Gold ETC steuerfrei kaufen und die Abgeltungssteuer vermeiden
Von der Rechtsgrundlage bis zur Steuererklärung: alles, was Sie vor dem Kauf wissen müssen.
- Warum sind Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities) überhaupt steuerfrei?
- Welche Voraussetzungen muss ein Gold-ETC erfüllen?
- Wie sichere ich die Steuerfreiheit Schritt für Schritt?
- Was kostet die Auslieferung des Goldes wirklich?
- Ist ein Gold-ETC oder ein Goldbarren besser?
- Kursgewinne aus einem Gold-ETC mit physischer Hinterlegung und echtem Lieferanspruch bleiben nach einer Haltedauer von zwölf Monaten in Deutschland komplett steuerfrei, genau wie beim Verkauf eines Goldbarrens.
- Entscheidend ist nicht das Metall, sondern die Konstruktion des Papiers: Nur ETCs, die dem Anleger die Auslieferung von Gold verbriefen, werden vom Fiskus wie physisches Gold behandelt.
- ETCs ohne Lieferanspruch gelten steuerlich als sonstige Kapitalforderung. Auf deren Gewinne fällt die Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Soli an, unabhängig von der Haltedauer.
- Broker wie Trade Republic führen bei steuerfreien Gold-ETCs keine Steuer ab. Wurde dennoch etwas einbehalten, holen Sie sich den Betrag über die Steuererklärung zurück.
- Das Metall trägt kein Emittentenrisiko, die Struktur dahinter schon. SCOREDEX prüft seit 2012 die Transparenz und Seriosität von Anbietern, Verwahrern und Emittenten und macht das Vertrauensprofil messbar.
- Gold über ein Wertpapier kaufen und trotzdem keine Steuer zahlen
- Warum sind Gold-ETCs überhaupt steuerfrei?
- Diese Voraussetzungen muss ein Gold-ETC für die Steuerfreiheit erfüllen
- Welche Gold-ETCs sind steuerfrei? Die Übersicht
- Sind iShares Gold-ETCs steuerfrei — und welche ETCs fallen durch?
- So sichern Sie die Steuerfreiheit Schritt für Schritt
- Was kostet die Auslieferung des Goldes wirklich?
- Gold-ETC oder physischer Goldbarren: Was ist steuerlich und praktisch besser?
- Steuerfrei bei Trade Republic und anderen Brokern: Worauf müssen Sie achten?
- Unsere Erfahrung mit der Prüfung von Anbietern
- SCOREDEX: Den Anbieter hinter dem Gold-ETC prüfen
- Fazit: Steuerfrei ja, aber nur mit Lieferanspruch und geprüftem Anbieter
Gold über ein Wertpapier kaufen und trotzdem keine Steuer zahlen
Gold gilt vielen Anlegern als sicherer Hafen, doch der Weg dorthin führt selten über den Tresor. Wer den Goldpreis bequem im Depot abbilden will, greift zu einem Gold-ETC (Exchange Traded Commodity, also einer börsengehandelten, mit Gold besicherten Schuldverschreibung auf einen Rohstoff). Der große Reiz: Unter bestimmten Bedingungen bleiben die Kursgewinne komplett abgabenfrei. Nur gilt das eben nicht für jeden Gold-ETC. Ob Sie später 25 Prozent Abgeltungssteuer zahlen oder keinen Cent, entscheidet sich bereits beim Kauf des Papiers.
Der Unterschied liegt in der Konstruktion des Papiers und im Anbieter dahinter. Dieser Beitrag führt Sie von der Rechtsgrundlage über die konkreten Voraussetzungen bis zur Umsetzung im Broker-Depot. Diese Fragen klären wir:
- Auf welchem Urteil die Steuerfreiheit rechtlich beruht
- Welche Voraussetzungen ein Gold-ETC erfüllen muss
- Welche Papiere qualifizieren und welche durchfallen
- Wie Sie die Zwölf-Monats-Frist sauber einhalten
- Worauf Sie bei Trade Republic und anderen Brokern achten
Warum sind Gold-ETCs überhaupt steuerfrei?
