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DFI Real Estate im Unternehmensporträt: Projekte, ESG-Strategie und Marktchancen

Heino Ziessnitz

SCOREDEX Analyst

24. Juni. 2026 15 Min. Lesezeit

Logistikimmobilien galten lange vor allem als funktionale Hallen an Autobahnen. Inzwischen verändern sich die Anforderungen deutlich: Nutzer erwarten energieeffiziente Gebäude, Investoren achten auf ESG-Kriterien, Kommunen erwarten einen sorgfältigeren Umgang mit Flächen. Genau in diesem Spannungsfeld positioniert sich DFI Real Estate als Entwickler nachhaltiger Industrie-, Gewerbe- und Logistikimmobilien.

Das Unternehmen setzt auf Built-to-Suit-Projekte, Revitalisierung von Brachflächen, Photovoltaik, Wärmepumpen, digitale Gebäudetechnik und DGNB-Zertifizierungen. Damit verbindet DFI Real Estate zwei Entwicklungen, die den Immobilienmarkt zunehmend prägen: die Energiewende und den Bedarf an moderner Logistikinfrastruktur.

DFI beschreibt den eigenen Fokus selbst mit Built-to-Suit-Projekten, Brachflächenrevitalisierung und Industrie-Quartiersentwicklungen.

Die DFI konzentriert sich darauf, Ökologie, Ökonomie und Ästhetik miteinander zu vereinen.

Andreas Fleischer, Managing Director DFI Real Estate

Das Wichtigste in Kürze

  • DFI Real Estate entwickelt nachhaltige Industrie-, Gewerbe- und Logistikimmobilien in Deutschland.
  • Im Fokus stehen Built-to-Suit-Projekte, Brownfield-Revitalisierungen und moderne Industriequartiere.
  • Zu den Projektbausteinen zählen Photovoltaik, Wärmepumpen, fossilfreie Heizkonzepte, Ladeinfrastruktur, Mieterstrommodelle und DGNB-Zertifizierungen.
  • Bekannte Projektpartner und Nutzer sind unter anderem Galaxus, Dachser und die Frischeplattform Südwest / Gemüsering.
  • Die Projekte zeigen, dass Logistikimmobilien künftig nicht nur Lagerflächen, sondern auch Energie-, Infrastruktur- und ESG-Standorte sein können.

Unternehmenssteckbrief

Punkt

 

Angaben

 

Markenname DFI Real Estate
Vollständige Firmierung laut Impressum DFI Real Estate Management GmbH & Co. KG
Sitz Klaus-Bungert-Str. 5, 40468 Düsseldorf
Registerangaben Amtsgericht Düsseldorf, HRA 26674
Geschäftsführer Andreas Fleischer
Kontakt Telefon: +49 211 545916-0, E-Mail: info@dfi-re.com
Gründung / Ursprung DFI selbst verweist auf eine Gründung im August 2019 durch Andreas Fleischer; 2021 wurde die Struktur nach dem Ausscheiden der Dietz AG neu geordnet
Schwerpunkt Entwicklung nachhaltiger Industrie-, Gewerbe- und Logistikimmobilien in Deutschland
Geschäftsmodell Built-to-Suit-Projekte, Brownfield-Revitalisierung, Industriequartiere, Projektentwicklung, Vermietung, Asset-Management in Projekt- und Fondsstrukturen
Projektpartner Unter anderem HANSAINVEST Real Assets, SICORE Real Assets, ENVIRIA, GOLDBECK, Max Bögl
Bekannte Nutzer / Mieter Galaxus, Dachser, Frischeplattform Südwest / Gemüsering, vanWylick
Projektvolumen / Pipeline Der HANSA German Logistics Impact Fund startete mit sechs DFI-Projektentwicklungen im Wert von rund 270 Mio. Euro und rund 150.000 m² Mietfläche; ein späteres DFI-Stellenprofil nennt ein Entwicklungsvolumen von rund 300 Mio. Euro im Portfolio

Unternehmensdaten und wirtschaftlicher Hintergrund

Hinter der Marke DFI Real Estate steht nach Unternehmensangaben die DFI Real Estate Management GmbH & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRA 26674 eingetragen. Als Geschäftsführer wird im Impressum Andreas Fleischer genannt. Fleischer gilt als prägende Person hinter der Entwicklung des Unternehmens und verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Industrie-, Gewerbe- und Logistikimmobilien.

