Lebens- und Rentenversicherungen galten jahrzehntelang als solide Säule der Altersvorsorge. Millionen Bundesbürger zahlten über viele Jahre Beiträge ein – in der Erwartung, später von garantierten Leistungen und attraktiven Überschüssen zu profitieren.
Doch zahlreiche Verträge blieben hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Genau an diesem Punkt setzt Policenkonzept24 an. Das Frankfurter Verbraucherportal hat sich darauf spezialisiert, mögliche Rückforderungsansprüche aus Lebens- und Rentenversicherungen prüfen zu lassen und betroffene Kunden mit Experten aus den Bereichen Gutachten, Recht und Versicherungswirtschaft zusammenzubringen.
Viele Versicherungsnehmer wissen gar nicht, welche Ansprüche ihnen möglicherweise zustehen. Unser Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und Betroffenen den Zugang zu spezialisierten Experten zu ermöglichen.
Marko Jelusic, Geschäftsführer Policenkonzept24
Das Wichtigste in Kürze
Policenkonzept24 prüft Rückforderungsansprüche
Das Portal unterstützt Versicherungsnehmer bei der Prüfung von Lebens- und Rentenversicherungen.
Kündigung ist nicht gleich Rückforderung
Bei einer Kündigung wird meist nur der Rückkaufswert ausgezahlt. Eine Rückforderung prüft dagegen, ob darüber hinausgehende Ansprüche bestehen.
Rechtsprechung stärkt Verbraucherrechte
Urteile von EuGH und BGH haben die Anforderungen an Transparenz, Widerrufsbelehrungen und Vertragsinformationen verschärft.
Gutachter und Anwälte spielen eine zentrale Rolle
Policenkonzept24 arbeitet nach eigenen Angaben mit spezialisierten Gutachtern, Versicherungsexperten und Rechtsanwälten zusammen.
KI soll die Vertragsanalyse beschleunigen
Moderne Analyseverfahren können umfangreiche Versicherungsunterlagen schneller strukturieren und auswerten.
Warum viele Lebensversicherungen heute kritisch betrachtet werden
Kapitalbildende Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen gehörten über Jahrzehnte zu den am häufigsten verkauften Vorsorgeprodukten in Deutschland. Besonders in den 1980er-, 1990er- und frühen 2000er-Jahren wurden sie vielen Kunden als sichere und langfristig attraktive Altersvorsorge empfohlen.
Das Problem: Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich massiv verändert.
Viele Verträge wurden in Zeiten abgeschlossen, in denen höhere Zinsen und Überschüsse erwartet wurden. Später sanken die Kapitalmarktzinsen deutlich. Gleichzeitig belasteten Abschlusskosten, Verwaltungskosten und teils komplexe Kostenstrukturen die Rendite. Für viele Versicherte wurde erst am Ende der Laufzeit sichtbar, dass die tatsächliche Auszahlung deutlich hinter früheren Erwartungen zurückblieb.
Aus Sicht vieler Verbraucher stellt sich daher heute die Frage:
- Wurde der Vertrag korrekt abgerechnet?
- Wurden Überschüsse richtig zugeteilt?
- Waren die Vertragsinformationen verständlich genug?
- Gab es Fehler in der Widerrufsbelehrung?
- Wurden Kosten und Risiken ausreichend offengelegt?
Diese Fragen bilden die Grundlage für mögliche Rückforderungsprüfungen.
Policenkonzept24 – Spezialisierung auf Rückforderungen
Policenkonzept24 versteht sich als Verbraucherportal für Versicherungsnehmer, die ihre Lebens- oder Rentenversicherung rechtlich überprüfen lassen möchten.
Im Fokus stehen insbesondere:
- klassische Lebensversicherungen
- kapitalbildende Rentenversicherungen
- fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen
- Altverträge mit möglichen Belehrungsfehlern
- Verträge mit unklaren Kostenstrukturen
- Policen mit auffälligen Abweichungen zwischen Prognose und Auszahlung
Das Unternehmen sieht sich dabei nicht als reine Informationsplattform, sondern als Schnittstelle zwischen Verbrauchern, Gutachtern, Versicherungsmathematikern und spezialisierten Rechtsanwälten.
