Die DN Group AG entwickelt ihr Beteiligungsportfolio im Jahr 2026 gezielt weiter und verbindet Kapitalmarkt, Nachhaltigkeit und innovative Zukunftsbranchen. Im ersten Halbjahr wies die Gesellschaft ein Eigenkapital von 386,9 Millionen Euro beziehungsweise 6,96 Euro je Aktie aus. Gleichzeitig erreichten mehrere Beteiligungen wichtige operative Meilensteine. Besonders sichtbar ist die Entwicklung bei der Algene Holding SE: Mit einer ersten Ernte von 4.500 Litern Mikroalgen und einer anschließenden GMP-Zertifizierung wurden weitere Voraussetzungen für Produktion und Vermarktung geschaffen.
„Wer die DN Group ausschließlich über Finanzierung und Vertrieb betrachtet, betrachtet einen wichtigen, aber nicht vollständigen Ausschnitt. Für eine umfassende Einordnung gehören ebenso Eigenkapitalbasis, Beteiligungswerte und die operative Entwicklung der Portfoliounternehmen auf den Tisch.“
SCOREDEX Research Team
Der Blick auf die aktuellen Kennzahlen zeigt dabei nur einen Teil des Gesamtbildes. Für die Einordnung einer Beteiligungsgesellschaft sind neben der Finanzierung vor allem die Substanz des Portfolios, die Entwicklung der einzelnen Beteiligungen und deren Fähigkeit relevant, aus Technologien und Geschäftsmodellen konkrete wirtschaftliche Anwendungen zu entwickeln.
DN Group AG 2026 im Kurzüberblick:
- 386,9 Millionen Euro Eigenkapital
6,96 Euro je Aktie
Algene startet Serienproduktion
GMP-Zertifizierung unterstützt Marktentwicklung
Portfolio zeigt operative Fortschritte
First Berlin bestätigt „Add“
DN Group: Beteiligungen in Zukunftsmärkten
Die DN Group AG mit Sitz in Frankfurt am Main verfolgt einen kapitalmarktorientierten Beteiligungsansatz. Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr unter anderem in Düsseldorf, Frankfurt und München sowie über Tradegate gehandelt.
Der Investitionsansatz konzentriert sich nach Unternehmensangaben auf Impact-Unternehmen und Geschäftsmodelle aus Zukunftsbereichen wie künstlicher Intelligenz, Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Ernährung, Gesundheit und Energie. Neben Beteiligungskapital bringt die DN Group Kapitalmarkt- und Transaktionserfahrung ein und begleitet Portfoliounternehmen bei ihrer weiteren Unternehmens- und Kapitalmarktentwicklung.
Das Geschäftsmodell ist damit breiter als die reine Verwaltung eines Wertpapierportfolios. Entscheidend ist vielmehr, ob Beteiligungsunternehmen operative Fortschritte erzielen, ihre Technologien skalieren und daraus mittel- bis langfristig zusätzliche Unternehmenswerte entstehen.
Geschäftsjahr 2025 schuf eine starke Ausgangsbasis
Für die aktuelle Einordnung lohnt zunächst der Blick auf das abgeschlossene Geschäftsjahr 2025. Die DN Group veröffentlichte für 2025 nach HGB einen geprüften Jahresüberschuss von 23,1 Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende auf rund 460 Millionen Euro.
Besonders deutlich entwickelte sich das Eigenkapital: Es stieg von 285,0 Millionen Euro auf 386,5 Millionen Euro. Die Gesellschaft wies damit zum 31. Dezember 2025 eine Eigenkapitalquote von 84 Prozent aus.
Diese Zahlen sind für die Betrachtung des Unternehmens relevant, weil sie zeigen, dass die DN Group ihre Beteiligungsstrategie nicht ausschließlich auf Fremdfinanzierung stützt. Zum Jahresende 2025 stand der Gesellschaft eine erhebliche bilanzielle Eigenkapitalbasis gegenüber.
Gleichzeitig wurde das Portfolio erweitert. Zu den bereits Ende 2025 kommunizierten Beteiligungen gehörten unter anderem Save the Water, SUSMATA, EcoMotion und Tridi Solutions. Die Geschäftsmodelle reichen von wasserloser Hygiene über nachhaltige Materialien und Mobilitätslösungen bis zu KI-gestützter Medizintechnik.