Die Ursprünge von DFI Real Estate reichen nach Unternehmensangaben in das Jahr 2019 zurück. Zunächst war DFI als Joint-Venture-Struktur mit der Dietz AG verbunden. Im März 2021 wurde diese Verbindung gelöst. DFI teilte damals mit, dass Andreas Fleischer das Unternehmen seit dem 11. März 2021 als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter führt.

Spätere Unternehmensdarstellungen beschreiben DFI Real Estate jedoch als Joint Venture zwischen FOX Real Estate / FOX Group und Andreas Fleischer. Für eine endgültige journalistische Einordnung der heutigen Gesellschafterstruktur empfiehlt sich daher zusätzlich ein aktueller Handelsregisterauszug.

Wirtschaftlich tritt DFI Real Estate vor allem als spezialisierter Projektentwickler für Industrie-, Gewerbe- und Logistikimmobilien auf. Im Mittelpunkt stehen maßgeschneiderte Built-to-Suit-Projekte, Revitalisierungen von Brownfield-Flächen und moderne Industriequartiere.

DFI Real Estate deckt nach eigenen Angaben wesentliche Teile der Wertschöpfungskette ab: von der Flächenfindung und Baulandentwicklung über Planung und Baukonzeption bis hin zu nachhaltigen Betriebskonzepten.

Ein wichtiger wirtschaftlicher Bezugspunkt ist der gemeinsam mit HANSAINVEST Real Assets aufgelegte HANSA German Logistics Impact Fund. Dieser startete mit sechs Projektentwicklungen von DFI Real Estate im Wert von rund 270 Millionen Euro und insgesamt rund 150.000 Quadratmetern Mietfläche.

Die Standorte liegen am Oberrhein und in Nordbayern, darunter Neuenburg am Rhein, Rastatt, Kandel, Lichtenau, Hof und Wiesau. Der Fonds strebt ein Zielvolumen von 300 Millionen Euro an.

DFI Real Estate setzt auf individuelle Lösungen

Ein zentrales Merkmal des Unternehmens ist die Konzentration auf sogenannte Built-to-Suit-Projekte.

Dabei werden Immobilien nicht nach einem Standardmodell errichtet, sondern gezielt für die Anforderungen des späteren Nutzers entwickelt. Lagertechnik, Kühlkonzepte, Energieversorgung, Büroflächen oder Verkehrsführung werden bereits in der Planungsphase berücksichtigt.

Dieser Ansatz bietet Vorteile für alle Beteiligten:

  • Nutzer erhalten optimal angepasste Immobilien
  • Investoren profitieren von langfristigen Mietverträgen
  • Kommunen erhalten moderne und wirtschaftlich tragfähige Gewerbestandorte
  • Grundstückseigentümer können Flächen langfristig aufwerten

Andreas Fleischer prägt die Entwicklung

Die operative Verantwortung liegt bei Andreas Fleischer. Der Diplom-Bauingenieur verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Industrie- und Logistikimmobilien. Vor der Gründung von DFI war er unter anderem für internationale Marktteilnehmer tätig.

Seine Unternehmensphilosophie bringt er mit einer klaren Aussage auf den Punkt. Damit beschreibt Fleischer den strategischen Kern des Unternehmens:

Im Zentrum steht für uns zudem vor allem der Themenkomplex Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit beginnt auf dem Dach

Ein wesentlicher Bestandteil der DFI-Projekte sind großflächige Photovoltaikanlagen. Die Dächer der Logistikimmobilien werden nicht nur als Gebäudebestandteil betrachtet, sondern gleichzeitig als Energieerzeugungsflächen genutzt.