Dass ein börsengehandeltes Wertpapier steuerlich wie ein Goldbarren behandelt wird, klingt zunächst widersprüchlich. Die Grundlage dafür hat der Bundesfinanzhof gelegt. Er entschied, dass ein Gold-ETC mit Lieferanspruch keine Kapitalforderung darstellt, sondern eine Forderung auf eine Sachleistung, nämlich die Lieferung von physischem Gold. Damit gilt der Verkauf als privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG: Nach zwölf Monaten Haltedauer bleibt der Gewinn komplett steuerfrei.
Für Xetra-Gold bestätigte der Bundesfinanzhof diese Sichtweise bereits 2015; mit dem Urteil vom 16. Juni 2020 befreite er ein weiteres physisch mit Gold gedecktes Indexprodukt von der Abgeltungssteuer. Die Finanzverwaltung schloss sich per BMF-Schreiben an. Seither behandelt das Finanzamt Erwerb, Einlösung und Verkauf solcher Papiere steuerlich wie den Handel mit Goldbarren oder Goldmünzen.
- BFH-Urteil zu Xetra-Gold aus 2015: Einstufung als Sachleistungsanspruch, nicht als Kapitalforderung
- BFH-Urteil vom 16. Juni 2020: Übertragung des Grundsatzes auf gleichartige Gold-ETCs
- BMF-Schreiben: Die Finanzverwaltung übernimmt die Rechtsprechung verbindlich
- § 23 EStG: Verkauf als privates Veräußerungsgeschäft, steuerfrei nach zwölf Monaten
- Gleichstellung mit physischem Gold: identische Behandlung wie beim Barren
Wichtig ist die Abgrenzung: Diese Steuerfreiheit gilt eben nicht pauschal für jedes Goldpapier, sondern nur für jene, die den Sachleistungsanspruch tatsächlich verbriefen. Damit rückt die konkrete Ausgestaltung des ETCs in den Mittelpunkt.
Diese Voraussetzungen muss ein Gold-ETC für die Steuerfreiheit erfüllen
Die Rechtsprechung knüpft die Steuerfreiheit an klare Bedingungen. Nur wenn ein Gold-ETC sie alle erfüllt, greift die Gleichstellung mit physischem Gold. Fällt auch nur ein Kriterium weg, landet das Papier steuerlich im Regime der Abgeltungssteuer.
Der Kern ist der echte Lieferanspruch: Das Wertpapier muss dem Anleger das Recht einräumen, sich die verbriefte Menge Gold tatsächlich als Barren aushändigen zu lassen. Ob Sie dieses Recht je nutzen, spielt keine Rolle. Allein die rechtliche Möglichkeit macht aus der Kapitalanlage eine Forderung auf Sachleistung.
- Physische Hinterlegung: Der ETC ist vollständig mit echtem Gold besichert, das in Tresoren lagert
- Echter Lieferanspruch: Der Anleger kann die Auslieferung von Goldbarren verlangen
- Nachvollziehbare Verwahrung: Emittent und Verwahrstelle sind benannt und der Bestand ist prüfbar
- Haltedauer von zwölf Monaten: Erst nach Ablauf der Jahresfrist ist der Gewinn steuerfrei
- Verkauf innerhalb der Frist: Bei kürzerer Haltedauer gilt § 23 EStG mit persönlichem Steuersatz
Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zwischen Gold-ETF und Gold-ETC. Ein klassischer Fonds darf nicht überwiegend in einen einzelnen Rohstoff investieren, weshalb deutsche Anleger den Goldpreis über ETCs abbilden, also über besicherte Schuldverschreibungen. Wird ein Produkt am Markt trotzdem als Gold-ETF bezeichnet, handelt es sich in der Regel um eine im Ausland aufgelegte Konstruktion, deren steuerliche Behandlung von der eines ETCs mit Lieferanspruch abweichen kann. Orientieren Sie sich deshalb an der Ausgestaltung des konkreten Papiers und nicht an einer pauschalen Faustregel.