Erstes Halbjahr 2026: Eigenkapital bleibt stabil
Zum 30. Juni 2026 lag das Eigenkapital der DN Group bei 386,9 Millionen Euro und damit praktisch auf dem Niveau des Jahresendes 2025 mit 386,5 Millionen Euro. Gegenüber dem 30. Juni 2025, als 288,5 Millionen Euro ausgewiesen worden waren, lag die Eigenkapitalbasis weiterhin deutlich höher.
Das Eigenkapital je Aktie erreichte zum Halbjahresende 6,96 Euro.
Beim laufenden Ergebnis fiel die Entwicklung zurückhaltender aus. Das EBIT betrug im ersten Halbjahr 3,2 Millionen Euro nach 5,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Periodenüberschuss belief sich auf rund 0,4 Millionen Euro, nachdem im ersten Halbjahr 2025 noch 3,5 Millionen Euro erreicht worden waren.
Als wesentlichen Faktor nennt die Gesellschaft planmäßig gestiegene Zinsaufwendungen. Das Finanzergebnis lag bei minus 2,8 Millionen Euro nach minus 2,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Die Zahlen ergeben damit ein differenziertes Bild: Die laufende Ergebnisentwicklung war schwächer, während die Eigenkapitalbasis auf hohem Niveau stabil blieb.
Gerade bei einer Beteiligungsgesellschaft sollten diese beiden Ebenen voneinander getrennt betrachtet werden.
Ein wichtiger Bilanzierungsaspekt
Hinzu kommt ein für die Bewertung der Halbjahreszahlen wichtiger Punkt: Die DN Group erstellt ihren Halbjahresabschluss nach HGB. Nach Angaben des Unternehmens wurden deshalb im Halbjahresabschluss keine Aufwertungen der Wertansätze der Portfoliounternehmen vorgenommen.
Damit schlägt sich eine positive operative Entwicklung einer Beteiligung nicht automatisch als entsprechender Bewertungsgewinn im Halbjahresergebnis nieder.
Das bedeutet umgekehrt nicht, dass operative Fortschritte zwangsläufig zu späteren Wertsteigerungen führen. Es erklärt jedoch, warum die Entwicklung einer Beteiligungsgesellschaft nicht ausschließlich anhand des kurzfristigen Periodenergebnisses beurteilt werden sollte.
Entscheidend ist zusätzlich, was in den Portfoliounternehmen tatsächlich geschieht.
Algene: aus Technologie wird Produktion
Ein besonders konkretes Beispiel liefert 2026 die Algene Holding SE.
Am 13. Juli meldete die DN Group, dass Algene erstmals eine Ernte hochreiner Mikroalgen im industriellen Maßstab abgeschlossen habe. Der Ertrag belief sich nach Unternehmensangaben auf 4.500 Liter.
Die Mikroalgen sind als Rohstoff insbesondere für Anwendungen in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie vorgesehen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kündigte das Unternehmen zudem eine erste Lieferung an einen deutschen Kosmetikhersteller an.
Damit verändert sich die Qualität der Entwicklung: Aus einer technologischen und produktionsbezogenen Investmentstory entstehen erstmals konkrete Produktionsmengen und mögliche industrielle Anwendungen.
Für Algene beginnt damit eine neue Phase. Nun wird es darauf ankommen, Produktionsmengen weiterzuentwickeln, Lieferbeziehungen aufzubauen und aus den technologischen Möglichkeiten wiederkehrende Umsätze entstehen zu lassen.
GMP-Zertifizierung als weiterer Entwicklungsschritt
Nur wenige Tage später folgte ein weiterer Meilenstein.
Nach Angaben der DN Group erhielt Algene von der Quantum Quality GmbH nach einer Qualitätsprüfung eine GMP-Zertifizierung auf Grundlage der DIN EN ISO 22716:2007. Gegenstand der Prüfung waren unter anderem Herstellung, Prozesse, Hygienemaßnahmen und Produktionsanlagen.