Zu den geplanten beziehungsweise realisierten Anlagen gehören:

Standort

 

Status / Nutzer

 

Mietfläche

 

Besonderheit

 

Neuenburg am Rhein Galaxus als Alleinmieter ca. 33.600 m² PV-Anlage mit mehr als 2,5 MWp, Dreiländereck Deutschland–Frankreich–Schweiz
Rastatt Dachser

ca. 23.000 m²

(27.800 m² gesamt)

Brownfield, DGNB-Gold angestrebt, PV-Anlage mit ca. 1.200 kWp
Kandel Frischeplattform Südwest / Gemüsering ca. 17.500 m² Kühl- und Logistikhalle, PV-Anlage ca. 2.000 kWp, Mieterstrommodell
Lichtenau vanWylick ca. 19.660 bis 20.300 m² Kühlhalle für Obst- und Gemüselogistik, Übergabe geplant im dritten Quartal 2026
Hof Vermarktung / Gewerbepark ca. 22.800 m² Greenfield, DGNB-Gold angestrebt, PV und fossilfreie Heizung
Wiesau Vermarktung / Logistikpark ca. 32.100 m² Brownfield, Nähe zum Containerterminal CONTARGO, DGNB-Gold angestrebt

 

Zusätzlich setzt DFI auf:

  • Wärmepumpentechnologie
  • fossilfreie Heizkonzepte
  • digitale Gebäudeleittechnik
  • Ladeinfrastruktur
  • Mieterstrommodelle
  • Dach- und Fassadenbegrünung
  • Artenschutzmaßnahmen

Diese Kombination verbessert sowohl die ökologische Bilanz als auch die Wirtschaftlichkeit der Immobilien.

Warum nachhaltige Logistikimmobilien für Investoren interessanter werden

Nachhaltige Logistikimmobilien gewinnen aus mehreren Gründen an Bedeutung. Zum einen steigt der Druck auf Unternehmen, ihre CO₂-Bilanz zu verbessern. Zum anderen achten institutionelle Investoren zunehmend darauf, ob Immobilien langfristig ESG-konform, energieeffizient und regulatorisch zukunftsfähig sind.

Für Mieter können moderne Gebäude niedrigere Betriebskosten, bessere Energieversorgung und eine höhere Planungssicherheit bieten. Für Investoren sind vor allem langfristige Mietverträge, bonitätsstarke Nutzer und zertifizierte Gebäudestandards relevant.

DFI Real Estate profitiert in diesem Umfeld von einem klaren Profil: Das Unternehmen entwickelt keine reinen Standardhallen, sondern verbindet Nutzeranforderungen mit Energie-, Nachhaltigkeits- und Standortkonzepten. Besonders interessant sind dabei Projekte, bei denen Photovoltaik, Mieterstrom, Wärmepumpen und Brownfield-Nutzung kombiniert werden.

Welche Risiken bleiben?

Trotz der positiven Marktpositionierung ist der Bereich Logistikimmobilien nicht frei von Risiken. Projektentwickler sind stark abhängig von Baukosten, Finanzierungskonditionen, Genehmigungsprozessen und der Nachfrage institutioneller Investoren.

Steigende Zinsen können die Wirtschaftlichkeit neuer Projekte belasten. Höhere Baukosten wirken sich auf Margen und Mietkalkulationen aus. Auch ESG-Standards erhöhen zunächst die Investitionskosten, selbst wenn sie langfristig Vorteile bei Energieeffizienz und Vermietbarkeit bringen können.

Hinzu kommt: Logistikimmobilien stehen in vielen Regionen wegen Flächenverbrauch, Verkehr und Landschaftsbild unter öffentlicher Beobachtung. Die Revitalisierung von Brownfields kann hier ein Vorteil sein, ersetzt aber nicht die sorgfältige Prüfung jedes einzelnen Standorts.