Der Blick auf die Struktur dahinter ist mehr als eine Steuerfrage. Genau diese Ebene prüft SCOREDEX seit 2012: Wer verwahrt das Gold, ist der Bestand nachweisbar, und wie transparent ist die Gesellschaft dahinter? Die steuerliche Voraussetzung und die Frage nach der Seriosität des Anbieters greifen hier ineinander.
Welche Gold-ETCs sind steuerfrei? Die Übersicht
Nach der Theorie folgt die Praxis. Am Markt sind rund zwei Dutzend Gold-ETCs handelbar, doch nur ein Teil davon erfüllt die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit. Die folgende Übersicht zeigt bekannte Papiere mit ISIN, Kostenrahmen, Lieferanspruch und steuerlichem Status. Zum Kontrast steht ein prominenter ETC ohne Auslieferungsoption in der letzten Zeile.
| Gold-ETC | ISIN | Kosten p.a. | Lieferanspruch | Steuerstatus | Worauf SCOREDEX prüft |
|---|---|---|---|---|---|
| Xetra-Gold | DE000A0S9GB0 | 0,36 % | Ja | steuerfrei nach 12 Monaten | Verwahrort und Bestandsnachweis |
| EUWAX Gold II | DE000EWG2LD7 | ohne Depotentgelt | Ja | steuerfrei nach 12 Monaten | Gesellschafterstruktur der Emittentin |
| boerse.de Gold | DE000TMG0LD6 | keine laufende Verwaltungsgebühr, Kosten über den Spread | Ja | steuerfrei nach 12 Monaten | Reputationslage des Anbieters |
| WisdomTree Core Physical Gold | JE00BN2CJ301 | 0,12 % | Ja | steuerfrei nach 12 Monaten | Sitz und Regulierung des Emittenten |
| iShares Physical Gold ETC | IE00B4ND3602 | 0,12 % | Nein | Abgeltungssteuer | Emittentenrisiko ohne Lieferanspruch |
Zu den in Deutschland handelbaren Papieren mit verbrieftem Lieferanspruch zählen damit Xetra-Gold, EUWAX Gold II, boerse.de Gold und WisdomTree Core Physical Gold. Bei EUWAX Gold II und boerse.de Gold gibt es kein laufendes Verwaltungsentgelt, die Kosten fallen überwiegend über den Spread an. Auffällig ist zudem, dass ausgerechnet der größte Gold-ETC nach Fondsvolumen, der iShares Physical Gold ETC, keinen Lieferanspruch verbrieft und damit nicht unter die Steuerfreiheit fällt.
Größe und Bekanntheit sagen also nichts über den Steuerstatus aus. Genau deshalb lohnt der zweite Blick, nicht nur auf die Kennzahl, sondern auf die Konstruktion. SCOREDEX verfolgt bei über 20.000 geprüften Marktteilnehmern denselben Grundsatz: Die Außendarstellung ist schnell erstellt, entscheidend ist, was strukturell dahintersteht.
Der iShares Physical Gold ETC ist physisch mit Gold besichert, verbrieft aber keinen Lieferanspruch. Damit behandelt das Finanzamt seine Gewinne nicht wie den Verkauf von Goldbarren, sondern wie Erträge aus einer Kapitalforderung.