Die DN Group erklärte im Zusammenhang mit dem Audit zudem, die Skalierbarkeit der Mikroalgenproduktion im industriellen und kommerziellen Maßstab sei bestätigt worden.
Für die Einordnung ist die Quellenlage klar zu kennzeichnen: Die Angaben zur Zertifizierung und zu deren Bedeutung stammen aus der Unternehmenskommunikation der DN Group. SCOREDEX hat keine eigene technische Prüfung der Produktionsanlagen vorgenommen.
Unabhängig davon dokumentiert die Zertifizierung einen nachvollziehbaren Entwicklungsschritt auf dem Weg von einer technologischen Lösung zu einer industriell nutzbaren Produktion.
Algene wird damit greifbarer
Gerade bei jungen Technologie- und Impact-Unternehmen besteht häufig eine erhebliche Distanz zwischen einer guten Idee und einem funktionierenden Geschäftsmodell.
Bei Algene lassen sich inzwischen mehrere Entwicklungsstufen konkret benennen:
- Entwicklung des Produktionsverfahrens,
- Aufbau der Produktionsinfrastruktur,
- erste Ernte im industriellen Maßstab,
- 4.500 Liter Produktionsmenge,
- Qualitätsprüfung und GMP-Zertifizierung,
- Vorbereitung erster Lieferbeziehungen.
Das bedeutet noch nicht, dass eine großflächige kommerzielle Skalierung bereits erreicht ist. Es zeigt jedoch, dass sich die Beteiligung über die reine Entwicklungsphase hinausbewegt hat.
Genau solche Fortschritte sind für die weitere Beurteilung eines Beteiligungsportfolios wesentlich.
Save the Water: Fortschritte auch außerhalb von Algene
Die operative Entwicklung des Portfolios beschränkt sich nicht allein auf Algene.
Mit der SW Save the Water GmbH verfügt die DN Group über eine weitere Beteiligung, die 2026 konkrete Anwendungsnachweise meldete. Das Unternehmen entwickelt mit „Soapeya“ eine wasserlose Hygienelösung.
Nach Angaben der DN Group wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten sechs Tonnen Soapeya im Rahmen eines humanitären Einsatzes in Syrien verwendet und dienten dort der Handhygiene von mehr als 13.000 Menschen.
Daneben erhielt Soapeya bei einer Untersuchung durch Dermatest das Prüfungsurteil „exzellent“. Unternehmensangaben zufolge wurden zudem praktische Anwendungen im Rahmen eines Einsatzes von Plan International in Ghana durchgeführt.
Auch hier gilt: Humanitäre Anwendung und ein positives Prüfungsurteil sind nicht mit kommerziellem Erfolg gleichzusetzen. Sie liefern aber konkrete Hinweise darauf, dass Produkte aus dem DN-Group-Portfolio nicht ausschließlich konzeptionell bestehen, sondern bereits praktisch eingesetzt werden.
Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Anwendungsbezug
Gerade darin liegt ein wichtiger Bestandteil der Investmentstrategie der DN Group.
Nachhaltigkeit wird nicht ausschließlich über abstrakte ESG-Ziele definiert. Die Beteiligungen sollen Produkte und Technologien entwickeln, die einen konkreten Markt adressieren.
Bei Algene sind dies etwa Rohstoffe für Kosmetik und Ernährung. Save the Water adressiert Wasserverbrauch und Hygiene. SUSMATA entwickelt Materialien aus pflanzlichen Reststoffen für Anwendungen unter anderem in Mode, Innenausstattung und Automobilindustrie. Tridi Solutions arbeitet an KI-gestützter Unterstützung bei medizinischen Eingriffen.
Damit verfolgt die DN Group einen Ansatz, bei dem Nachhaltigkeitswirkung und wirtschaftliche Skalierbarkeit miteinander verbunden werden sollen.
Ob dieser Ansatz langfristig erfolgreich ist, entscheidet sich letztlich nicht an der Bezeichnung „Impact Investment“, sondern daran, ob die Beteiligungen marktfähige Produkte, Kunden, Umsätze und nachhaltige Unternehmenswerte entwickeln.