Unternehmensprofil Policenkonzept24
| Merkmal | Information |
| Unternehmen | Policenkonzept24 GmbH |
| Sitz | Frankfurt am Main |
| Geschäftsmodell | Prüfung möglicher Rückforderungsansprüche bei Lebens- und Rentenversicherungen |
| Zielgruppe | Versicherungsnehmer mit bestehenden oder ausgelaufenen Policen |
| Leistungen | Vorprüfung, Expertenvermittlung, Gutachten, rechtliche Begleitung |
| Geschäftsführer | Marko Jelusic |
| Schwerpunkt | Lebens- und Rentenversicherungen |
Geschäftsführung der Policenkonzept24 GmbH
Die Policenkonzept24 GmbH wird von Marko Jelusic geführt. Nach den vorliegenden Unternehmensangaben verantwortet er den Ausbau des Portals als spezialisierte Anlaufstelle für Versicherungsnehmer, die mögliche Rückforderungen aus Lebens- und Rentenversicherungen prüfen lassen möchten.
Jelusic positioniert Policenkonzept24 als Verbindungsglied zwischen enttäuschten Versicherungskunden und einem Netzwerk aus Fachleuten. Dazu zählen nach Unternehmensangaben unter anderem ehemalige Versicherungsvorstände, Gutachter, Versicherungsmathematiker und spezialisierte Anwälte.
Sein Ansatz geht über eine einfache Vertragsdurchsicht hinaus. Ziel ist eine strukturierte Prüfung, ob ein Vertrag nur wirtschaftlich enttäuschend verlaufen ist – oder ob sich daraus rechtlich oder rechnerisch relevante Ansprüche ergeben können.
Besonders wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen subjektiver Enttäuschung und belastbarem Anspruch. Nicht jede schlechte Rendite begründet automatisch eine Rückforderung. Entscheidend sind Vertragsunterlagen, Belehrungen, Kostenangaben, Abrechnungen, Überschusszuteilungen und die jeweilige Rechtslage im Einzelfall.
Unternehmerische Philosophie
Marko Jelusic vertritt die Auffassung, dass Versicherungsnehmer ihre Verträge nicht vorschnell kündigen sollten, ohne zuvor mögliche Alternativen prüfen zu lassen. Statt allein den Rückkaufswert zu akzeptieren, sollen Kunden die Möglichkeit erhalten, ihre Vertragsunterlagen umfassend analysieren zu lassen. Dieses Konzept bildet den Kern des Geschäftsmodells von Policenkonzept24.
Expertennetzwerk als Erfolgsfaktor
Ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie ist der Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks. Policenkonzept24 arbeitet mit Versicherungsmathematikern, Gutachtern, spezialisierten Rechtsanwälten und Brancheninsidern zusammen. Ziel ist es, sowohl juristische als auch versicherungstechnische Fragestellungen aus einer Hand bewerten zu können.
Für viele Beobachter steht Marko Jelusic damit stellvertretend für eine neue Generation von Finanz- und Verbraucherschutzdienstleistern, die traditionelle Versicherungsprodukte zunehmend aus Sicht der Kundenrechte und der Transparenz hinterfragen.
Kündigung oder Rückforderung: Der entscheidende Unterschied
Viele Versicherungsnehmer kennen bei unattraktiven Lebensversicherungen nur eine Möglichkeit: die Kündigung.
Bei einer Kündigung zahlt der Versicherer in der Regel den sogenannten Rückkaufswert aus. Dieser kann jedoch deutlich niedriger sein als die Summe der eingezahlten Beiträge. Besonders in den ersten Vertragsjahren konnten Abschluss- und Verwaltungskosten die Rückkaufswerte erheblich belasten.
Die Rückforderung verfolgt einen anderen Ansatz.
Dabei wird nicht einfach akzeptiert, was der Versicherer als Rückkaufswert oder Ablaufleistung mitteilt. Stattdessen wird geprüft, ob der Vertrag möglicherweise fehlerhaft, unvollständig oder intransparent war.
Geprüft werden können unter anderem:
- Fehlerhafte oder unklare Widerrufsbelehrungen
- unvollständige Vertragsinformationen
- nicht ausreichend offengelegte Kosten
- fehlerhafte Berechnungen
- unzureichende Überschusszuteilungen
- mögliche Verstöße gegen europäische Verbraucherschutzvorgaben
- fehlende oder mangelhafte Beratungsdokumentation
Je nach Ergebnis kann sich daraus ein Anspruch ergeben, der über den Rückkaufswert hinausgeht. Eine Garantie dafür gibt es jedoch nicht. Jeder Fall muss individuell geprüft werden.
Wie läuft die Prüfung bei Policenkonzept24 ab?