Gerade deshalb sollte DFI Real Estate nicht nur als Wachstumsstory, sondern als spezialisierter Entwickler in einem anspruchsvollen Marktumfeld betrachtet werden.

Galaxus, Dachser und Frischeplattform Südwest als Referenzmieter

Die Projektliste von DFI Real Estate zeigt, dass das Unternehmen nicht nur theoretisch auf nachhaltige Logistikimmobilien setzt, sondern konkrete Projekte mit etablierten Nutzern realisiert. Besonders sichtbar wird dies an den Standorten Neuenburg am Rhein, Rastatt und Kandel. Dort arbeitet DFI mit Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen: E-Commerce, klassische Kontraktlogistik sowie Lebensmittel- und Frischelogistik.

Gerade diese Mischung macht die Projekte interessant. Sie zeigt, dass nachhaltige Logistikimmobilien nicht nur für einen einzelnen Branchentyp relevant sind, sondern für sehr unterschiedliche Nutzeranforderungen angepasst werden können.

Während Galaxus vor allem große E-Commerce-Flächen benötigt, stehen bei Dachser flexible Logistikprozesse und Sicherheitsanforderungen im Vordergrund. Bei der Frischeplattform Südwest geht es zusätzlich um energieintensive Kühl- und Frischelogistik.

Neuenburg am Rhein: Galaxus als Alleinmieter im Dreiländereck

In Neuenburg am Rhein entwickelt DFI Real Estate gemeinsam mit HANSAINVEST Real Assets eine moderne Logistikimmobilie für Galaxus. Der Onlinehändler gehört zur Schweizer Digitec Galaxus AG und nutzt den Standort als alleiniger Mieter. Die Mietfläche beträgt rund 33.600 Quadratmeter.

Das Projekt umfasst ein rund 68.000 Quadratmeter großes Areal. Geplant beziehungsweise realisiert werden unter anderem rund 30.000 Quadratmeter Hallenfläche, knapp 1.000 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen sowie gut 2.600 Quadratmeter Lagermezzanine. Hinzu kommen Stellplätze für Pkw und Lkw.

Der Standort ist vor allem wegen seiner Lage interessant. Neuenburg am Rhein liegt im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Schweiz und verfügt über eine gute Anbindung an die A5. Für einen E-Commerce-Anbieter wie Galaxus ist das ein strategischer Vorteil, weil von dort aus sowohl süddeutsche als auch grenznahe Märkte effizient beliefert werden können.

Auch energetisch ist das Projekt relevant. Auf dem Dach soll eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von mehr als 2,5 Megawatt Peak entstehen. Damit wird die Immobilie nicht nur als Logistikfläche, sondern zugleich als Energieerzeugungsstandort genutzt. Für Galaxus kann dies langfristig zu einer besseren CO₂-Bilanz und zu planbareren Betriebskosten beitragen.

Bemerkenswert ist außerdem, dass der Standort bereits vor Baubeginn vollständig vermietet war. Das unterstreicht die Nachfrage nach modernen, ESG-orientierten Logistikflächen an gut angebundenen Standorten.

Rastatt: Dachser erweitert seine Logistikstruktur bei Karlsruhe

Ein weiteres wichtiges Referenzprojekt befindet sich in Rastatt. Dort mietet der Logistikdienstleister Dachser rund 27.800 Quadratmeter Fläche bei DFI Real Estate. Die Immobilie dient als Erweiterung des Dachser-Logistikzentrums im nahegelegenen Malsch bei Karlsruhe.

Die Flächenstruktur zeigt den nutzerorientierten Charakter des Projekts. Vorgesehen sind rund 23.300 Quadratmeter Hallenfläche, etwa 3.150 Quadratmeter Mezzaninlager sowie rund 1.350 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen. Damit handelt es sich nicht um eine reine Standardhalle, sondern um eine auf konkrete Betriebsabläufe ausgerichtete Logistikimmobilie.

