Die Elektromobilität verändert Werkstätten, Flottenbetriebe, Rettungsorganisationen, Fahrzeugentwicklung und Serviceprozesse grundlegend. Wo Elektro- und Hybridfahrzeuge eingesetzt, gewartet, geprüft oder instandgesetzt werden, steigen auch die Anforderungen an Arbeitssicherheit und fachliche Qualifikation.
Die WE Mobility Academy GmbH bietet dafür ein strukturiertes Schulungsangebot zur Hochvolttechnik – vom Basiskurs für E-Fahrzeug-Nutzer bis zur Spezialistenqualifikation für Arbeiten an unter Spannung stehenden Hochvolt-Systemen.
Die Schulungsübersicht der Academy macht deutlich: Hochvolt-Kompetenz ist kein Einheitskurs, sondern ein aufbauendes Qualifikationssystem. Je nach Tätigkeit, Vorbildung und Einsatzbereich benötigen Mitarbeitende unterschiedliche Schulungsstufen.
Grundlage ist die Orientierung an der DGUV Information 209-093, die Qualifizierungsanforderungen für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen beschreibt und Mindestanforderungen an Inhalte und Umfang des Qualifizierungsbedarfs formuliert.
Das Wichtigste in Kürze
- Die WE Mobility Academy bietet Hochvolt-Schulungen von Level 0 bis Level 3 an.
- Zielgruppen sind unter anderem Dienstwagenfahrer, Werkstattpersonal, Kfz-Mechatroniker, Diagnosetechniker, Karosseriebauer, Lackierer, Serviceberater, Ingenieure, Gutachter und Rettungskräfte.
- Die Kurse orientieren sich an den Stufen S, 1E/1S, 2E/2S und 3E/3S.
- Je höher die Stufe, desto größer sind Verantwortung, Praxisanteil und Sicherheitsanforderungen.
- Unternehmen können damit Qualifikationslücken schließen und den sicheren Umgang mit Elektro- und Hybridfahrzeugen organisieren.

Der Kopf hinter der WE Mobility Academy: Jonathan Wenk
Hinter der WE Mobility Academy steht Jonathan Wenk, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Der Hochvolt-Experte verbindet Erfahrung aus der Entwicklung von Elektrofahrzeug-Prototypen mit Schulungs-, Beratungs- und Vortragstätigkeit im Bereich Elektromobilität.
Sein Anspruch ist es, Betriebe und Mitarbeitende nicht nur formal zu qualifizieren, sondern sie praktisch, sicherheitstechnisch und organisatorisch auf den Umgang mit Hochvoltsystemen vorzubereiten.
Hochvolt-Kompetenz wird zum Pflichtthema für Unternehmen
Elektrofahrzeuge sind längst kein Zukunftsthema mehr. Sie gehören in Fuhrparks, Werkstätten, Autohäusern, Rettungsdiensten und Entwicklungsabteilungen zunehmend zum Arbeitsalltag.
Damit verändern sich auch die betrieblichen Anforderungen: Wer mit Hochvolt-Fahrzeugen arbeitet, muss wissen, welche Tätigkeiten erlaubt sind, welche Gefährdungen bestehen und welche Qualifikation erforderlich ist.
Die DGUV Information 209-093 beschreibt, wie sicheres Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung organisiert werden kann. Sie behandelt Qualifizierungsmaßnahmen sowohl für Forschung, Entwicklung und Produktion als auch für Servicewerkstätten.
Genau hier setzt die WE Mobility Academy an. Das Unternehmen bildet seit 2021 Hochvolt-Experten in der Elektromobilität aus und unterstützt Betriebe dabei, Mitarbeitende für neue technische Anforderungen zu qualifizieren.
