer Beteiligung an der adesion Factoring GmbH von 2014 bis 2021, gelang es nicht, den wirtschaftlichen Abstieg aufzuhalten. Im September 2023 erfolgte eine Umbenennung zur AB Portfolio AG, was die Abschlussphase der Insolvenzabwicklung kennzeichnet. Aktuell konzentriert sich das Unternehmen auf die Liquidation, ohne Aussichten auf zukünftiges Wachstum.
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Management, Führung und Kundenbasis
Die AutoBank AG ist ein österreichisches Finanzinstitut, gegründet 1990, das sich auf Fahrzeugfinanzierungen spezialisierte. Nach anfänglichem Erfolg als Retailfinanzierer, mit einem Jahresergebnis von 312.000 Euro im Jahr 2017, richtete sich das Unternehmen 2019 strategisch neu aus, um regionale Leasinggesellschaften zu refinanzieren. Diese Neupositionierung sollte das Unternehmen an ein sich wandelndes Marktumfeld anpassen.
Allerdings traten ab 2020 erhebliche Herausforderungen auf. Im August 2020 geriet die AutoBank unter die Aufsicht der Finanzmarktaufsicht, und im Januar 2021 wurde die freiwillige Abwicklung beschlossen. Die Geschäftstätigkeit wurde schließlich am 30. Juli 2021 untersagt, und das Konkursverfahren folgte.
Diese Entwicklungen unterstreichen schwerwiegende Defizite in der Unternehmensführung und Eigenkapitalstruktur. Trotz eines Wachstumserfolgs mit einem Neugeschäftsvolumen von 76,9 Millionen Euro und Kundeneinlagen von 349,9 Millionen Euro, scheiterte das Management, strukturelle Probleme rechtzeitig zu lösen und adäquate Risikokontrollen zu implementieren.
Die AutoBank AG war eine österreichische Bank, spezialisiert auf Kraftfahrzeugfinanzierung, die bis 2021 tätig war. Mit einem klaren Fokus auf Händlerfinanzierung und Endkundenleasing, betrieben sie eine strategische Nischenorientierung. Ihre Kundenstruktur umfasste etwa 100-120 Autohändler und rund 12.500 Leasing- und Finanzierungskunden, ergänzt durch 42.000 Anleger im Einlagengeschäft.
Obwohl das Umsatzwachstum bis 2011 vielversprechend war, offenbarte sich eine Abhängigkeit vom Automarkt und der Expansion in Deutschland, die erhebliche Risiken mit sich brachte. Eine Neuausrichtung 2019 hin zur B2B-Refinanzierung anstelle von Retailfinanzierung konnte die Bank nicht stabilisieren.
Am 30. Juli 2021 wurde der AutoBank AG durch die Finanzmarktaufsicht der Geschäftsbetrieb untersagt, was zur Liquidation führte. Die unzureichende Eigenkapitalausstattung und der Fokus auf zyklische Märkte trugen zu den Herausforderungen bei.
Im September 2023 wandelte sich das Unternehmen in die AB Portfolio AG um, wodurch die AutoBank AG ihre ursprüngliche Geschäftsidentität endgültig verlor.
Risikofaktoren und immaterielle Werte
Die AutoBank AG, gegründet 1990 und mit rund 18 Mitarbeitern, zeigt kein nachweisbares Engagement in sozialen Projekten oder Nachhaltigkeitsinitiativen. In den verfügbaren Informationen fehlen Hinweise auf Corporate Social Responsibility (CSR), Spenden oder gesellschaftliches Engagement. Auch negative Berichte über das Unternehmen sind nicht vorhanden, was auf eine neutrale oder geringe Präsenz in diesen Bereichen hindeutet. Der Schwerpunkt liegt klar auf der Autofinanzierung, ohne öffentliche Dokumentation immaterieller Initiativen.
Die AutoBank AG, eine 1990 gegründete Spezialbank für Kraftfahrzeugfinanzierungen mit Sitz in Wien, hat eine gemischte Internetreputation. Seit ihrer Umbenennung in AB Portfolio AG im September 2023 präsentiert die Website autobank.at keine aktuellen Dienstleistungen mehr; Neugeschäft wurde bereits 2021 eingestellt.
Positive Aspekte umfassten ehemals Wachstumspotenziale durch den Ausbau des Händlernetzes, unabhängige Finanzierungen und zufriedene Kunden mit attraktiven Tagesgeldzinsen sowie gutem Service. Erfahrungsberichte lobten die Flexibilität und den Kundenservice, vor allem in der deutschen Niederlassung.
Jedoch überwiegen negative Punkte: Die FMA untersagte 2021 die Fortführung des Geschäftsbetriebs, was in einem Sicherungsfall bei der Einlagensicherung Austria resultierte. Mitarbeiterbewertungen auf Kununu zeigen einen Score von 2,6 mit nur 22% Weiterempfehlung und kritisieren schlechte Bezahlung sowie fehlende Sozialleistungen.