Strukturierter Impact-Ansatz
Bereits 2025 führte die DN Group nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Nachhaltigkeitsberatung p17 einen standardisierten Venture Impact Assessment – VIA genannten Bewertungsprozess ein.
Dabei sollen Beteiligungen anhand von 40 ESG-Kriterien bewertet und zugleich den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen zugeordnet werden. Der Prozess wird nach Unternehmensangaben bereits vor einer Investitionsentscheidung eingesetzt und soll neben der wirtschaftlichen Perspektive die ökologische und gesellschaftliche Wirkung eines möglichen Investments systematisch erfassen.
Auch dies unterscheidet die Investmentstrategie von einer rein thematischen Auswahl vermeintlich „grüner“ Unternehmen: Die DN Group versucht, Auswahl und Wirkung anhand eines definierten Systems zu strukturieren.
Aktuelle Berichterstattung: Finanzierung ist Teil des Gesamtbildes
Im September 2026 rückte die DN Group zusätzlich in den Fokus der WirtschaftsWoche.
Der am 15. September veröffentlichte Beitrag beschäftigt sich insbesondere mit der Unternehmensanleihe, ihrer Verzinsung und dem Vertriebsumfeld. Bereits die Überschrift stellt die rund 50 Millionen Euro sowie etwa 1.400 Anleger in den Mittelpunkt und formuliert Fragen zum Vertriebsmodell.
Dass sich Wirtschaftsmedien mit hoch verzinsten Unternehmensanleihen und deren Vertrieb kritisch beschäftigen, ist grundsätzlich nachvollziehbar. Die DN Group hat unter anderem Unternehmensanleihen mit einer Verzinsung von 10 Prozent p. a. emittiert. Die jeweiligen Anleihebedingungen und Wertpapierprospekte bilden dabei die maßgebliche Grundlage für die Beurteilung der konkreten Finanzinstrumente.
Eine solche Betrachtung beschreibt allerdings zunächst die Finanzierungsseite des Unternehmens.
Für die Einordnung der DN Group als Ganzes gehören weitere Ebenen hinzu: die Bilanzstruktur, das Eigenkapital, der Wert und die Entwicklung der Beteiligungen sowie deren operative Fortschritte.
Gerade die aktuellen Zahlen zeigen, warum diese Differenzierung sinnvoll ist. Den Finanzierungsaufwendungen steht zum 30. Juni 2026 ein bilanzielles Eigenkapital von 386,9 Millionen Euro gegenüber. Gleichzeitig berichten mehrere Portfoliounternehmen über operative Entwicklungsschritte.
Die aktuelle Diskussion über Finanzierung und Vertrieb ist damit Bestandteil einer vollständigen Betrachtung – sie bildet aber nicht allein das Geschäftsmodell und die wirtschaftliche Substanz der DN Group ab.
Keine Gegendarstellung, sondern ein breiterer Blick
Daraus folgt auch die redaktionelle Einordnung dieses Beitrags.
Die von der WirtschaftsWoche angesprochenen Fragen zu Finanzierung und Vertrieb werden dadurch nicht gegenstandslos. Sie sollten jedoch gemeinsam mit den veröffentlichten Finanzkennzahlen, den Anleihebedingungen und der Entwicklung der Beteiligungen betrachtet werden.
Wer ausschließlich auf die Verzinsung einer Unternehmensanleihe schaut, erhält ebenso wenig ein vollständiges Unternehmensbild wie jemand, der ausschließlich die positiven Meldungen der Portfoliounternehmen betrachtet.
Für eine sachgerechte Einschätzung gehören beide Seiten zusammen.
Genau hier liefern die Halbjahreszahlen 2026, die operative Entwicklung bei Algene und Save the Water sowie die externe Analysten-Coverage zusätzliche Informationen, die über die aktuelle Anleihediskussion hinausgehen.
First Berlin bestätigt „Add“
Auch externe Kapitalmarktanalysen beschäftigen sich regelmäßig mit der DN Group.
First Berlin Equity Research veröffentlichte am 14. September 2026 ein neues Research-Update. Analyst Alexander Rihane bestätigte darin die Einstufung „Add“, reduzierte das Kursziel allerdings von 6,20 Euro auf 6,00 Euro.