Schulungsübersicht: Vom E-Fahrzeug-Nutzer bis zum Hochvolt-Spezialisten
Die WE Mobility Academy gliedert ihre Hochvolt-Schulungen in mehrere Qualifikationsstufen. Dadurch können Unternehmen gezielt auswählen, welche Schulung zu den Aufgaben ihrer Mitarbeitenden passt.
| Level | Schulung | Zielgruppe | Qualifikation |
| Level 0 | Basiskurs Stufe S | E-Fahrzeug-Nutzer, Dienstwagenfahrer, Außendienst, Automobilverkäufer | Orientierung und sicherer Umgang mit E-Fahrzeugen |
| Level 1 | Aufbaukurs Stufe 1E/1S | Werkstattpersonal, Diagnosetechniker, Kfz-Mechatroniker, Karosseriebauer, Lackierer, Serviceberater, Rettungskräfte | Fachkundig unterwiesene Person |
| Level 2 | Aufbaukurs Stufe 2E/2S | Entwicklungs- und Prüfingenieure, Kfz-Mechatroniker, Meister, Elektriker, Gutachter, Sachverständige | Fachkundige Person Hochvolt |
| Level 3 | Aufbaukurs Stufe 3E/3S | Spezialisten, Meister, Ingenieure, spezialisierte Rettungskräfte | Arbeiten an unter Spannung stehenden Hochvolt-Systemen |
Quelle: Schulungsübersicht WE Mobility Academy
Basiskurs Stufe S: Einstieg in die Elektromobilität
Der Basiskurs Stufe S richtet sich an Personen, die Elektrofahrzeuge nutzen oder betrieblich mit ihnen umgehen, ohne selbst technische Arbeiten am Fahrzeug auszuführen. Dazu zählen beispielsweise Dienstwagenfahrer, Außendienstmitarbeitende oder Mitarbeitende im Automobilverkauf.
Im Mittelpunkt stehen Grundlagen der Elektromobilität, Sicherheitsanforderungen, Funktionsweise von Hochvolt-Systemen und der sichere betriebliche Umgang mit Elektrofahrzeugen. Der Kurs dient damit als Orientierungshilfe und schafft ein Grundverständnis für Risiken und Anforderungen.
Stufe 1E / 1S: Qualifikation für unterstützende Tätigkeiten
Die Schulungen Stufe 1E und 1S richten sich an Personen, die nicht eigenständig an Hochvolt-Systemen arbeiten, aber im Umfeld von Elektro- oder Hybridfahrzeugen tätig sind. Die WE Mobility Academy nennt hier unter anderem Werkstattpersonal, Diagnosetechniker, Kfz-Mechatroniker, Karosseriebauer, Lackierer, Fahrzeugaufbereiter, Serviceberater und Rettungskräfte.
Die Teilnehmenden lernen die Tätigkeitsbereiche der Stufe 1S/1E kennen, erhalten Einblicke in den Aufbau von Elektrofahrzeugen und entwickeln ein Bewusstsein für elektrische Gefährdungen. Ziel ist die Qualifikation als fachkundig unterwiesene Person.
Stufe 2E / 2S: Fachkundige Person Hochvolt
Mit der Stufe 2E beziehungsweise 2S folgt die Vertiefung zur fachkundigen Person Hochvolt. Diese Qualifikation ist für Personen relevant, die eigenständig an Elektrofahrzeugen arbeiten sollen. Die Schulung umfasst technisches Fachwissen, Fachverantwortung, praktische Übungen und organisatorische Sicherheitsanforderungen.
Die DGUV beschreibt in der Information 209-093 Mindestanforderungen an Qualifizierungen und unterscheidet dabei unter anderem Tätigkeiten im Servicebereich sowie in Forschung, Entwicklung und Produktion. Für Unternehmen ist diese Differenzierung wichtig, weil sich Qualifikationsanforderungen je nach Einsatzbereich unterscheiden können.
Stufe 3E / 3S: Spezialistenqualifikation für Arbeiten unter Spannung
Die höchste Qualifikationsstufe richtet sich an Personen, die Arbeiten an unter Spannung stehenden Hochvolt-Systemen durchführen oder in kritischen Situationen mit Hochvolt-Batterien und Fahrzeugen umgehen müssen. Die WE Mobility Academy beschreibt diese Stufe als intensive Praxis-Ausbildung mit theoretischer und praktischer Prüfung.
Diese Qualifikation setzt ein hohes Maß an technischem Verständnis, Sicherheitsbewusstsein, persönlicher Eignung und organisatorischer Vorbereitung voraus. Für Betriebe ist sie besonders relevant, wenn Mitarbeitende in Spezialbereichen, bei Fehlersuche, Batteriespeichern oder kritischen Fahrzeugzuständen eingesetzt werden.