Besonders wichtig ist die frühe Einbindung des Mieters. Da Dachser bereits vor Baubeginn als Nutzer feststand, konnten Anforderungen an Lagerung, Sicherheit, Brandschutz und Betriebsabläufe frühzeitig berücksichtigt werden. Dazu gehören unter anderem mehrere Brandabschnitte, zusätzliche bauliche Schutzmaßnahmen und ein spezielles Löschanlagenkonzept. Dieses ermöglicht auch die Lagerung sensibler Güter wie Lithium-Ionen-Batterien, die beispielsweise in Photovoltaikspeichern oder in der Automobilindustrie eingesetzt werden.

Auch in Rastatt steht das Nachhaltigkeitskonzept im Mittelpunkt. Die Immobilie soll fossilfrei beheizt werden. Dafür setzt DFI auf Wärmepumpentechnologie in Verbindung mit einer Fußbodenheizung im Hallenboden. Der dafür benötigte Strom soll zu einem großen Teil über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt werden. Diese hat eine Leistung von rund 1.200 kWp. Ergänzt wird das Konzept durch digitale Gebäudeleittechnik, die den Energieverbrauch transparent machen und optimieren soll.

Für DFI ist das Projekt ein starkes Signal an den Markt: Wenn ein etablierter Logistikdienstleister wie Dachser eine solche Fläche langfristig anmietet, spricht das für die Qualität des Standorts, die Nutzbarkeit der Immobilie und die wirtschaftliche Attraktivität nachhaltiger Logistikkonzepte.

Kandel: Frischeplattform Südwest setzt auf energieeffiziente Kühl- und Logistikhalle

In Kandel im Landkreis Germersheim entwickelt DFI Real Estate ein spezialisiertes Distributionszentrum für die Frischeplattform Südwest, die zur Gemüsering-Gruppe gehört. Die Immobilie umfasst rund 17.500 Quadratmeter und wird auf einem fast 30.000 Quadratmeter großen Grundstück in der Industriestraße errichtet.

Die Flächen sollen sich aus rund 15.500 Quadratmetern Hallenfläche, etwa 1.000 Quadratmetern Lagermezzanine und rund 1.000 Quadratmetern Büroflächen zusammensetzen. Genutzt werden soll der Standort zur Versorgung eines Kunden mit frischem Obst und Gemüse. Damit handelt es sich nicht um eine klassische Trockenlogistik, sondern um ein Projekt mit besonderen Anforderungen an Temperaturführung, Energieeffizienz und Betriebssicherheit.

Gerade hier wird der ESG-Ansatz von DFI besonders greifbar. Kühlhallen haben naturgemäß einen höheren Energiebedarf als einfache Lagerhallen. Deshalb ist das Energiekonzept für die Wirtschaftlichkeit des Projekts entscheidend. DFI plant eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von etwa 2 Megawatt Peak.

Über ein Mieterstrommodell kann der Nutzer einen Teil des erzeugten Solarstroms direkt vor Ort verwenden. Das kann helfen, die Betriebskosten zu senken und die CO₂-Bilanz der Frischelogistik zu verbessern.

Zusätzlich strebt DFI für das Projekt das DGNB-Nachhaltigkeitszertifikat in Gold an. Geplant sind außerdem begrünte Fassaden- und Dachflächen, eine begrünte Schallschutzwand sowie Ausgleichs- und Schutzflächen für Tiere und Pflanzen. Dadurch wird Nachhaltigkeit nicht nur über Energieeffizienz definiert, sondern auch über Flächenmanagement, Artenschutz und die städtebauliche Einbindung des Standorts.

Der Standort Kandel profitiert zudem von der Nähe zur A65. Dadurch bestehen gute Verbindungen in Richtung Mannheim und Karlsruhe. Für die Frischelogistik ist diese Lage besonders wichtig, weil kurze Transportwege, zuverlässige Lieferketten und schnelle Verteilung zentrale Erfolgsfaktoren sind.