Als Grund für die Anpassung nennt First Berlin insbesondere eine höhere Nettoverschuldung. Gleichzeitig verweist die Analyse auf operative Fortschritte bei Algene und Save the Water sowie auf erwartete Ergebnisbeiträge aus weiteren Portfoliotransaktionen.
Auch diese Analyse zeichnet damit kein einseitiges Bild: Finanzierung und Verschuldung werden berücksichtigt, gleichzeitig werden operative Fortschritte und Beteiligungswerte in die Bewertung einbezogen.
Genau diese Mehrdimensionalität erscheint auch für die redaktionelle Betrachtung der DN Group sinnvoll.
Analystenstudien sind allerdings stets Einschätzungen des jeweiligen Research-Hauses und weder eine Garantie für zukünftige Kursentwicklungen noch eine Anlageempfehlung.
Was für die zweite Jahreshälfte 2026 zählt
Für die weitere Entwicklung der DN Group dürften vor allem drei Bereiche entscheidend sein.
1. Operative Entwicklung der Beteiligungen
Algene muss zeigen, dass aus der begonnenen Produktion konkrete und wiederkehrende Lieferbeziehungen entstehen. Bei Save the Water wird entscheidend sein, in welchem Umfang aus den bisherigen praktischen Anwendungen ein skalierbares Geschäftsmodell entwickelt werden kann.
2. Beteiligungswerte und Ergebnisse
Die hohe Eigenkapitalbasis gibt der DN Group bilanziell Substanz. Langfristig wird jedoch entscheidend sein, ob die Beteiligungen ihre Werte erhalten oder steigern und daraus Ausschüttungen, Veräußerungserlöse oder andere Ergebnisbeiträge entstehen.
3. Finanzierung und Kapitalstruktur
Auch Finanzierungskosten bleiben relevant. Die Halbjahreszahlen zeigen, dass gestiegene Zinsaufwendungen das Ergebnis belastet haben. Portfolioentwicklung und Finanzierungsstruktur müssen deshalb gemeinsam betrachtet werden.
SCOREDEX-Einordnung
Die DN Group AG befindet sich 2026 in einer Phase, in der sich ihre Beteiligungsstrategie zunehmend an konkreten operativen Ergebnissen messen lässt.
Mit 386,9 Millionen Euro Eigenkapital verfügt die Gesellschaft zum Halbjahresende über eine erhebliche bilanzielle Basis. Das laufende Ergebnis fiel gegenüber dem Vorjahr niedriger aus, wobei insbesondere höhere Finanzierungskosten eine Rolle spielten.
Gleichzeitig sind innerhalb des Portfolios Fortschritte erkennbar, die über reine Zukunftsankündigungen hinausgehen.
Algene hat erstmals Mikroalgen im industriellen Maßstab geerntet und eine GMP-Zertifizierung gemeldet. Save the Water kann praktische Anwendungen seiner wasserlosen Hygienelösung vorweisen. Weitere Beteiligungen adressieren Zukunftsmärkte von nachhaltigen Materialien bis zur KI-gestützten Medizintechnik.
Die Finanzierung über Unternehmensanleihen ist ein wichtiger Teil der Betrachtung, greift für eine Einordnung der DN Group als Ganzes jedoch zu kurz.
Die Finanzierung gehört zur Betrachtung. Ebenso relevant sind jedoch die erhebliche Eigenkapitalbasis, der Wert des Portfolios und die Frage, ob aus den Beteiligungen nachhaltig wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen entstehen.
Fazit
Die DN Group AG zeigt 2026 ein differenziertes, aber in wesentlichen Bereichen konstruktives Bild.
Auf der einen Seite stehen höhere Finanzierungskosten und ein gegenüber dem Vorjahr niedrigeres Halbjahresergebnis. Diese Punkte sind transparent und gehören zu einer seriösen Unternehmensbetrachtung.
Auf der anderen Seite verfügt die Gesellschaft über 386,9 Millionen Euro Eigenkapital, nachdem bereits das Geschäftsjahr 2025 mit einem geprüften Jahresüberschuss von 23,1 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 84 Prozent abgeschlossen worden war.