Nach den Angaben aus dem Unternehmensumfeld beginnt der Prozess mit einer kostenfreien Vorprüfung. Versicherungsnehmer können zunächst prüfen lassen, ob ihr Vertrag grundsätzlich für eine weitere Analyse infrage kommt.
Der Ablauf lässt sich in mehreren Schritten darstellen:
1. Einreichung der Vertragsdaten
Der Versicherungsnehmer stellt die vorhandenen Unterlagen bereit. Dazu können Police, Nachträge, jährliche Standmitteilungen, Abrechnungen, Kündigungsunterlagen oder Ablaufabrechnungen gehören.
2. Erste Einschätzung
In einer Vorprüfung wird geprüft, ob Auffälligkeiten bestehen. Dabei geht es noch nicht um eine abschließende rechtliche Bewertung, sondern um die Frage, ob sich eine vertiefte Analyse lohnen könnte.
3. Kontakt durch Expertennetzwerk
Nach erfolgreicher Vorprüfung soll sich ein qualifizierter Ansprechpartner aus dem Partnernetzwerk melden. Dabei werden die nächsten Schritte erläutert.
4. Versicherungstechnische und rechtliche Analyse
In dieser Phase können Gutachter, Versicherungsmathematiker oder spezialisierte Rechtsanwälte eingebunden werden. Ziel ist eine belastbare Bewertung möglicher Ansprüche.
5. Entscheidung über weiteres Vorgehen
Erst nach der Analyse entscheidet sich, ob eine außergerichtliche Forderung, ein Vergleichsversuch oder ein gerichtliches Vorgehen sinnvoll erscheint.
Neue Rechtsprechung verändert die Ausgangslage
Ein wichtiger Treiber für die wachsende Aufmerksamkeit rund um Rückforderungen ist die Entwicklung der Rechtsprechung.
Sowohl der Europäische Gerichtshof als auch der Bundesgerichtshof haben in den vergangenen Jahren die Bedeutung verständlicher und vollständiger Verbraucherinformationen betont. Besonders relevant sind dabei Urteile zu Widerrufsbelehrungen, Vertragsinformationen und Transparenzpflichten.
Für Versicherungsnehmer kann dies bedeuten: Wenn eine Belehrung fehlerhaft war oder bestimmte Informationen nicht klar genug bereitgestellt wurden, kann unter Umständen ein späterer Widerruf oder eine weitergehende Rückabwicklung in Betracht kommen.
Gleichzeitig gilt: Die rechtliche Bewertung ist komplex. Nicht jedes Urteil ist automatisch auf jeden Vertrag übertragbar. Entscheidend sind Abschlussdatum, Vertragsmodell, konkrete Belehrung, übergebene Unterlagen und die individuelle Abrechnung.
Die Rolle der europäischen IDD-Richtlinie
Ein weiterer Aspekt ist die europäische Insurance Distribution Directive, kurz IDD. Sie hat die Anforderungen an Versicherungsvertrieb und Beratung verschärft.
Die IDD verpflichtet Versicherungsvermittler und Versicherer unter anderem zu mehr Transparenz bei:
-
Kosten
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Risiken
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Produktmerkmalen
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Interessenkonflikten
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Beratungsdokumentation
-
Kundenbedürfnissen
-
Nachhaltigkeitspräferenzen
In der Praxis kann dies für ältere oder komplexe Verträge relevant werden, wenn sich die Frage stellt, ob Kunden ausreichend über Produktstruktur, Kostenbelastung und Alternativen informiert wurden.
Policenkonzept24 greift diesen Punkt auf und stellt ihn in einen größeren Zusammenhang: Rückforderungen sind nicht nur eine Frage einzelner Vertragsfehler, sondern auch eine Frage der Transparenz im Versicherungsvertrieb.
Warum juristische Begleitung wichtig sein kann
Ein weiterer Punkt aus den Zusatzinformationen betrifft die Durchsetzung möglicher Ansprüche.
Selbst wenn ein Gutachten rechnerische Differenzen aufzeigt, bedeutet dies noch nicht automatisch, dass ein Versicherer freiwillig zahlt. Die Erfahrung aus vielen Verbraucherrechtsbereichen zeigt: Ansprüche müssen häufig substantiiert begründet, rechtlich eingeordnet und gegebenenfalls konsequent verfolgt werden.
Deshalb betont Policenkonzept24 die Zusammenarbeit mit spezialisierten Rechtsanwälten.
Für Verbraucher ist dieser Punkt wichtig. Ein einfaches Schreiben an den Versicherer reicht in komplexen Fällen oft nicht aus. Versicherungsunternehmen verfügen über eigene Rechtsabteilungen, versicherungsmathematische Expertise und standardisierte Prozesse zur Abwehr oder Prüfung von Forderungen.