Einordnung: Drei Projekte, drei unterschiedliche Nutzeranforderungen

Die drei Referenzprojekte zeigen, wie breit DFI Real Estate nachhaltige Logistikimmobilien interpretiert:

  • In Neuenburg steht der E-Commerce im Mittelpunkt
  • in Rastatt die klassische Logistik mit erhöhten Sicherheits- und Flexibilitätsanforderungen
  • in Kandel die energieintensive Frische- und Kühllogistik.

Gemeinsam ist allen Projekten, dass sie auf langfristige Nutzbarkeit, moderne Energiekonzepte und ESG-Fähigkeit ausgerichtet sind. Photovoltaik, Wärmepumpen, digitale Gebäudetechnik, Mieterstrommodelle und Zertifizierungen werden dabei nicht als Zusatz verstanden, sondern als Bestandteil der Immobilienstrategie.

Für DFI Real Estate sind diese Projekte deshalb mehr als einzelne Vermietungserfolge. Sie dienen als Referenzen für ein Marktsegment, in dem Nutzer, Investoren und Kommunen zunehmend ähnliche Anforderungen stellen: weniger Energieverbrauch, geringere Emissionen, bessere Standortqualität und langfristig wirtschaftliche Gebäudekonzepte.

Warum Brownfields immer wichtiger werden

Ein wichtiger Bestandteil der DFI-Strategie ist die Entwicklung bereits vorgenutzter oder brachliegender Gewerbeflächen. Solche Brownfields gewinnen im deutschen Immobilienmarkt deutlich an Bedeutung, weil neue Gewerbeflächen knapper werden und Kommunen sensibler auf zusätzliche Versiegelung reagieren.

Für Projektentwickler bieten Brownfields mehrere Vorteile. Häufig sind Verkehrsanbindung, Erschließung und gewerbliche Nutzung bereits vorhanden. Gleichzeitig lassen sich ungenutzte Areale wirtschaftlich reaktivieren, ohne vollständig neue Flächen in Anspruch zu nehmen.

Für Kommunen kann dies attraktiv sein, weil bestehende Standorte modernisiert, Arbeitsplätze gesichert und neue Steuereinnahmen ermöglicht werden. Für Investoren wiederum steigt die Attraktivität, wenn ein Standort nachhaltig entwickelt, energieeffizient betrieben und langfristig vermietet werden kann.

DFI Real Estate nutzt diesen Ansatz unter anderem bei Projekten, bei denen Nachhaltigkeit nicht nur über Gebäudetechnik, sondern auch über die Standortwahl definiert wird.

DFI Real Estate

Wachstumsmarkt Logistikimmobilien

Der Markt für moderne Logistikimmobilien profitiert von mehreren langfristigen Trends:

  • Wachstum des Onlinehandels
  • Regionalisierung von Lieferketten
  • Ausbau der Lebensmittel- und Frischelogistik
  • steigende ESG-Anforderungen
  • Energiewende und Dekarbonisierung

DFI Real Estate verbindet diese Entwicklungen mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Nutzerorientierung. Bereits heute verfügt das Unternehmen über Projekte im Wert von rund 270 Millionen Euro und eine umfangreiche Entwicklungspipeline.

Fazit

DFI Real Estate gehört zu den spezialisierten Entwicklern, die den Wandel im deutschen Markt für Logistik- und Gewerbeimmobilien aktiv aufgreifen. Das Unternehmen verbindet Built-to-Suit-Projekte mit ESG-Kriterien, Photovoltaik, fossilfreien Heizkonzepten, digitaler Gebäudetechnik und der Revitalisierung bestehender Flächen.

Die Projekte in Neuenburg am Rhein, Rastatt und Kandel zeigen, dass moderne Logistikimmobilien künftig mehr sein müssen als reine Lager- und Umschlagflächen. Sie werden zunehmend zu Energie-, Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsstandorten.