Vor allem aber wird das Beteiligungsportfolio greifbarer.
Algene hat den Schritt in eine industrielle Produktion begonnen. Die erste Ernte von 4.500 Litern und die gemeldete GMP-Zertifizierung schaffen zusätzliche Grundlagen für eine weitere kommerzielle Entwicklung. Auch Save the Water liefert mit praktischen Anwendungen und externen Produkttests operative Anhaltspunkte.
Damit rückt eine Frage zunehmend in den Mittelpunkt:
Kann die DN Group die vorhandene bilanzielle Substanz und die Fortschritte ihrer Beteiligungen dauerhaft in zusätzliche wirtschaftliche Ergebnisse übersetzen?
Die Ausgangslage dafür hat sich 2026 sichtbar konkretisiert. Die nächsten Entwicklungsschritte der Portfoliounternehmen werden zeigen, in welchem Umfang sich daraus zusätzliche wirtschaftliche Beiträge und Werte für die DN Group entwickeln.
Die DN Group AG ist eine kapitalmarktorientierte Beteiligungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf Impact-Unternehmen und Zukunftsbranchen. Zu den adressierten Bereichen zählen unter anderem künstliche Intelligenz, Mobilität, Kreislaufwirtschaft, Ernährung, Gesundheit und Energie.
Zum 30. Juni 2026 wies die DN Group ein Eigenkapital von 386,9 Millionen Euro aus. Das entsprach 6,96 Euro je Aktie. Zum Jahresende 2025 hatte das Eigenkapital bei 386,5 Millionen Euro gelegen.
Das EBIT erreichte im ersten Halbjahr 2026 3,2 Millionen Euro nach 5,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Periodenüberschuss lag bei rund 0,4 Millionen Euro. Als einen Faktor nennt das Unternehmen gestiegene Zinsaufwendungen.
Algene gehört zu den derzeit operativ sichtbarsten Beteiligungen. Im Juli 2026 meldete die Gesellschaft erstmals eine Ernte von 4.500 Litern hochreiner Mikroalgen sowie wenige Tage später eine GMP-Zertifizierung.
SW Save the Water entwickelt mit Soapeya eine wasserlose Hygienelösung. 2026 meldete die DN Group praktische Einsätze in humanitären Projekten sowie ein positives Prüfungsurteil durch Dermatest.
First Berlin Equity Research bestätigte am 14. September 2026 die Einstufung „Add“ und reduzierte das Kursziel von 6,20 Euro auf 6,00 Euro. Als wesentlichen Faktor für die Anpassung nennt die Analyse eine höhere Nettoverschuldung.
Quellen
DN Group AG / EQS-News: „DN Group mit solidem ersten Halbjahr 2026“, 3. September 2026. Abruf: 18. September 2026.
DN Group AG / EQS-News: „DN Group berichtet über erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 / Jahresüberschuss weiter auf 23,1 Mio. EUR verbessert“, 27. April 2026. Abruf: 18. September 2026.
DN Group AG / EQS-News: „Beteiligung Algene startet Serienproduktion hochwertiger Mikroalgen“, 13. Juli 2026. Abruf: 18. September 2026.
DN Group AG / EQS-News: „Beteiligung Algene erhält Zertifizierung nach GMP-Standard für Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie“, 20. Juli 2026. Abruf: 18. September 2026.
DN Group AG / EQS-News: „Beteiligung Save the Water hilft mit wasserloser Seife ‚Soapeya‘ bei humanitärem Einsatz in Syrien“, 17. Juli 2026. Abruf: 18. September 2026.
First Berlin Equity Research / EQS Research: Research Update DN Group AG, 14. September 2026. Abruf: 18. September 2026.
WirtschaftsWoche: „50 Millionen und 1400 Anleger – das Risiko für Vermittler der Deutschen Nachhaltigkeit“, 15. September 2026. Abruf: 18. September 2026.
DN Group AG: Wertpapierprospekt und Anleihebedingungen der Unternehmensanleihen. Abruf: 18. September 2026.
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Stand der Recherche: 18. September 2026.