Eine fundierte Anspruchsdurchsetzung setzt daher meist voraus:
- vollständige Unterlagen
- nachvollziehbare Berechnung
- juristische Einordnung
- Fristenkontrolle
- Kenntnis der aktuellen Rechtsprechung
- saubere Argumentation gegenüber dem Versicherer
Professor Dr. Philip Schade als Gutachter
Ein zentraler Bestandteil des Modells von Policenkonzept24 ist die Zusammenarbeit mit spezialisierten Gutachtern. Besonders hervorgehoben wird der Dortmunder Versicherungsmathematiker und Gutachter Prof. Dr. Philip Schade.
Nach Angaben des Portals beschäftigt sich Schade intensiv mit der verursachungsgerechten Verteilung von Überschüssen in Lebensversicherungsverträgen.
Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem:
- Bewertungsreserven
- Überschussbeteiligungen
- Gewinnzuweisungen
- Berechnungsmethoden der Versicherungsunternehmen
Durch neue Berechnungsansätze sollen mögliche Differenzen zwischen tatsächlichen und aus Sicht des Gutachters gerechtfertigten Auszahlungen sichtbar gemacht werden.
Lebensversicherung: Rückforderung Ihrer Ansprüche
Sie haben den Eindruck, dass Ihre eingezahlten Beiträge nicht vollständig in Ihrem Interesse verwendet wurden? In vielen Fällen eröffnet eine Rückforderung die Möglichkeit, Ihre tatsächlichen Ansprüche durchzusetzen.
Mit einer kostenfreien Prüfung können Sie unkompliziert feststellen, ob Ihr Vertrag die Voraussetzungen dafür erfüllt.
Nach einer erfolgreichen Vorprüfung setzt sich innerhalb von 72 Stunden ein qualifizierter Ansprechpartner aus dem Partnernetzwerk mit Ihnen in Verbindung. In einem unverbindlichen Gespräch erhalten Sie alle wichtigen Informationen und können gemeinsam besprechen, wie Sie am besten vorgehen.
Künstliche Intelligenz beschleunigt die Vertragsanalyse
Ein moderner Bestandteil des Ansatzes ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Analyse umfangreicher Versicherungsunterlagen.
Lebensversicherungsverträge bestehen oft aus zahlreichen Dokumenten: Antrag, Police, Nachträge, Bedingungen, jährliche Mitteilungen, Kosteninformationen, Abrechnungen, Kündigungsbestätigungen und Korrespondenz.
Früher mussten solche Unterlagen weitgehend manuell gesichtet und erfasst werden. Digitale Systeme können heute helfen, Dokumente schneller zu strukturieren, relevante Datenpunkte zu erkennen und für Gutachten oder rechtliche Prüfungen vorzubereiten.
KI kann unter anderem unterstützen bei:
- Erfassung großer Dokumentenmengen
- Sortierung von Vertragsunterlagen
- Erkennung relevanter Vertragsdaten
- Vergleich von Prognosen und tatsächlichen Auszahlungen
- Vorbereitung versicherungsmathematischer Berechnungen
- Beschleunigung der Gutachtenerstellung
Wichtig bleibt jedoch: KI ersetzt keine rechtliche Bewertung und kein Gutachten. Sie kann den Prozess beschleunigen, muss aber durch Fachleute kontrolliert und eingeordnet werden.
Droht eine Klagewelle wie beim Dieselskandal?
Marko Jelusic zieht in den Zusatzinformationen einen Vergleich zum Dieselskandal. Gemeint ist damit nicht, dass beide Sachverhalte identisch wären. Der Vergleich bezieht sich vielmehr auf mögliche Parallelen in der Dynamik:
- Viele Verbraucher könnten betroffen sein.
- Die Ansprüche sind für den Einzelnen schwer zu erkennen.
- Juristische Expertise und Gutachten spielen eine wichtige Rolle.
- Erst durch öffentliche Aufmerksamkeit entsteht breiter Handlungsdruck.
- Einzelne Verfahren können Signalwirkung für viele weitere Fälle haben.
Ob daraus tatsächlich eine große Klagewelle entsteht, ist offen. Dafür müssten mehrere Faktoren zusammenkommen: verbraucherfreundliche Rechtsprechung, belastbare Gutachten, wirtschaftlich sinnvolle Verfahren, anwaltliche Spezialisierung und eine hohe Bekanntheit des Themas.