Die Folge: Auf realisierte Kursgewinne fällt die Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an, und zwar unabhängig davon, wie lange Sie das Papier gehalten haben. Die Zwölf-Monats-Regel greift hier schlicht nicht. So erkennen Sie ETCs ohne Steuervorteil:
- Kein Auslieferungsrecht: Der Prospekt nennt keine Möglichkeit, physisches Gold anzufordern
- Barausgleich als Regel: Bei Rückgabe erhalten Sie ausschließlich Geld statt Gold
- Formulierung im Verkaufsprospekt: Begriffe wie no physical delivery oder cash settlement sind das Warnsignal
- Steuerhinweis des Emittenten: Seriöse Anbieter weisen selbst darauf hin, dass die Abgeltungssteuer greift
Neben iShares fallen weitere international aufgelegte Gold-ETCs in diese Kategorie, sobald ihnen der Lieferanspruch fehlt. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf immer das Factsheet und den Prospekt. Wer sich unsicher ist, ob ein Emittent hält, was er verspricht, kann die dahinterstehende Gesellschaft gezielt untersuchen. SCOREDEX bewertet Transparenz, Reputation und Nachvollziehbarkeit von Emittenten und macht sichtbar, ob die Struktur zum Marketing passt.
So sichern Sie die Steuerfreiheit Schritt für Schritt
Die Voraussetzungen kennen Sie nun. Bleibt die Umsetzung, denn die Steuerfreiheit fällt Ihnen nicht automatisch zu, sondern hängt an ein paar sauberen Handgriffen. Wer diese Reihenfolge einhält, hat später keinen Ärger mit dem Finanzamt.
-
ETC mit Lieferanspruch wählen
Prospekt auf die Auslieferungsoption prüfen. -
Kauf dokumentieren
Abrechnung mit Datum und Kurs aufbewahren. -
Zwölf Monate halten
Verkauf erst nach Ablauf der Jahresfrist. -
Steuerfrei verkaufen
Nach der Frist bleibt der Gewinn abgabenfrei. -
Nur Frühverkauf melden
Verkauf innerhalb der Frist in Anlage SO eintragen.
Der häufigste Fehler steckt in Schritt drei: Ein Verkauf einen Tag zu früh macht den gesamten Gewinn steuerpflichtig, dann allerdings zum persönlichen Steuersatz. Notieren Sie sich das Kaufdatum und rechnen Sie die Jahresfrist taggenau. Bewahren Sie außerdem die Kaufabrechnung auf, denn sie ist Ihr Nachweis für Erwerbszeitpunkt und Anschaffungskosten.
Was kostet die Auslieferung des Goldes wirklich?
Der Lieferanspruch ist die Grundlage der Steuerfreiheit – doch ihn tatsächlich einzulösen, ist eine eigene Rechnung. Wer sein Gold physisch abholen will, zahlt oft mehr, als er denkt. Wichtig zuerst die Entwarnung: Die Auslieferung selbst löst kein Steuerereignis aus, weil Sie kein Veräußerungsgeschäft tätigen, sondern nur die Form Ihres Eigentums wechseln. Das kann die Auslieferung mit sich bringen:
- Ausführungsgebühren: Der Emittent berechnet Kosten für Prägung und Handling der Barren
- Mindestmengen: Häufig ist die Lieferung erst ab einer bestimmten Grammzahl möglich
- Transport und Versicherung: Der versicherte Versand oder die Abholung an einer Lieferstelle kostet extra
- Stückelung: Ihre Anteile müssen zur lieferbaren Barrengröße passen, sonst bleibt ein Restbetrag
- Kein Steuerereignis: Die reine Auslieferung ist kein Verkauf und damit steuerneutral
Für die meisten Anleger bleibt die Auslieferung deshalb eine theoretische Option, die vor allem den Steuerstatus sichert. Wer die Kosten der physischen Lieferung vermeiden möchte, kann das Papier nach Ablauf der Jahresfrist stattdessen steuerfrei über die Börse veräußern; welcher Weg zu Ihrer Situation passt, entscheiden Sie selbst. Wer dennoch ausliefern lässt, sollte den Emittenten vorher genau prüfen. Ob ein Anbieter die versprochenen Bestände hält und die Lieferprozesse verlässlich abwickelt, lässt sich anhand von Transparenz und Reputation einschätzen, den Dimensionen, die SCOREDEX bewertet.
Gold-ETC oder physischer Goldbarren: Was ist steuerlich und praktisch besser?