Online, Präsenz und Beratung: Schulungen passend zur betrieblichen Praxis
Ein Vorteil des Schulungssystems liegt in der flexiblen Umsetzung. Laut WE Mobility Academy werden die Hochvoltschulungen der Stufen 1S und 1E online durchgeführt. Die Stufen 2S, 2E, 3E und 3S bestehen aus Online- und Präsenzunterricht.
Damit eignet sich das Angebot sowohl für Einzelpersonen als auch für Unternehmen, die Mitarbeitende systematisch qualifizieren möchten. Ergänzend bietet die Academy ein kostenloses Beratungsgespräch an, um passende Schulungen für konkrete Anforderungen zu identifizieren.
Warum Hochvolt-Schulungen für Betriebe strategisch wichtig sind
Hochvolt-Schulungen sind mehr als eine formale Qualifikation. Sie helfen Unternehmen, technische Risiken zu reduzieren, Mitarbeitende rechtssicherer einzusetzen und neue Geschäftsfelder in der Elektromobilität zu erschließen.
- Für Werkstätten bedeutet das: Arbeiten an Elektro- und Hybridfahrzeugen können nur dann zuverlässig angeboten werden, wenn Personal, Prozesse und Qualifikationen zusammenpassen.
- Für Flottenbetreiber wird der sichere Umgang mit E-Fahrzeugen wichtiger.
- Für Rettungskräfte, Gutachter und Sachverständige ist Hochvolt-Wissen ebenfalls relevant, weil sie in besonderen Einsatzsituationen mit Hochvolt-Komponenten konfrontiert sein können.
Fazit: WE Mobility Academy macht Hochvolt-Kompetenz planbar
Die Schulungsübersicht der WE Mobility Academy zeigt, wie Unternehmen Hochvolt-Kompetenz strukturiert aufbauen können. Vom Grundlagenkurs für E-Fahrzeug-Nutzer über die fachkundig unterwiesene Person bis zur Spezialistenqualifikation für Arbeiten unter Spannung entsteht ein klarer Qualifizierungspfad.
Angesichts wachsender Elektromobilität ist das ein wichtiger Baustein für Arbeitssicherheit, technische Kompetenz und Zukunftsfähigkeit. Unternehmen, die frühzeitig in Hochvolt-Schulungen investieren, schaffen die Grundlage dafür, Elektro- und Hybridfahrzeuge sicher, professionell und effizient in ihre betrieblichen Abläufe zu integrieren.
Jetzt Hochvolt-Kompetenz gezielt aufbauen
Unternehmen, Werkstätten, Flottenbetreiber und technische Dienstleister sollten frühzeitig prüfen, welche Hochvoltqualifikation ihre Mitarbeitenden benötigen.
Die WE Mobility Academy unterstützt mit einem strukturierten Schulungsangebot von der Basissensibilisierung bis zur Spezialistenqualifikation. Wer den passenden Kurs sucht, kann die Schulungsübersicht nutzen oder ein kostenloses Beratungsgespräch vereinbaren.
FAQ zu Hochvolt-Schulungen
Wer benötigt eine Hochvolt-Schulung?Eine Hochvolt-Schulung benötigen Mitarbeitende, die mit Elektro- oder Hybridfahrzeugen arbeiten oder in deren Umfeld tätig sind. Das betrifft nicht nur Arbeiten direkt am Hochvoltsystem, sondern auch allgemeine Tätigkeiten am Fahrzeug, wenn Hochvolt-Komponenten vorhanden sind.
Für allgemeine Servicetätigkeiten, Reifenwechsel oder Arbeiten am 12-Volt-Bordnetz nennt die WE Mobility Academy eine Qualifikation nach Stufe 1S beziehungsweise 1E.
Für Arbeiten am freigeschalteten Hochvoltsystem ist eine Qualifikation nach Stufe 2S beziehungsweise 2E erforderlich. Für Arbeiten unter Spannung reicht diese Stufe nicht aus.
Für Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen oder bei Gefahr einer Berührung ist zusätzlich zur Stufe 2 eine Qualifikation nach Stufe 3S beziehungsweise 3E erforderlich.
Nach Angaben der WE Mobility Academy verfallen die Schulungen grundsätzlich nicht. Allerdings ist eine jährliche Unterweisung für alle Hochvoltqualifikationen erforderlich.