Für Mieter können solche Immobilien niedrigere Betriebskosten, bessere Planbarkeit und eine stärkere ESG-Positionierung bieten. Für Investoren sind langfristige Mietverträge, nachhaltige Gebäudekonzepte und bonitätsstarke Nutzer entscheidend. Gleichzeitig bleiben Risiken durch Baukosten, Zinsen, Genehmigungen und Standortakzeptanz bestehen.

Insgesamt positioniert sich DFI Real Estate überzeugend in einem Markt, der durch Energiewende, Flächenknappheit und steigende Nachhaltigkeitsanforderungen weiter an Bedeutung gewinnen dürfte.

Quellenverzeichnis

Unternehmens- und Projektinformationen

Projektpartner und Nutzer

Nachhaltigkeit, Zertifizierung und Marktinformationen

Fachmedien und Branchenberichte

Unternehmensregister und Wirtschaftsdaten

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu DFI Real Estate

Was unterscheidet DFI Real Estate von klassischen Logistikimmobilien-Entwicklern?

DFI Real Estate entwickelt keine standardisierten Hallenkonzepte, sondern setzt auf individuelle Built-to-Suit-Lösungen. Dabei werden Nutzeranforderungen, Nachhaltigkeit, Energieversorgung und langfristige Wirtschaftlichkeit bereits in der Planungsphase berücksichtigt.

Welche Bedeutung haben ESG-Kriterien bei DFI Real Estate?

ESG ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Projekte werden unter anderem mit Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, DGNB-Zertifizierungen, Begrünungskonzepten und energieeffizienter Gebäudetechnik ausgestattet.

Für welche Branchen entwickelt DFI Real Estate Immobilien?

Das Unternehmen realisiert Projekte für Logistikdienstleister, E-Commerce-Unternehmen, Industrieunternehmen sowie Anbieter aus der Lebensmittel- und Frischelogistik. Zu den bekannten Nutzern gehören Galaxus, Dachser und die Frischeplattform Südwest.

Warum gewinnen Logistikimmobilien als Investment an Bedeutung?

Die Nachfrage nach modernen Logistikflächen steigt durch E-Commerce, regionale Lieferketten und den Ausbau nachhaltiger Infrastruktur. Gleichzeitig erhöhen langfristige Mietverträge und ESG-konforme Konzepte die Attraktivität für Investoren.

Welche Rolle spielen Photovoltaikanlagen bei den Projekten?

DFI nutzt große Dachflächen gezielt zur Stromerzeugung. Die erzeugte Energie kann direkt vor Ort genutzt werden und trägt dazu bei, Betriebskosten zu senken sowie die CO₂-Bilanz der Immobilien zu verbessern.

Entwickelt DFI Real Estate auch auf bereits genutzten Flächen?

Ja. Das Unternehmen setzt verstärkt auf die Revitalisierung sogenannter Brownfield-Flächen. Dadurch können bestehende Areale nachhaltig neu genutzt werden, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.

Welche Vorteile bieten Built-to-Suit-Immobilien für Mieter?

Built-to-Suit-Projekte werden exakt auf die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens zugeschnitten. Das betrifft beispielsweise Lagertechnik, Kühlung, Energieversorgung, Büroflächen, Sicherheitskonzepte und Erweiterungsmöglichkeiten.

Welche Zukunftsperspektiven hat DFI Real Estate?

Mit einer umfangreichen Projektpipeline, einem klaren ESG-Fokus und der wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Logistikimmobilien sieht sich DFI Real Estate gut positioniert, um von den langfristigen Entwicklungen im Immobilien- und Energiemarkt zu profitieren.

Heino Ziessnitz

SCOREDEX Research

Analyst bei SCOREDEX – spezialisiert auf Unternehmenstransparenz, ESG-Bewertungen und Marktanalysen im DACH-Raum.

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