Steuerlich stehen beide Wege gleich da: Sowohl der Gewinn aus einem Gold-ETC mit Lieferanspruch als auch der aus einem verkauften Goldbarren bleibt nach zwölf Monaten Haltedauer steuerfrei. Die Entscheidung fällt also nicht am Finanzamt, sondern an den Kosten und der Handhabung.
Der Gold-ETC punktet mit engen Spreads und einfachem Handel im Depot, weil auf Wertpapierebene mit großen Barren gehandelt wird und kein Aufgeld anfällt. Der physische Barren dagegen liegt greifbar im Tresor, trägt kein Emittentenrisiko, kostet beim Kauf aber ein Aufgeld und erfordert eine sichere Lagerung.
Gold-ETC
- Enge Geld-Brief-Spanne, kein Aufgeld
- Handel jederzeit über das Depot
- Keine Lagerkosten für einen Tresor
- Sparpläne und kleine Beträge möglich
- Emittentenrisiko des Anbieters bleibt
- Steuerfrei nach zwölf Monaten mit Lieferanspruch
Physischer Goldbarren
- Direkter, greifbarer Besitz
- Kein Emittenten- oder Zertifikatsrisiko
- Aufgeld beim Kauf, besonders kleine Barren
- Lagerung im Safe oder Bankschließfach nötig
- Wiederverkauf über Händler mit Spanne
- Steuerfrei nach zwölf Monaten
Beide Wege haben ihre Berechtigung, je nachdem, ob Ihnen Liquidität oder unmittelbarer Besitz wichtiger ist. Beim Barren wie beim ETC gilt am Ende dieselbe Frage: Wie seriös ist der Händler oder Emittent, dem Sie Ihr Kapital anvertrauen? Die bekannten Verlustfälle rund um Gold waren fast nie Goldpreisfälle, sondern Anbieterfälle, von nicht existenten Lagerbeständen bis zu Beteiligungsmodellen ohne Substanz.
Steuerfrei bei Trade Republic und anderen Brokern: Worauf müssen Sie achten?
Viele Anleger kaufen ihren Gold-ETC heute über einen Neobroker. Die gute Nachricht: Ein steuerfreier Gold-ETC bleibt steuerfrei, egal über welchen Broker Sie ihn erwerben. Der Broker ändert nichts am Steuerstatus des Papiers, der hängt allein am Lieferanspruch.
In der Praxis führt Trade Republic bei einem korrekt eingestuften Gold-ETC mit Lieferanspruch nach zwölf Monaten Haltedauer keine Abgeltungssteuer ab. Kritisch wird es nur, wenn ein Papier falsch verbucht wurde oder Sie vor Ablauf der Frist verkaufen. Darauf sollten Sie beim Broker achten:
- Richtige ISIN: Vergewissern Sie sich, dass Sie einen ETC mit Lieferanspruch kaufen
- Automatischer Steuerabzug: Bei falscher Einstufung kann der Broker fälschlich Steuer einbehalten
- Korrektur über die Steuererklärung: Zu Unrecht abgeführte Steuer holen Sie über die Anlage KAP zurück
- Zwölf-Monats-Frist: Verkauf vor Ablauf löst Steuerpflicht zum persönlichen Satz aus
- Freigrenze bei Frühverkauf: Verkaufen Sie vor Ablauf der zwölf Monate, bleiben Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bis 1.000 Euro pro Jahr nach Paragraf 23 EStG steuerfrei
Zur häufig gestellten Frage nach dem Goldkauf über 2.000 Euro: Diese Grenze betrifft den anonymen Barkauf von physischem Gold beim Händler, ab dem eine Ausweispflicht greift. Auf den steuerfreien Handel mit Gold-ETCs im Depot hat sie keinen Einfluss. Wer sich vor dem Kauf vergewissern will, dass Emittent und Verwahrer des ausgewählten ETCs solide aufgestellt sind, kann die Gesellschaft dahinter prüfen lassen. SCOREDEX wertet je Prüfung mehr als 30 öffentliche und nicht öffentliche Datenquellen aus und übersetzt das Ergebnis in einen nachvollziehbaren Trust Score von 0 bis 1000.