Fest steht aber: Millionen Lebens- und Rentenversicherungen erreichen in den kommenden Jahren ihre Ablaufphase. Viele Versicherte werden dann erstmals konkret sehen, welche Auszahlung sie tatsächlich erhalten. Genau dieser Moment könnte zu einer steigenden Nachfrage nach Vertragsprüfungen führen.
Warum der Zeitpunkt für viele Versicherte entscheidend ist
Viele Versicherungsnehmer beschäftigen sich erst dann mit ihrem Vertrag, wenn die Auszahlung bevorsteht oder eine Kündigung geplant ist. Aus Sicht von Experten kann das zu spät sein.
Sinnvoll kann eine Prüfung bereits sein, wenn:
- die Ablaufleistung deutlich niedriger erscheint als erwartet
- der Vertrag gekündigt werden soll
- bereits ein Rückkaufswert angeboten wurde
- der Vertrag ausgelaufen ist
- alte Unterlagen unverständlich oder widersprüchlich wirken
- hohe Kosten vermutet werden
- die Widerrufsbelehrung unklar erscheint
- Überschussbeteiligungen nicht nachvollziehbar sind
Auch bereits gekündigte oder ausgezahlte Verträge können unter Umständen noch geprüft werden. Ob tatsächlich Ansprüche bestehen, hängt jedoch stark vom Einzelfall ab.
Welche Versicherungsnehmer sollten genauer hinsehen?
Eine Prüfung kann besonders für Versicherte interessant sein, die alte Verträge besitzen oder besessen haben.
Dazu zählen vor allem:
- Verträge aus den 1990er- und frühen 2000er-Jahren
- klassische kapitalbildende Lebensversicherungen
- private Rentenversicherungen mit langer Laufzeit
- fondsgebundene Rentenversicherungen mit enttäuschender Entwicklung
- Verträge mit hoher Kostenbelastung
- Policen mit unklaren oder schwer verständlichen Unterlagen
- Verträge, bei denen Auszahlung und Prognose stark auseinanderfallen
Je länger ein Vertrag lief und je höher die eingezahlten Beiträge waren, desto relevanter kann eine professionelle Prüfung sein.
Chancen und Grenzen von Rückforderungen
Bei aller Aufmerksamkeit für mögliche Ansprüche ist eine sachliche Einordnung wichtig.
Rückforderungen sind kein Selbstläufer. Sie hängen von rechtlichen, rechnerischen und wirtschaftlichen Faktoren ab. Nicht jeder enttäuschende Vertrag ist automatisch fehlerhaft. Nicht jede niedrige Auszahlung führt zu einem Anspruch. Und nicht jeder Anspruch lässt sich wirtschaftlich sinnvoll durchsetzen.
Zu den möglichen Chancen zählen:
- höhere Auszahlung als beim Rückkaufswert
- Nachforderung falsch berechneter Ansprüche
- Prüfung fehlerhafter Widerrufsbelehrungen
- Rückabwicklung unter bestimmten Voraussetzungen
- mehr Transparenz über die tatsächliche Vertragsleistung
Zu den Grenzen zählen:
- Einzelfallabhängigkeit
- Verjährungsfragen
- prozessuale Risiken
- Kosten eines Gutachtens oder Verfahrens
- abweichende Einschätzung von Gerichten
- keine garantierte Auszahlung
Gerade deshalb ist die Vorprüfung ein wichtiger erster Schritt.
Bewertung: Warum Policenkonzept24 ein relevantes Marktsegment besetzt
Policenkonzept24 bewegt sich in einem Markt, der durch drei Entwicklungen an Bedeutung gewinnt.
- Erstens erreichen viele ältere Lebensversicherungen ihre Ablaufphase. Damit wird für Millionen Versicherte sichtbar, ob sich die langjährige Beitragszahlung tatsächlich gelohnt hat.
- Zweitens haben Rechtsprechung und europäische Vorgaben die Anforderungen an Transparenz, Beratung und Verbraucherinformation erhöht.
- Drittens ermöglichen digitale Prüfverfahren und KI-gestützte Dokumentenanalyse eine schnellere Auswertung komplexer Vertragsunterlagen.
Das Geschäftsmodell von Policenkonzept24 verbindet diese drei Entwicklungen: Verbraucherinteresse, juristische Prüfung und technische Effizienz.
Für Versicherte kann das Portal eine erste Orientierung bieten.
Für Versicherer könnte das Thema jedoch zu einem Reputations- und Kostenrisiko werden, falls sich in größerem Umfang Ansprüche bestätigen sollten.