Insgesamt leidet die Reputation unter der Insolvenz und mangelnder Transparenz, was durch einen niedrigen Score von 25 verdeutlicht wird.
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Zum Faktencheck →Wirtschaftliche Trends und Eigentumsverhältnisse
Die Autobank AG ist eine österreichische Spezialbank, die sich auf Kfz-Finanzierung konzentriert. Jüngste Berichte zeigen positive Entwicklungen mit wachsendem Kreditbestand und mehr Kundeneinlagen. Seit 2019 hat sie sich strategisch neu ausgerichtet, um sich als Refinanzierer für mittelständische Leasinggesellschaften zu positionieren und auf Marktveränderungen zu reagieren.
Mit nur 18 Mitarbeitern agiert die Autobank AG als kleines, fokussiertes Institut in einem fragmentierten Sektor. Das Automobilfinanzierungssegment im deutschsprachigen Raum erlebt ein dynamisches Wachstum dank starker Nachfrage nach Finanzierungsprodukten.
Der österreichische und deutsche Bankenmarkt steht jedoch unter Konsolidierungsdruck durch Großbanken. Die Spezialisierung der Autobank AG ist vorteilhaft, doch muss sie sich auch technologischen Veränderungen und dem zunehmenden Wettbewerb durch Fintech-Unternehmen stellen. Ihre begrenzte Größe ermöglicht Flexibilität in Nischen, schränkt jedoch die Skalierung und Kosteneffizienz im Vergleich zu größeren Wettbewerbern ein.
Die AutoBank AG, gegründet 1990 in Wien, spezialisierte sich auf Kfz-Finanzierungen und zählte etwa 53 Mitarbeiter. Mit einer Muttergesellschaft in Österreich und einer Zweigstelle in Deutschland präsentierte sich die Bank als wichtiger Akteur in ihrem Segment. Vor einem geplanten Börsengang 2010 war die Eigentümerstruktur stark konzentriert, wobei DSK Leasing GmbH & Co KG 50 Prozent besaß.
Geleitet wurde die Bank von zwei Vorständen, die sich klar definierte Zuständigkeitsbereiche wie Vertrieb, Strategie und Finanzen teilten. Auch über Beteiligungen, wie etwa LeaseTrend AG (50 Prozent) und FHVG (70 Prozent), diversifizierte sich das Unternehmen.
Allerdings kämpfte die AutoBank AG ab August 2020 mit Eigenkapitalproblemen und wurde unter Aufsicht gestellt. Im Januar 2021 beschloss man die freiwillige Abwicklung und stellte das Neugeschäft ein. Letztlich musste das Unternehmen aufgrund Überschuldung und eines überholten Geschäftsmodells zwangsweise abgewickelt werden.
Zusammenfassende Bewertung und Fazit
AutoBank AG, seit ihrer Gründung 1990, spezialisierte sich auf Kraftfahrzeugfinanzierung und Autohandel in Österreich und Deutschland. Sie etablierte sich als unabhängiger Anbieter von Finanzierungslösungen für Fahrzeuge und besteckte den Markt mit Neuwagen-, Gebrauchtwagen- sowie Leasingfinanzierungslösungen.
Als Direktbank offerierte sie herstellerunabhängige Lagerfinanzierungen und spezialisierte sich im Laufe der Jahre auf Dienstleistungen wie Fuhrparkmanagement und Factoring. Die Expansion begann 2008 mit einer Zweigstelle in Oberhaching bei München und gipfelte in Notierungen an Börsen in Frankfurt, Wien und München bis 2021.
Die Bank erzielte Wachstum durch ein bedeutendes Kredit- und Leasingportfoliobestand, bemühte sich aber später um Schadensbegrenzung angesichts finanzieller Probleme. 2019 führte dies zur Reduzierung von Geschäftsfeldern und Mitarbeiteranzahl. 2020 verzeichnete die AutoBank AG Verluste von 6,5 Millionen Euro.
2021 entschied eine außerordentliche Hauptversammlung einen geordneten Abbau der Bankgeschäfte. Dies beinhaltete eine Schließung der Bankaktivitäten am 16. Dezember 2021 und die Reduzierung der Belegschaft auf 18 bis 20 Mitarbeiter. Trotz der Herausforderungen wurden Gläubiger, einschließlich der Einlagensicherung, vollständig bedient.
Im September 2023 erfolgte eine Umbenennung in AB Portfolio AG, wobei der Status für Bestandskunden unverändert blieb. Diese Transformation wurde ohne zusätzliche Krisen oder Insolvenzen bewerkstelligt, der Fokus lag hierbei auf der geordneten Abwicklung der verbleibenden Bankgeschäfte.
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