Unsere Erfahrung mit der Prüfung von Anbietern
Bei Gold ist der Anbieter das Risiko, nicht das Metall. Diese Erfahrung zieht sich durch die Arbeit von SCOREDEX seit 2012. Immer wieder zeigt sich, dass eine professionelle Webseite und positive Bewertungen wenig über die tatsächliche Substanz einer Gesellschaft aussagen.
Wenn die Außendarstellung nicht zur Struktur passt
- Ausgangslage
- Ein Anbieter im Goldumfeld tritt mit professioneller Webseite, positiven Bewertungen und attraktiven Versprechen auf. Von außen ist nicht erkennbar, welche Gesellschaft dahintersteht und ob die Lagerbestände tatsächlich nachweisbar sind.
- Vorgehen
- SCOREDEX wertet je Prüfung mehr als 30 öffentliche und nicht öffentliche Datenquellen aus und betrachtet fünf Dimensionen: Transparenz, Reputation, Nachvollziehbarkeit, Stabilität und Marktverhalten. Auch handelnde Personen und Beteiligungsstrukturen werden einbezogen.
- Ergebnis
- Das Muster wird sichtbar: unklare Verantwortlichkeiten, verschachtelte Strukturen und fehlende Nachweise treten gemeinsam auf. Am Ende steht ein Trust Score von 0 bis 1000, der die Einordnung ohne Fachwissen lesbar macht.
Die Analysen von SCOREDEX bestätigen ein Muster: Risiken treten selten isoliert auf. Unklare Verantwortlichkeiten, verschachtelte Strukturen, fehlende Nachweise für Lagerbestände und übertriebene Renditeversprechen ergeben zusammengenommen ein Bild, das eine einzelne Kennzahl nicht liefert. Bewertet werden deshalb fünf Dimensionen: Transparenz, Reputation, Nachvollziehbarkeit, Stabilität und Marktverhalten. Bei einem Goldanbieter greifen sie unmittelbar, etwa bei der Frage, ob der Goldbestand nachweisbar ist.
„Transparenz ist kein Selbstzweck, sie ist die Grundlage für Vertrauen und nachhaltige Geschäftsbeziehungen.“
Max Maurischat
Geschäftsführer SCOREDEX GmbH
Die Praxisbasis ist breit, und sie schafft ein Benchmarkwissen, das kein Neuanbieter kurzfristig aufbauen kann:
- 20.000+ geprüfte Marktteilnehmer: langjährige Analysebasis seit 2012
- 30+ ausgewertete Datenquellen: je Prüfung, öffentlich und qualifiziert
- Trust Score 0 bis 1000: fünf Dimensionen in einer Zahl
SCOREDEX: Den Anbieter hinter dem Gold-ETC prüfen
Sie wissen jetzt, welcher Gold-ETC steuerfrei ist und wie Sie die Frist einhalten. Die zweite, oft übersehene Frage bleibt: Ist der Emittent hinter dem Papier vertrauenswürdig? Hier setzt SCOREDEX an. Statt allgemeiner Bewertungen erhalten Sie eine strukturierte, quellenbasierte Einordnung der Gesellschaft, die Ihr Kapital verwahrt.
- Prüfung der handelnden Personen: nicht nur die Gesellschaft, auch Management und Beteiligungsstruktur
- Frühwarnsignale vor der Bilanz: Transparenzdefizite und auffälliges Marktverhalten werden sichtbar
- Nachvollziehbares Ergebnis: ein Trust Score, den Sie ohne Fachwissen lesen können
Bevor Sie in einen Gold-ETC oder ein Goldprodukt investieren, prüfen Sie den Anbieter dahinter. Der SCOREDEX Faktencheck ist der günstige Einstieg, die Seriositätsprüfung liefert die vertiefte Analyse.