Fazit
Policenkonzept24 adressiert ein Thema, das in den kommenden Jahren deutlich an Relevanz gewinnen dürfte. Viele Lebens- und Rentenversicherungen laufen aus, zahlreiche Versicherte sind mit den Ergebnissen unzufrieden, und die rechtlichen Anforderungen an Transparenz und Verbraucherinformation sind gestiegen.
Der zentrale Unterschied liegt zwischen Kündigung und Rückforderung. Während bei einer Kündigung meist nur der Rückkaufswert ausgezahlt wird, prüft eine Rückforderung mögliche weitergehende Ansprüche.
Policenkonzept24 positioniert sich dabei als Schnittstelle zwischen Versicherungsnehmern, Gutachtern, Versicherungsmathematikern und spezialisierten Rechtsanwälten. Besonders die Kombination aus fachlicher Expertise, juristischer Begleitung und KI-gestützter Dokumentenanalyse kann den Prüfprozess beschleunigen.
Ob tatsächlich eine größere Klagewelle entsteht, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Versicherungsnehmer sollten alte Lebens- und Rentenversicherungen nicht vorschnell kündigen oder abrechnen lassen, ohne vorher mögliche Ansprüche geprüft zu haben.
Quellenverzeichnis
- Policenkonzept24 GmbH – Offizielle Website
- Policenkonzept24 – Kostenfreie Vertragsprüfung und Informationen zur Rückforderung von Lebens- und Rentenversicherungen
- Business Leaders – Policenkonzept24: Klagewelle bei LV-Rückforderungen erwartet – wie beim Dieselskandal
- Bundesgerichtshof (BGH) – Entscheidungen zur Lebensversicherung und Widerrufsbelehrung
- Europäischer Gerichtshof (EuGH) – Rechtsprechung zum Verbraucherschutz bei Versicherungsverträgen
- Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) – Informationen zum Versicherungsmarkt
- Bundesministerium der Justiz – Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
- Verbraucherzentrale – Informationen zu Lebensversicherungen und Rückkaufswerten
- Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv)
- Bundesanzeiger – Unternehmensveröffentlichungen und Registerdaten
- Unternehmensregister Deutschland
FAQ zu Policenkonzept24
Was macht Policenkonzept24?
Policenkonzept24 prüft mögliche Rückforderungsansprüche aus Lebens- und Rentenversicherungen. Das Portal bringt Versicherungsnehmer mit spezialisierten Experten aus Gutachten, Versicherungsmathematik und Recht zusammen.
Welche Verträge können geprüft werden?
Geprüft werden können unter anderem klassische Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, fondsgebundene Policen und ältere Verträge mit möglichen Belehrungs- oder Transparenzmängeln.
Ist eine Prüfung auch bei gekündigten Verträgen möglich?
Ja, grundsätzlich können auch bereits gekündigte oder ausgelaufene Verträge geprüft werden. Ob noch Ansprüche bestehen, hängt vom konkreten Vertrag und der Rechtslage ab.
Was ist der Unterschied zwischen Kündigung und Rückforderung?
Bei einer Kündigung wird meist nur der Rückkaufswert ausgezahlt. Bei einer Rückforderung wird geprüft, ob dem Versicherungsnehmer darüber hinaus weitere Ansprüche zustehen könnten.
Sind Rückforderungen garantiert?
Nein. Rückforderungen sind immer vom Einzelfall abhängig. Entscheidend sind Vertragsunterlagen, Belehrungen, Abrechnungen, Fristen und die konkrete rechtliche Bewertung.
Welche Rolle spielt Prof. Dr. Philip Schade?
Prof. Dr. Philip Schade wird als spezialisierter Gutachter genannt. Sein Schwerpunkt liegt auf der Prüfung von Überschussverteilungen und versicherungsmathematischen Berechnungen bei Lebensversicherungen.
Warum spielt KI eine Rolle?
KI kann helfen, umfangreiche Versicherungsunterlagen schneller zu erfassen, zu strukturieren und für Gutachten vorzubereiten. Die abschließende Bewertung bleibt jedoch Aufgabe von Experten.
Droht wirklich eine Klagewelle?
Das ist offen. Policenkonzept24 sieht Parallelen zu früheren großen Verbraucherrechtsfällen. Ob daraus eine breite Klagewelle entsteht, hängt von Rechtsprechung, Gutachten, Verbraucherinteresse und wirtschaftlicher Durchsetzbarkeit ab.