Fazit: Steuerfrei ja, aber nur mit Lieferanspruch und geprüftem Anbieter
Ein Gold-ETC ist steuerfrei, wenn er physisch hinterlegt ist, einen echten Lieferanspruch verbrieft und mindestens zwölf Monate gehalten wird. Dann behandelt das Finanzamt den Gewinn wie den Verkauf eines Goldbarrens, gestützt auf die Urteile des Bundesfinanzhofs und das anschließende BMF-Schreiben. Papiere ohne Lieferanspruch wie der iShares Physical Gold ETC fallen dagegen unter die Abgeltungssteuer.
Über den Broker müssen Sie sich beim Steuerstatus keine Sorgen machen: Was steuerfrei ist, bleibt es auch bei Trade Republic, ein zu Unrecht einbehaltener Betrag lässt sich über die Steuererklärung zurückholen. Bleibt die zweite Prüfung, die vor dem Kauf ansteht: Wer Emittent und Verwahrer vorab einordnet, verbindet den steuerlichen Vorteil mit belastbaren Informationen über den Anbieter. SCOREDEX macht diese Transparenz mit über 20.000 geprüften Marktteilnehmern und einem klaren Trust Score sichtbar. Dieser Beitrag ordnet die Rechtslage ein, ersetzt aber weder Steuer- noch Anlageberatung: Über Kauf, Haltedauer und die Behandlung in Ihrer Steuererklärung entscheiden Sie eigenverantwortlich, im Zweifel gemeinsam mit Ihrem Steuerberater.
Häufig gestellte Fragen
Sind Gold-ETCs sinnvoll?
Gold reagiert häufig gegenläufig zu Aktien und kann Schwankungen eines Portfolios abmildern. Ob und in welchem Umfang ein Gold-ETC zu Ihrer Anlagesituation passt, beantwortet dieser Beitrag nicht. Über die Seriosität des Emittenten entscheidet die Struktur dahinter, die SCOREDEX prüfbar macht.
Sind iShares Gold-ETCs steuerfrei?
Nein. Der iShares Physical Gold ETC verbrieft keinen Lieferanspruch und gilt steuerlich als Kapitalforderung. Auf die Gewinne fällt die Abgeltungssteuer an, unabhängig von der Haltedauer. Steuerfrei sind nur Papiere mit Auslieferungsoption.
Was passiert, wenn ich Gold über 2.000 Euro kaufe?
Die 2.000-Euro-Grenze betrifft den anonymen Barkauf von physischem Gold beim Händler, ab dem eine Ausweispflicht greift. Auf den Handel mit steuerfreien Gold-ETCs im Depot hat diese Schwelle keinen Einfluss.
Sind Gold-ETCs bei Trade Republic steuerfrei?
Ja, sofern es sich um einen Gold-ETC mit Lieferanspruch handelt und Sie ihn zwölf Monate halten. Trade Republic führt dann keine Steuer ab. Ob der Emittent solide ist, ordnet eine SCOREDEX-Prüfung ein.
Wie lange muss ich einen Gold-ETC halten?
Mindestens zwölf Monate ab dem Kaufdatum. Verkaufen Sie das Papier erst nach Ablauf dieser Jahresfrist, bleibt der Gewinn komplett steuerfrei. Bei einem früheren Verkauf greift Ihr persönlicher Steuersatz nach § 23 EStG.
Muss ich einen steuerfreien Gold-ETC in der Steuererklärung angeben?
Den steuerfreien Verkauf nach Ablauf der Jahresfrist müssen Sie nicht versteuern. Einen Verkauf innerhalb der zwölf Monate tragen Sie in der Anlage SO ein. Bewahren Sie Kaufabrechnung und Datum als Nachweis auf.
Wie prüfe ich den Anbieter hinter einem Gold-ETC?
Prüfen Sie Prospekt, Verwahrstelle und Emittent auf Nachweisbarkeit des Goldbestands. SCOREDEX wertet je Prüfung mehr als 30 Datenquellen aus und bündelt Transparenz, Reputation und Stabilität in einem Trust Score von 0 bis 1000.
